InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Westdeutsche Zeitung:Überschüsse bei den Krankenkassen - Das Rennen um die Milliarden
Ein Kommentar von Peter Kurz

ID: 586395

(ots) - Milliardenüberschüsse bei den gesetzlichen
Krankenkassen - angesichts des in diesem Bereich bisher seltenen
Luxusproblems könnte man sich freuen. Aber warum freuen, wenn man
sich auch streiten kann? Mit einem wird sich der Streit freilich kaum
lohnen: dem Bundesfinanzminister. Dieser wird wohl einen Teil,
vielleicht zwei Milliarden, des 13-Milliarden-Bundeszuschusses zum
Gesundheitsfonds für die Haushaltskasse zurückverlangen. Formal lässt
sich das gut begründen. Es war schließlich Geld aus Bundesmitteln.
Und wenn dieses angesichts prall gefüllter Kassen nicht benötigt
wird, kann man es auch anders ausgeben. Andererseits: Das finanzielle
Polster in der gesetzlichen Krankenversicherung wurde durch die
saftigen Beiträge der Versicherten erwirtschaftet. Wäre es da nicht
angemessen, dieses Plus dem Beitragszahler zugute kommen zu lassen?

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, die Versicherten von dem
Geldsegen profitieren zu lassen. So könnte man an eine Reduzierung
des Beitragssatzes denken. Doch dazu wird es nicht kommen. Das hat
politische Gründe: Eine Senkung des Beitragssatzes würde bei den
schon jetzt absehbaren weiteren Kostensteigerungen im
Gesundheitswesen schnell dazu führen, dass die Kassen wieder
Zusatzbeiträge auf den einheitlichen Beitragssatz draufschlagen
müssten. Im Wahljahr 2013 würde das dann der schwarz-gelben Regierung
so ausgelegt, dass ihre Gesundheitspolitik grandios gescheitert ist.

Da ist es für FDP-Gesundheitsminister Bahr allemal einfacher, den
unverbindlichen Weg zu wählen und den Kassen zu raten, ihren
Mitgliedern doch bitteschön Rückerstattungs-Prämien zu zahlen. Doch
die Krankenkassen haben durchaus gute Gründe, das Geld eben nicht
einfach mit der Gießkanne an alle ihre Mitglieder auszuschütten. Zum
einen können sie das Polster für gewiss nicht allzu ferne finanzielle




Engpässe verwenden. Viel wichtiger: Sie können und sollten es für
eben die Zwecke ausgeben, für die es gedacht ist. Für die Kranken und
durchaus auch für die Gesunden unter ihren Mitgliedern, denen mehr
medizinische Vorbeugung und Beratung geboten werden kann. Doch statt
den unerwarteten Geldsegen auch mal als Chance zu sehen, streiten
sich alle darum, wie das Fell des Bären verteilt werden soll.



Pressekontakt:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
redaktion.nachrichten(at)westdeutsche-zeitung.de
www.wz-newsline.de

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Bafög Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zur Organspende
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.03.2012 - 19:57 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 586395
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Düsseldorf


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 116 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Westdeutsche Zeitung:Überschüsse bei den Krankenkassen - Das Rennen um die Milliarden
Ein Kommentar von Peter Kurz
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westdeutsche Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Kommentar/ Söder - quo vadis? ...

Kommentar WZ: Der nette Herr SöderVon Lothar LeuschenDamit war eigentlich schon nicht mehr zu rechnen. Markus Söder beißt für die Sozialen Medien in keinen Döner mehr, Bäume müssen auf seine zärtliche Umarmung verzichten, und überhaupt geht ...

WZ-Kommentar/Das Scheitern der DFB-Elf ist kein Zufall ...

Von Lothar LeuschenReformen sind schwierig in Deutschland. Bauen oder Sanieren dauert immer länger und wird immer teurer. Autos aus der deutschen Autoschmiede entpuppen sich international zunehmend als Ladenhüter. Und jetzt kann Deutschland nicht e ...

Alle Meldungen von Westdeutsche Zeitung



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.303
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 181


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.