Mitteldeutsche Zeitung: zu Krankenkassen
(ots) - Als die Bundesregierung im April 2007 die
Versicherungspflicht eingeführt hat, ist das als eine große
Errungenschaft gefeiert worden. Und das ist es auch. Kaum ein anderer
Staat auf dieser Erde hat eine so umfassende Absicherung für den
Krankheitsfall wie die Bundesrepublik. Nur ist es damals offenbar
versäumt worden, sich tiefgründig Gedanken über diejenigen zu machen,
deren Einkommen zu schmal ist, um die Beiträge auch zu bezahlen.
Viele können das nicht. Und deshalb gibt es - nebenbei bemerkt -
neben den Nichtzahlern auch noch immer viele Unversicherte. Den
Schwarzen Peter haben nun jetzt die gesetzlichen Krankenkassen. Sie
müssen das Geld der Säumigen eintreiben. Aber Aufgabe der Politik
ist es, Lösungen zu finden, damit der politische Wille, jeden Bürger
zu versichern, auch Realität werden kann.
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Datum: 24.06.2012 - 18:27 Uhr
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