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Mitteldeutsche Zeitung: zu Dispokrediten

ID: 684215

(ots) - Der Dispositionskredit gehört zur Grundausstattung
einer Lebensweise, die - zumindest vorübergehend - massenhaft
praktiziert wird. Dass ein solcher Kredit teuer ist, weiß jeder.
Genauer will man es gar nicht wissen. Man sieht die roten Zahlen
genau, aber man sieht bei der Zinsberechnung doch nicht so genau hin.
Es hat wohl auch mit der Scham zu tun, sich dieses Verhalten
einzugestehen. Die individuelle Scham korrespondiert mit der
Schamlosigkeit der Banken, in Zeiten des Niedrigzinses die
Überziehung der Privatkonten besonders hoch zu berechnen. Laut einem
Gutachten der Bundesregierung sind die Zinsen für Dispokredite zu
hoch. Der Spitzensatz betrug zuletzt teilweise über 18 Prozent. Ob
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) die Finanzbranche zu
fairen Konditionen zu bewegen vermag, ist fraglich.



Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200



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Datum: 19.07.2012 - 19:36 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 684215
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