Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Griechenland
(ots) - Zwei Schritte zur Seite und vorwärts nur im
Trippelschritt: Die Art, wie Brüssel und Athen Entscheidungen
herbeiführen, nervt die Griechen, die trotz aller Sparmaßnahmen kein
Licht am Horizont erkennen, genauso wie die anderen Europäer. Diese
fragen sich natürlich, ob die Sisyphos-Arbeit überhaupt noch etwas
bringt - außer dass das Loch in der eigenen Kasse immer größer wird.
Selbst wenn die harten Sparmaßnahmen, die einmal mehr auf dem Papier
vereinbart wurden, dieses eine Mal preußisch korrekt umgesetzt
werden, so ist dennoch ungewiss, ob Griechenland irgendwann in der
Lage sein wird, den Schuldendienst aus eigener Kraft zu bedienen.
Dazu reicht eine Reduzierung der Ausgaben nicht aus. Eine
konjunkturelle Wende aber ist nach wie vor in weiter Ferne. Anderswo
gab es in historischer Zeit eine Stunde Null, als Startpunkt für ein
Wirtschaftswunder. Doch Wunder geschehen eher selten und nur unter
besonderen Voraussetzungen. Bei den Beteiligten schwindet die Angst
vor einem Schuldenschnitt. Aber auch er hälfe nur im Verbund mit
einem großzügigen Marshallplan.
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Datum: 09.02.2012 - 20:10 Uhr
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