Rheinische Post: Zukunft der privaten Krankenversicherung
(ots) - Von Eva Quadbeck
Politische Kehrtwenden gehören in der CDU seit ein paar Jahren zum
guten Ton: Kinderbetreuung, Mindestlohn, Wehrpflicht, Atomausstieg.
Da überrascht es nicht, dass die CDU nun das Thema Zusammenlegung
privater und gesetzlicher Krankenversicherungen anstößt. Zumal die
Spatzen in Berlin von den Dächern pfeifen, dass die private
Krankenversicherung (PKV) angeblich keine Zukunft habe. Die
Abschaffung der PKV ist eine sehr populäre Forderung, da viele
Menschen es als ungerecht empfinden, dass gut verdienende oder
verbeamtete Privatpatienten beim Arzt schneller einen Termin bekommen
und im Krankenhaus selbstverständlich vom Chefarzt behandelt werden.
Wäre es so einfach möglich, die Systeme miteinander zu verschmelzen,
hätte Ulla Schmidt dies in ihrer langen Amtszeit als
SPD-Gesundheitsministerin längst erledigt. Reformbedarf gibt es für
das System der Privaten dennoch. Die PKV muss ihre Hausaufgaben
erledigen und ihren enormen Kostenanstieg in den Griff bekommen. Sie
kann nicht dauerhaft darauf setzen, wie beim Arzneimittelsparpaket
von der Kostendämpfung der gesetzlichen Kassen zu profitieren. Eine
Zukunft hat die PKV nur, wenn sie sich weiterhin aus eigener Kraft
finanziert.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Datum: 15.03.2012 - 20:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 596882
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:
Düsseldorf
Telefon:
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Anmerkungen:
Dieser Fachartikel wurde bisher 104 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Rheinische Post: Zukunft der privaten Krankenversicherung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




