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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar

Neuorganisation des ärztlichen Notfalldienstes

ID: 303916

(ots) - Die Reform des ärztlichen Notfalldienstes ist
überfällig. Wer, ob Arbeitnehmer oder Selbstständiger, möchte
heutzutage noch 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr in der Pflicht
stehen, jederzeit für seine Kunden da sein zu müssen. Ob defekte
Heizung oder vergessener Hausschlüssel: Handwerksnotdienste lassen
sich ihre Leistungen teuer bezahlen. Nicht so die niedergelassenen
Ärzte: Von ihrer Verpflichtung, jederzeit für ihre Patienten
erreichbar zu sein, können sie sich nur befreien, wenn sie mit
Kollegen eine gegenseitige Vertretung vereinbaren. Zweitens können
und müssen sie von Mittwochmittag bis Donnerstagmorgen und am
Wochenende am organisierten Notfalldienst teilnehmen. Organisiert
wird dieser Dienst derzeit auf Gemeindeebene. Das führt, besonders in
kleinen Orten mit wenigen Ärzten, zu Dienstfrequenzen, die alte
Haudegen mehr oder weniger zähneknirschend wahrnehmen. Junge
Ärztinnen und Ärzte werden den Teufel tun, sich in einem solchen Ort
niederzulassen. Die Reform setzt daher an zwei Punkten an: Der neue
Zuschnitt der Notfalldienst-Bezirke bedeutet erstens für einen Teil
der Ärzte eine geringere, für den anderen Teil eine höhere Belastung.
Das hat zu anhaltenden innerärztlichen Diskussionen geführt. Dem
einen sin Uhl . . . Zweitens wird der niedergelassene Arzt von der
permanenten Bereitschaftspflicht befreit. Er hat jetzt - im Prinzip -
jeden Tag ab 18 Uhr, Mittwochs schon ab mittags und am Wochenende
frei. Das ist aus drei Gründen angemessen. Weil es erstens die
aktuelle Realität widerspiegelt und zweitens die moderne Arbeitswelt
auf den Arztberuf überträgt. Daraus folgt drittens, dass die manchmal
übertriebene ethische Überhöhung dieses Berufes endlich ein Stück
weit geerdet wird. Abgesehen von den Notdiensten der Augen- und
HNO-Ärzte könnte es für die Patienten einfacher werden.







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Datum: 25.11.2010 - 19:21 Uhr
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