Die Entnahme-Architektur: Martin Berg von der Berg Finance GmbH erklärt, wie Anleger ab 40 aus ihrem Vermögen eine planbare Zusatzrente machen
(ots) - Eine auslaufende Rentenversicherung, eine Abfindung, ein Erbe. Immer mehr Menschen zwischen 40 und 65 verfügen plötzlich über sechsstelliges Kapital und stellen sich dieselbe Frage. Wie viel monatliche Rente lässt sich daraus verlässlich ziehen? Martin Berg, Gründer der Berg Finance GmbH, erklärt, warum diese Frage mathematisch beantwortbar ist und woran es in der Praxis meist fehlt.
Wer zwischen 40 und 65 bereits ein ordentliches Depot, gewachsene Fondsbestände, Tagesgeld oder eine bald fällige Rentenversicherung besitzt, hat häufig mehr Kapital zur Verfügung, als zunächst angenommen. Was jedoch oft fehlt, ist ein individueller, zielgerichteter Investmentplan. Die entscheidende Frage, wie viel Zusatzrente sich aus dem Vermögen einmalauszahlen lässt, bleibt für viele unbeantwortet – und zwar nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil die notwendigen Daten für eine seriöse Einschätzung fehlen. Dabei war die Frage selten so drängend. In dieser Lebensphase greifen häufig mehrere Entwicklungen ineinander: Eltern vererben, Wohnungen aus Familienbesitz werden verkauft, Unternehmen bauen Stellen ab und zahlen Abfindungen. So kommen Menschen zu Summen, die sie meist nie zuvor auf dem Konto hatten. Zugleich wollen viele nach Jahrzehnten des Sparens ihr Geld endlich arbeiten lassen – und zwar im doppeltenSinn. Es soll wachsen und irgendwann die Lebensqualität finanzieren, die Wohnmobiltour durch Skandinavien, das Ferienhaus für die Enkelwochen und den etwas früheren Ruhestand ermöglichen. „Viele Anleger scheitern nicht am Kapital, sondern an der fehlenden Rechnung. Sie besitzen einVermögen, aber keinen Plan, was es einmal leisten soll“, sagt Martin Berg, Gründer der Berg Finance GmbH.
„Dabei lässt sich durchaus konkret berechnen, wie aus vorhandenem Vermögen ein planbares Einkommen entstehen kann. Entscheidend ist, dass Anlage, Zeithorizont und spätere Entnahmen von Anfang an zusammengedacht werden“, erklärt Martin Berg weiter. Der Wirtschaftspsychologe gründete ein unabhängiges Investment-Kompetenzcenter, das über 650 Kundinnen und Kunden betreut. In Medien wie der Süddeutschen Zeitung und im Hamburger Abendblatt hat er bereits erläutert, wie sich große Einmalsummen strukturiert anlegen lassen. Nun geht es um die Königsfrage: Wiewird aus Vermögen ein planbares Einkommen?
Die unbekannte Rente
Der Handlungsbedarf beginnt beim Wissen. Im Altersvorsorge-Report 2025 von Deutscher Bank und DWS gaben 54 Prozent der Befragten an, keine klare Vorstellung von ihrer späteren Rente zu haben. Die Zahlen dahinter sind ernüchternd. Die Standardrente nach 45 Beitragsjahren mit Durchschnittsverdienst liegt seit der Rentenerhöhung zum 1. Juli 2026 um 4,24 Prozent bei rund 1.913 Euro brutto im Monat. Selbst wer 45 Jahre durchgehend an der Beitragsbemessungsgrenze verdient hat, erreicht rechnerisch nur etwa 3.700 Euro. Mehr sieht das gesetzliche System nicht vor, ganz gleich, wie hoch das Einkommen darüber lag. Zwischen gewohntem Nettoeinkommen und gesetzlicher Rente klafft bei Gutverdienern damit schnell eine Lücke von 2.000 bis 3.000 Euro im Monat.
Genau diese Herausforderung betrifft die Gruppe mit den höchsten Ansprüchen. Akademiker und Führungskräfte erleben im Ruhestand den größten Einschnitt, da ihre gesetzliche Rente gedeckelt ist, ihr Lebensstandard aber nicht. Wer es gewohnt ist, mit 6.000 Euro netto im Monat zu planen, wird mit gedeckelter Rente weder die Reisen noch die Unterstützung der Kinder finanzieren können, die er sich für diese Jahre vorgenommen hat. Diese Lücke lässt sich nicht durch Sparen schließen, sondern nur durch Kapital, das strategisch eingesetzt wird.
Was fünf Jahrzehnte Kapitalmarktdaten zeigen
Die Datenlage für Aktienanlagen ist erfreulich solide. Das Deutsche Aktieninstitut dokumentiert seit Jahrzehnten mit seinen Renditedreiecken die langfristige Entwicklung von Aktienanlagen und beziffert die durchschnittlichen jährlichen Erträge breit gestreuter Aktienanlagen auf sechs bis neun Prozent. DerWeltaktienindex MSCI World erzielte von 1975 bis Ende 2024 auf Eurobasis im Durchschnitt 9,7 Prozent pro Jahr, wie eine Analyse von Finanztip zeigt. Ein Sparplan auf denselben Index brachte über beliebige 20 Jahre hinweg im Schnitt 8,6 Prozent pro Jahr (Deutsches Aktieninstitut, Stand Ende 2025). Auch der deutsche Leitindex DAX verzeichnete in den letzten 30 Jahren eine jährliche Rendite von rund 7 Prozent. Darüber hinaus zeigt die historische Entwicklung, dass eine 15-jährige weltweite Investition, unabhängig vom Einstiegszeitpunkt, noch nie zu einem Verlust geführt hat.
Millionen Menschen haben diese Botschaft verstanden. Die Zahl der monatlich ausgeführten ETF-Sparpläne in Kontinentaleuropa stieg 2025 um fast 40 Prozent auf gut 15 Millionen, getragen vor allem vom deutschen Markt (extraETF Research). Dass so viele ihr Geld selbst in die Hand nehmen, ist eine erfreuliche Entwicklung. Doch die Statistik hat eine zweite Seite. Rund 3,6 Billionen Euro liegen nach Berechnungen der DZ Bank weiter in Bargeld und Bankeinlagen. Bei 2,3 Prozent Inflation (Destatis, Juni 2026) und durchschnittlich rund 1,4 Prozent Tagesgeldzins (Verivox, Juli 2026) ist das ein schleichender Realverlust. Das Problem liegt selten beim Produkt selbst, sondern vielmehr in der fehlenden Verbindung zwischen Einmalanlage, Sparplan und Lebensziel.
Zwei Phasen, vier Fragen: So funktioniert die Entnahme-Architektur
Berg Finance nennt diese Rechnung die Entnahme-Architektur. Sie teilt das Anlegerleben in zwei Phasen. In der Aufbauphase wird vorhandenes Kapital, idealerweise ergänzt um monatliche Sparraten, renditeorientiert investiert. In der Entnahmephase wird derselbe Kapitalstock so umgebaut, dass er ein regelmäßiges Einkommen auszahlt, ohne vorzeitig aufgebraucht zu sein.
Am Anfang stehen vier Fragen. Wann wird das Geld gebraucht? Wie lange soll die Auszahlung laufen? Wie hoch soll die monatliche Zusatzrente sein? Und soll am Ende Restkapitalübrigbleiben, etwa für die eigenen Kinder?
Erst die Antworten formen die Struktur. Anleger mit einem langen Anlagehorizont von 20 Jahren und einer hohen Risikobereitschaft können ihren Aktienanteil deutlich erhöhen. Wer hingegen Wert auf eine stabile Wertentwicklung legt und nicht möchte, dass sein gesamtes Vermögen an der Börse schwankt, sollte eine Mischung aus Aktien und Anlagen wählen, die sich möglichst unabhängig von den Aktienmärkten entwickeln, wie beispielsweise Anleihen mit hoher Bonität oder Edelmetalle. Kurz vor der Auszahlungsphase empfiehlt es sich, eine Liquiditätsreserve zu bilden, um sicherzustellen, dass Entnahmen nicht aus einem gefallenen Depot getätigt werden müssen. Das schützt vor dem Renditereihenfolge-Risiko, also der Gefahr, dass schwache Börsenjahre ausgerechnet zum Start der Entnahme das Kapital überproportional beschädigen. Bewährt hat sich dafür die Vier-Jahres-Regel, mit der Berg Finance bereits in der Aufbauphase arbeitet. Geld, das in den ersten Rentenjahren planbar gebraucht wird, liegt sicher verzinst bereit, der Rest bleibt investiert. „Eine Entnahmestrategie ist kein Produkt, sondern ein Fahrplan. Er legt fest, was Ihr Geld wann für Sie tun soll“, sagt Martin Berg.
Ein Rechenbeispiel: Von 200.000 Euro zur planbaren Zusatzrente
Wie das konkret aussieht, zeigt eine Modellrechnung, wie Berg Finance sie inähnlicher Form regelmäßig mit Interessenten durchspielt. Eine Angestellte, 43 Jahre alt, erbt nach Steuern 200.000 Euro. Ihr Ziel ist eine Zusatzrente ab 65. Bei einer Investition von 22 Jahren in ein weltweit diversifiziertes Aktienportfolio mit einer jährlichen Zielrendite von 7 Prozent, wie vom Deutschen Aktieninstitut wissenschaftlich ausgewertet, wächst das Kapital rechnerisch auf rund 886.000 Euro. Bespart sie zusätzlich einen Sparplan mit 300 Euro im Monat, kommen weitere rund 187.000 Euro hinzu. Zum 65. Geburtstag stünde damit, vor Steuern gerechnet, ein Vermögen von gut einer Million Euro.
Dann beginnt die zweite Phase. Das Kapital bleibt zur Hälfte investiert und wird zur Hälfte in schwankungsärmere Bausteine umgeschichtet, mit einer kombinierten Zielrendite von 4 Prozent pro Jahr. Eine Entnahme von 1.000 Euro im Monat entspricht dann einer Quote von unter 1,5 Prozent. Das Vermögen würde trotz laufender Auszahlung rechnerisch weiterwachsen. Kapitalerhaltend wären bei diesen Annahmen rund 2.900 Euro Monatsrente möglich, im Sparplan-Szenario rund 3.600 Euro. Selbst die bewusst vorsichtige Kontrollrechnung fällt beruhigend aus. Bei einer jährlichen Verzinsung von 4 Prozent würde das ursprüngliche Kapital von 200.000 Euro über einen Zeitraum von etwa 27 Jahren eine jährliche Auszahlung von 1.000 Euro ermöglichen, bevor es vollständig aufgebraucht wäre.
Auch ein späterer Start trägt. Ein Angestellter, 55 Jahre alt, erhält eine Abfindung und die Ablaufleistung seiner Lebensversicherung, zusammen 300.000 Euro. Bei gleicher Logik und 7 Prozent Zielrendite wächst das Kapital bis 65 rechnerisch auf rund 590.000 Euro. Das ergibt ab 65 eine kapitalerhaltende Zusatzrente von knapp 2.000 Euro im Monat. Plant er einen Verzehr über 25 Jahre ein, sind rechnerisch gut 3.000 Euro möglich, und die gesetzliche Rente kommt in beiden Fällen hinzu.
Alle Werte sind Modellrechnungen mit konstanten Durchschnittsrenditen, vor Kosten und Steuern. Reale Märkte schwanken, und vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse, weshalb seriöse Investmentpläne mit Nettogrößen und Sicherheitspuffern rechnen. Die Richtung aber ist belastbar. Zwischen 40 und 65 liegt genug Zeit, um aus einem einzigen Vermögenszufluss eine zweite Rente zu bauen.
Das Family-Office-Prinzip: Daten statt Bauchgefühl
„Die Mathematik ist der einfache Teil. Entscheidend ist, dass die Annahmen zur Person passen, zu ihrem Zeithorizont, ihren Verbindlichkeiten und ihrem Sicherheitsempfinden“, sagt Martin Berg. Genau hier setzt das Family-Office-Prinzip der Berg Finance GmbH an. Was hochvermögende Familien seit Jahrzehnten praktizieren, nämlich Vermögenssteuerung nach exakten, laufendüberprüften Plänen, öffnet das Kompetenzcenter für Privatkunden. Dafür arbeitet Berg Finance mit renommierten, datengetriebenen Vermögensverwaltungen zusammen, in deren Teams Mathematiker, Physiker und Datenanalysten seit rund 25 Jahren Investmentpläne entwickeln, die Ziel, Risikoneigung und Auszahlungswunsch in eine präzise Strategie übersetzen und fortlaufend anpassen.
Im Vordergrund steht dabei nie ein Produkt, sondern die Situation des Kunden. Welche Verbindlichkeiten bestehen, welche größeren Ausgaben sind absehbar, wann soll das Geld fließen, was darf am Ende übrigbleiben und vererbt werden? Aus den Antworten entsteht ein individueller Investmentplan, der in regelmäßigen Servicegesprächen an neue Lebenslagen angepasst wird. Da Anleger ihr größtes Risikooft selbst darstellen, wie die Untersuchungen der Psychologen Daniel Kahneman und Amos Tversky zeigen, wiegen Verluste etwa doppelt so schwer wie gleich hohe Gewinne. Berg Finance versteht sich daher ausdrücklich auch als menschlicher Ansprechpartner, der Anleger in turbulenten Zeiten unterstützt und ihnen hilft, an ihrem Plan festzuhalten, selbst wenn das Bauchgefühl sie dazu verleiten möchte, ihn aufzugeben.
Häufige Fragen zur Zusatzrente aus Vermögen
Wie viel Kapital braucht es für 1.000 Euro Zusatzrente im Monat?
Als Faustgröße genügen bei einer dauerhaften Rendite von 4 Prozent rund 300.000 Euro, um 1.000 Euro monatlich zu entnehmen, ohne das Kapital anzugreifen. Wer Kapitalverzehr einplant, braucht deutlich weniger. In der Modellrechnung tragen 200.000 Euro dieselbe Auszahlung rund 27 Jahre.
Was ist eine Entnahmestrategie?
Eine Entnahmestrategie legt fest, wie ein Depot regelmäßige Auszahlungen leistet. Sie bestimmt Höhe, Beginn und Dauer der Entnahmen sowie die Aufteilung des Kapitals auf renditestarke und schwankungsarme Bausteine, damit das Vermögen so lange trägt, wie es gebraucht wird.
Ist die bekannte Vier-Prozent-Regel verlässlich?
Die Regel geht auf die amerikanische Trinity-Studie von 1998 zurück. Ein gemischtes Depot überstand dort eine anfängliche Entnahme von 4 Prozent in 95 von 100 historischen 30-Jahres-Zeiträumen. Sie ist ein guter Ausgangspunkt, ersetzt aber keine individuelle Planung mit deutschen Steuern, Kosten und persönlichen Zielen.
Lohnt sich der Einstieg mit 50 oder 55 noch?
Ja. Bis zum Auszahlungsbeginn bleiben dann meist 10 bis 15 Jahre Aufbauphase, und auch in der Entnahmephase arbeitet das Kapital oft weitere 25 Jahre. Historisch führten bereits Anlagezeiträume von 15 Jahren im Weltaktienindex zu durchweg positiven Ergebnissen.
Was passiert mit dem Kapital im Todesfall?
Anders als bei einer klassischen Leibrente bleibt das Depot jederzeit Eigentum des Anlegers. Nicht verbrauchtes Kapital fällt in den Nachlass und kann an Ehepartner oder Kinder vererbt werden. Ob bewusst Restkapital übrigbleiben soll, ist deshalb eine der vier Planungsfragen der Entnahme-Architektur.
Wenn Sie wissen möchten, welche monatliche Zusatzrente in Ihrem Vermögen steckt, ob aus Erbschaft, Abfindung, Ablaufleistung oder gewachsenem Depot, dann lassen Sie es ausrechnen. Die Berg Finance GmbH (http://www.bergfinance.de) bietet eine kostenfreie Depotanalyse und ein unverbindliches Erstgespräch, digital, ortsunabhängig und ohne Verkaufsdruck. Sie erhalten eine schriftliche Bestandsanalyse mit konkreten Empfehlungen, abgestimmt auf Ihre persönliche Situation und Ihre Ruhestandsplanung.
Über Berg Finance
Die Berg Finance GmbH mit Sitz in Kassel ist ein unabhängiges Investment-Kompetenzcenter für strukturierte Vermögensplanung nach dem Family-Office-Prinzip. Gründer Martin Berg, Wirtschaftspsychologe und Finalist beim Jungmakler Award, betreut mit seinem Team Privatkunden digital und bundesweit.
Pressekontakt:
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Leipziger Straße 99
34123 Kassel
E-Mail: info(at)bergfinance.de
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Datum: 19.08.2026 - 10:10 Uhr
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