Berliner Zeitung: Kommantar zur langen Tradition des Lynchmobs
(ots) - Ob schuldig oder unschuldig - er muss gekreuzigt
werden. Den Mob von Jerusalem und den von Emden trennen fast 2000
Jahre. Sonst trennt sie nichts, nicht die christliche Botschaft,
nicht die Garantie der Menschenwürde im Grundgesetz, nicht der
Firnis der Zivilisation, der offenbar so dünn ist, dass die
Barbarei sichtbar bleibt. Das Internet hat diesen Mob nicht
geschaffen, dessen Hass nicht in die Welt gebracht, es ist nur ein
Mittel, dessen sich der Mob bedient, um seinen Hass hinauszuschreien
und wahllos seine Opfer zu suchen - gestern Asylbewerber, heute ein
Mordverdächtiger, morgen..
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Datum: 06.04.2012 - 18:45 Uhr
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