Mitteldeutsche Zeitung: zur Weltwirtschaft
(ots) - Wenn die je nach Wechselkurs größte oder zweitgrößte
Wirtschaftsmacht der Welt, Euroland, sich bewusst in die Rezession
spart, hat es die Nummer drei, China, schwer, weiterhin über den
Export zu wachsen. Und die Nummer zwei oder eins, die USA, müssen
immer größere Konjunkturprogramme auflegen, damit ihre Wirtschaft und
die Weltwirtschaft insgesamt nicht auch in die Rezession abgleiten.
Der Problembär ist Deutschland. Die hiesige Politik folgt Ökonomen,
die nur auf die Angebotsseite der Wirtschaft schauen und die
Nachfrageseite komplett ausblenden. Ein Land kann sich auf Kosten der
anderen aber nur dann durch Strukturreformen und Sparprogramme
sanieren, wenn es klein ist. Ist es groß, was Euroland allemal ist,
dann destabilisiert ein solcher Kurs die gesamte Weltwirtschaft.
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Hartmut Augustin
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Datum: 04.06.2012 - 19:06 Uhr
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