Mitteldeutsche Zeitung: zu Deutschland und Europa
(ots) - Angela Merkel sieht sich in Europa seit geraumer
Zeit zwei Vorwürfen ausgesetzt, die einander eigentlich ausschließen:
Der Angst vor zu straffer Führung der Deutschen und der Sorge vor
mangelnder Führung aus Berlin. Möglicherweise aber schließen die
beiden Betrachtungsweisen einander gar nicht aus. Unbestritten ist,
dass Deutschland und seine Kanzlerin eher unbeabsichtigt in die
Führungsrolle geraten sind. Der Grund dafür ist vor allem die
unerwartete ökonomische Stärke, mit der die Bundesrepublik bisher
durch die Krise gekommen ist. Die Gründe dafür müssen hier nicht
erörtert werden, sie hängen jedenfalls am wenigsten mit der
Regierungskunst dieser Kanzlerin zusammen. Das Problem ist, dass sie
nun führen muss, ob sie will oder nicht.
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Hartmut Augustin
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Datum: 02.03.2012 - 19:13 Uhr
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