Mitteldeutsche Zeitung: zu Organspende
(ots) - Doch es geht bei der Organspende um Leben und Tod.
Hier reicht es nicht, nur an die Bürger zu appellieren. Vielmehr
wäre es gerechtfertigt, dass uns der Staat zu einer ernsthaften
Beschäftigung mit der Frage zwingt. Das ginge am effektivsten durch
die Widerspruchslösung, nach der jeder Organspender ist, der das
nicht ausdrücklich ablehnt. Laut Umfragen, würde die Mehrheit der
Bevölkerung dann nichts unternehmen. Nur eine Minderheit, die ihre
Organe aus religiösen oder anderen Gründen nicht spenden will, müsste
widersprechen. Angesichts der 12000 Menschen auf der Warteliste wäre
dieser Eingriff in die Persönlichkeitsrechte vertretbar.
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Hartmut Augustin
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Datum: 25.05.2012 - 19:49 Uhr
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