InternetIntelligenz 2.0 - Vertrauen in ärztliche Selbstkontrolle ist zu oft enttäuscht worden

InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Vertrauen in ärztliche Selbstkontrolle ist zu oft enttäuscht worden

ID: 697924

Vertrauen in ärztliche Selbstkontrolle ist zu oft enttäuscht worden

(pressrelations) -
"Die Ankündigungen schärferer Kontrollen durch die Gremien der Ärzteschaft selber sind angesichts jahrelangen Schweigens nicht besonders glaubwürdig. Schließlich wussten die Prüfungs- und Überwachungskommissionen bei der Bundesärztekammer schon lange von den Vorfällen. Doch erst als die Presse davon Wind bekam, bewegte sich die Ärztekammer langsam", kommentiert Kathrin Vogler, stellvertretende Vorsitzende im Gesundheitsausschuss des Bundestags, den sogenannten Krisengipfel zum Organspendenskandal. Die Gesundheitsexpertin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Die Kontrolle über Organspenden kann nicht allein der Ärzteschaft anvertraut werden. Weil es bei der Zuteilung von Organen um Leben oder Sterben geht, muss der Staat hier für Gerechtigkeit sorgen. Es reicht nicht aus, diese Verantwortung an einen Verein abzutreten, dessen Kernaufgabe es ist, die berufspolitischen Interessen der Ärztinnen und Ärzte zu vertreten.

Mein Vertrauen in die Kompetenz und Transparenz der ärztlichen Kontrollgremien ist erschöpft. Regelmäßig wird nur so viel zugegeben, wie der Öffentlichkeit schon bekannt ist. Wenn Kammerpräsident Montgomery jetzt von maximaler Transparenz spricht und als Beispiel anführt, dass die Ärztekammer den Prüfbericht zu den Vorfällen in Regensburg veröffentlicht habe, dann ist das eine Verdrehung der Wahrheit. Der Bericht stammt aus dem Jahr 2006, sechs Jahre lang hat die Ärztekammer alles unter der Decke gehalten. Erst als die Süddeutsche Zeitung daraus zitierte, verteilte Montgomery das ohnehin schon öffentliche Dokument großzügig.

Auch die Bundestagsabgeordneten haben den Bericht von der Bundesärztekammer zugeschickt bekommen. In einem Anschreiben erläutert die Ärztekammer, die Zusendung sei erfolgt, um den Abgeordneten die notwendige Arbeit der Kontrollgremien exemplarisch zu verdeutlichen. Es ist also kein neues Zeitalter der Offenheit und Transparenz angebrochen: Nur exemplarisch, aber nicht als Regelfall sollen die Parlamentarier Einblick in die Prüfberichte erhalten. So kann es nicht weitergehen. Nur mit einer staatlichen Aufsicht kann Licht in das Transplantationsgeschehen gebracht werden."





F.d.R. Susanne Müller


Pressesprecher:
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher(at)linksfraktion.de
www.linksfraktion.de

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Politik muss Zinsabzocke der Banken beenden Steuerabkommen mit der Schweiz gehört in die schwarz-gelbe Tonne
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 10.08.2012 - 14:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 697924
Anzahl Zeichen: 0

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Dieser Fachartikel wurde bisher 100 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Vertrauen in ärztliche Selbstkontrolle ist zu oft enttäuscht worden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

(Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

8 hilfreiche Tools für Menschen, die gerne lesen ...

Für Menschen, die gerne lesen, gibt es kaum etwas Schöneres, als in ein gutes Buch einzutauchen. Stunden können ruhig vergehen, während man einer fesselnden Geschichte folgt, neue Ideen entdeckt oder etwas völlig Unerwartetes lernt. Ob gedruckte ...

Alle Meldungen von



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.295
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 219


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.