Mitteldeutsche Zeitung: zu Syrien
(ots) - In dieser dramatischen Lage ist die Diplomatie
gescheitert. Russland lehnt Sanktionen gegen Syrien ab, weil es dort
seinen einzigen Marinestützpunkt am Mittelmeer hat und noch mehr,
weil Präsident Wladimir Putin dem Westen zeigen will, dass Moskau
als Großmacht für Konfliktlösungen gebraucht wird. Es gibt wohl nur
eine Perspektive: Gespräche mit allen in den Konflikt involvierten
Parteien - auch mit dem Iran. Wenn schon der Krieg nicht gestoppt
werden kann, dann könnten wenigstens die Schritte für ein
Krisenmanagement nach dem Ende von Assads Herrschaft vereinbart
werden. Denn es ist wenig wahrscheinlich, dass Damaskus nach einem
Exit des Diktators zur Ruhe kommt.
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Datum: 20.07.2012 - 19:25 Uhr
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