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Badische Neueste Nachrichten: Eine Frechheit

ID: 686961

(ots) - Auch Ratingagenturen können irren. Als die
Finanzkrise schon am Horizont zu sehen war, haben sie viele
vergiftete Hypothekenpapiere in den USA noch mit ihren Bestnoten
geadelt. Und selbst jetzt, da Europa verzweifelt versucht,
Griechenland, Spanien und vielleicht auch noch Italien zu retten,
blendet eine Agentur aus durchsichtigen Motiven alle politischen
Anstrengungen zur Stabilisierung der Euro-Zone aus und verliert sich
stattdessen in Eventualitäten. Den Ausblick für Deutschland auf
"negativ" zu korrigieren, wie Moody's es jetzt getan hat - das ist
aus amerikanischer Sicht vor allem gut fürs Geschäft. Aus
europäischer Sicht ist es eine Frechheit. So uneigennützig, wie es
scheinen soll, sind die Rater ja nicht. Sie sind eng mit der
amerikanischen Finanzindustrie verflochten, die an Herabstufungen und
drohenden Herabstufungen glänzend verdient. Die Investmenthäuser
Goldmann Sachs und JP Morgan, zum Beispiel, geben im großen Stil auch
für deutsche Staatsanleihen sogenannte Kreditausfallversicherungen
heraus und suggerieren damit ein Risiko, das es im Prinzip gar nicht
gibt, zumindest nicht akut und nicht in dieser Höhe. Eigentlich
sollen die sogenannten Credit Default Swaps lediglich ein Geschäft
absichern, wogegen auch nichts zu sagen ist - weil es jedoch viel
mehr Ausfallversicherungen gibt als abzusichernde Kredite und
Anleihen, hat sich mit den Jahren ein schwunghafter, höchst
spekulativer Eigenhandel mit den Swaps entwickelt. Und deren Wert
steigt in dem Moment, in dem jemand Zweifel an der Bonität eines
Landes schürt. Natürlich würde ein griechischer Staatsbankrott auch
Deutschland teuer zu stehen kommen. Verglichen mit den anderen
Ländern der Euro-Zone allerdings steht die Bundesrepublik noch immer
glänzend da, von den deutlich höher verschuldeten angelsächsischen
Volkswirtschaften gar nicht zu reden. Mit den USA und Großbritannien




aber gehen die Ratingagenturen bislang deutlich pfleglicher um als
mit den Mitgliedern der Euro-Zone. Ein Schelm, der Böses dabei denkt
...



Pressekontakt:
Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
Telefon: +49 (0721) 789-0
redaktion.leitung(at)bnn.de

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Datum: 24.07.2012 - 19:54 Uhr
Sprache: Deutsch
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