Metastasierender Brustkrebs: Mehr Lebensqualität dank digitaler Begleitung / mkk - meine krankenkasse bietet Kundinnen demnächst neues Behandlungskonzept

(ots) - Frauen, die an metastasierendem Brustkrebs erkrankt sind, sollten engmaschig begleitet werden. Eine App befragt sie künftig ausführlich und regelmäßig nach ihrem Befinden. Die Informationen zum Gesundheitszustand werden an die behandelnden Ärzte und Ärztinnen übermittelt, die sofort reagieren können. Ab Oktober bietet die mkk - meine krankenkasse ihren Kundinnen diese zusätzliche Versorgung in Zusammenarbeit mit zertifizierten Brustkrebszentren an."Die digitale Begleitung ist für Frauen mit einem Brusttumor, der bereits in andere Organe gestreut hat, ein Meilenstein in der Behandlung", sagt Marlen Du Bois, Referentin für Verträge und Innovationsfonds von der mkk - meine krankenkasse.
Rund vier Jahre lang hat die Charité - Universitätsmedizin Berlin die neue Versorgungsform erforscht. Die mkk - meine krankenkasse war an diesem Projekt des Innovationsfonds als eine von drei Krankenkassen beteiligt. Vor wenigen Wochen hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) empfohlen, das neue Behandlungskonzept in die Regelversorgung zu übernehmen. Der Zeitpunkt dafür ist noch unklar. Die mkk - meine krankenkasse wird in den kommenden Wochen für ihre Versicherten einen entsprechenden Selektivvertrag mit teilnehmenden Brustkrebszentren abschließen.
In Deutschland leben etwa 68.000 Frauen mit metastasierendem Brustkrebs. Die Krankheit ist nicht heilbar, dank moderner Arzneimittel lässt sie sich aber vorübergehend kontrollieren. Allerdings werden die Medikamente häufig zu Hause eingenommen."Deshalb sehen wir die Patientinnen seltener in der Klinik, unser medizinischer Blick ist zum Teil lückenhaft geworden", sagt Prof. Maria Karsten, leitende Oberärztin am Brustzentrum der Charité und Initiatorin des Projekts."Um diese Lücke zu schließen und die Patientinnen trotz der Distanz engmaschig begleiten zu können, haben wir das digitale Behandlungskonzept entwickelt."
Die neue App-basierte Behandlung firmiert unter dem Namen"ida". Jede Woche beantworten die Frauen etwa 50 Fragen zu ihren Symptomen, ihrem Alltag und ihrem emotionalen Befinden. Beispiele sind:"Hatten Sie Schmerzen?""Waren Sie selbst für Ihre gewohnten Tätigkeiten zu müde?"Oder:"Waren Sie kurzatmig?"Ein Algorithmus wertet die Antworten aus, der wiederum relevante Veränderungen umgehend an das Behandlungsteam meldet. Dieses nimmt dann innerhalb von 48 Stunden telefonisch mit der Patientin Kontakt auf und klärt im Gespräch, welche Maßnahmen nötig sind.
Diese Kombination aus regelmäßiger digitaler und persönlicher Betreuung verbessert den Alltag der Betroffenen merklich. Die Forschungsgruppe der Charité kommt zu dem Ergebnis, dass Patientinnen, die wöchentlich zu ihrem Status befragt wurden, signifikant über weniger Fatigue klagen als Frauen, die nur einmalalle drei Monate über ihr Befinden berichten. Zudem schätzten sie ihre körperliche Funktionsfähigkeit besser ein und mussten seltener im Krankenhaus behandelt werden.
"Das digitale Netz gibt den Frauen mehr Sicherheit im Umgang mit ihrer Krankheit", sagt Marlen Du Bois."Und Sicherheit bedeutet mehr Lebensqualität."
Weitere Inforationen: https://ida-care.com/
Wissenschaftlicher Kontakt
Prof. Maria Margarete Karsten
Klinik für Gynäkologie mit Brustzentrum (https://frauenklinik.charite.de/zentren/brustzentrum)
Charité - Universitätsmedizin Berlin
T: 030 450 564 255
maria-margarete.karsten(at)charite.de
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Datum: 06.08.2026 - 17:05 Uhr
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