InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Pflege bei Demenz: Warum Angehörige frühzeitig für Entlastung sorgen sollten

ID: 2267581

(ots) - Die Pflege eines geliebten Menschen mit Demenz ist eine große Aufgabe, die Kraft, Geduld und emotionale Stärke verlangt. Tag für Tag kümmern sich Angehörige mit Hingabe um Menschen, die zunehmend Fähigkeiten verlieren.

Doch oft geschieht das auf Kosten der eigenen Gesundheit. Viele Pflegepersonen stellen ihre Bedürfnisse zurück, aus Liebe, Pflichtgefühl oder dem Wunsch, alles"richtig"zu machen. Umso wichtiger ist es, die eigenen Belastungsgrenzen frühzeitig ernst zu nehmen und Unterstützung nicht erst dann zu suchen, wenn die Kräfte bereits erschöpft sind.

"Wer ständig über die eigenen Grenzen geht, riskiert ernsthafte gesundheitliche Folgen", warnt Dr. Anne Pfitzer-Bilsing, Leiterin der Abteilung Wissenschaft bei der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI). Viele pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz sind enormen körperlichen und seelischen Belastungen ausgesetzt. Mit der Zeit sind sie besonders gefährdet, an Bluthochdruck, Erschöpfung und Depressionen zu erkranken.

Entlastung frühzeitig organisieren

Selbstfürsorge ist deshalb kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit."Nur wer auch auf sich selbst achtet, kann langfristig für andere da sein", betont Pfitzer-Bilsing."Denn die Pflege eines Menschen mit Demenz ist kein Sprint, sondern ein Marathon - und dafür braucht es Ausdauer, Kraft und Unterstützung."

Viele Angehörige zögern, Hilfe anzunehmen, weil sie glauben, alles allein schaffen zu müssen, oder weil es ihnen schwerfällt, die Pflege in fremde Hände zu geben. Doch bei Demenz stellt sich nicht die Frage, ob Unterstützung nötig wird, sondern wann. Wer sich frühzeitig ein Hilfenetzwerk aufbaut, schafft deshalb nicht nur Entlastung für den Moment, sondern auch wichtige Strukturen für den weiteren Krankheitsverlauf.

"Mit dem Fortschreiten der Krankheit wachsen die Anforderungen und Belastungen. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig Unterstützung zu organisieren. Ein stabiles Netzwerk aus Fachkräften, Familie und Ehrenamtlichen hilft, die Pflege langfristig zu bewältigen."





Pausen sind wichtig - reichen aber nicht immer aus

Selbstfürsorge beginnt im Alltag. Schon kurze Auszeiten, beispielsweise ein Spaziergang, ein bewusstes Durchatmen oder ein Moment der Stille, können helfen, Stress abzubauen."Vielen helfen auch Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation, wieder bei sich selbst anzukommen", erklärt Pfitzer-Bilsing."Auch ausreichender Schlaf, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind wichtig, um langfristig gesund zu bleiben."

Doch gerade bei einer dauerhaft belastenden Pflegesituation braucht Selbstfürsorge mehr als kleine Auszeiten. Sie bedeutet auch, Aufgaben abzugeben, Unterstützung anzunehmen und sich regelmäßige Freiräume zu schaffen. Angehörige sollten deshalb überlegen, welche Aufgaben andere Familienmitglieder, Freunde oder professionelle und ehrenamtliche Dienste übernehmen können.

Gefühle ernst nehmen und Grenzen setzen

Die Pflege eines geliebten Menschen mit Demenz bedeutet oft auch einen schleichenden Abschied. Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder Überforderung sind in dieser Situation normal. Wichtig ist, sie nicht zu verdrängen. Gespräche mit vertrauten Personen, Selbsthilfegruppen oder eine professionelle Beratung können entlasten.

Selbstfürsorge bedeutet auch, manchmal Grenzen zu setzen, denn niemand kann rund um die Uhr im Einsatz sein."Ein Nein ist kein Egoismus - es ist ein Ja zu den eigenen Bedürfnissen", so Pfitzer-Bilsing."Wer rechtzeitig Pausen einplant und Hilfe sucht, handelt verantwortungsvoll - für sich selbst und auch für die pflegebedürftige Person."

Titelbild zum Download

https://ots.de/BqnSfD

Weiteres kostenloses Fotomaterial

www.alzheimer-forschung.de/presse/fotos-videos/

Kostenloser Ratgeber für Angehörige

Weitere Informationen für pflegende Angehörige bietet der Ratgeber"Für Menschen mit Demenz da sein - Orientierung und Hilfe für pflegende Angehörige". Die Broschüre kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0; Webseite: www.alzheimer-forschung.de/angehoerige

Über die Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats e.V. trägt. Seit 1995 fördert die AFI mit Spendengeldern Forschungsprojekte engagierter Demenzforscherinnen und -forscher. Seit 2025 stellt die AFI auch Fördergelder für Pflegeforschung bereit. Mit kostenlosen Broschüren und auf der Website informiert die AFI über die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzen. Seit seiner Gründung konnte der Verein mehr als 470 Forschungsaktivitäten mit über 20,7 Millionen Euro unterstützen und rund eine Million Ratgeber und Broschüren verteilen. Botschafterinder AFI ist die Journalistin und Sportmoderatorin Okka Gundel. Weitere Informationen zur Arbeit des Vereins und zu Spendenmöglichkeiten finden Sie auf www.alzheimer-forschung.de.

Pressekontakt:

Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)
Astrid Marxen, Petra Lindenberg
Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf
0211 - 86 20 66 28
presse(at)alzheimer-forschung.de
www.alzheimer-forschung.de/presse


Original-Contentvon: Alzheimer Forschung Initiative e. V.,übermittelt durch news aktuell


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Mandantenqualität in der Steuerkanzlei: Ken Keiper von Novist®verrät, warum schlechte Mitwirkung schnell zum Effizienzrisiko wird
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.08.2026 - 10:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2267581
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:

Düsseldorf



Kategorie:

Gesundheit & Medizin



Dieser Fachartikel wurde bisher 3 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Pflege bei Demenz: Warum Angehörige frühzeitig für Entlastung sorgen sollten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Alzheimer Forschung Initiative e. V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Alzheimer: Auf diese zehn Anzeichen sollten Sie achten ...

Im Sommer verbringen viele Familien mehr Zeit miteinander - bei Besuchen, Feiern oder im gemeinsamen Urlaub. Dabei können Veränderungen bei Eltern, Großeltern oder anderen Angehörigen auffallen, die im Alltag leicht übersehen werden: Wird ein ve ...

Alzheimer: Auf diese zehn Anzeichen sollten Sie achten ...

Im Sommer verbringen viele Familien mehr Zeit miteinander - bei Besuchen, Feiern oder im gemeinsamen Urlaub. Dabei können Veränderungen bei Eltern, Großeltern oder anderen Angehörigen auffallen, die im Alltag leicht übersehen werden: Wird ein ve ...

Alzheimer: Auf diese zehn Anzeichen sollten Sie achten ...

Im Sommer verbringen viele Familien mehr Zeit miteinander - bei Besuchen, Feiern oder im gemeinsamen Urlaub. Dabei können Veränderungen bei Eltern, Großeltern oder anderen Angehörigen auffallen, die im Alltag leicht übersehen werden: Wird ein ve ...

Alle Meldungen von Alzheimer Forschung Initiative e. V.



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.303
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 140


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.