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Magazin: Mutmaßliche Terroristen von Jena hatten offenbar Unterstützer

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(dts) - Die mutmaßlichen rechtsradikalen Serienmörder von Jena konnten sich offenbar auf die Unterstützung eines Mannes in Niedersachsen verlassen. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". Demnach hatte ein 37-Jähriger Mann, der in dem Ort Lauenau bei Hannover wohnt, den mutmaßlichen Terroristen schon vor Jahren seinen Personalausweis überlassen. Mit diesem Ausweis mieteten die Verdächtigen das Wohnmobil an, in dem sich zwei von ihnen am 4. November erschossen. "Focus" zufolge waren die mutmaßlichen Terroristen auch am 25. April 2007 in einem Wohnmobil unterwegs, als sie in Heilbronn die Polizistin Michele K. erschossen. Mit dem Fahrzeug, das ebenfalls mit den Personaldaten des Niedersachsen angemietet worden war, gerieten sie nach der Tat in eine Straßensperre, wurden aber durchgelassen. Der Unterstützer in Lauenau, H.G., wurde ebenso wie die mutmaßlichen Terroristen in Jena geboren. Er soll nach "Focus"-Recherchen zumindest zeitweise rechtsradikale Kontakte gehabt haben. Für die Überlassung des Personalausweises, den er nicht als gestohlen meldete, kassierte er von den mutmaßlichen Mördern ein Honorar von mindestens 20.000 Euro. Nach "Focus"-Recherchen wurde der Mann wenige Stunden nach den Selbsttötungen von Eisenach von der Polizei in Gewahrsam genommen und über Tage verhört. Die Fahnder sicherten laut "Focus" in dem verbrannten Wohnhaus in Zwickau und in dem Wohnmobil in Eisenach deutlich mehr Beweismittel als bislang bekannt: Es wurden umfangreiche Dokumente gefunden, die einen tiefen Einblick in die Struktur der rechtsradikalen Gruppe ermöglichen. Fahnder sagten, ihnen sei ein "Pharaonenschatz" in die Hände gefallen. Der Präsident des Thüringer Amtes für Verfassungsschutz, Thomas Sippel, sagte "Focus", er habe kurz nach seiner Amtsübernahme im Jahr 2000 intensiv überprüfen lassen, ob die drei mutmaßlichen Terroristen, damals bekannt als die "Bombenbauer von Jena", irgendwann einmal als Informanten für den Verfassungsschutz gearbeitet hätten. Laut Sippel wurden sämtliche Akten geprüft und alle Mitarbeiter befragt. Es habe sich kein Hinweis ergeben. Dennoch seien damals "letzte Zweifel nicht beseitigt" worden. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, das sein Amtsvorgänger Helmut Roewer Quellen auf eigene Rechnung geführt habe, antwortete Sippel: "Das wäre sehr ungewöhnlich. Aber es wäre denkbar."



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Datum: 12.11.2011 - 09:22 Uhr
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