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Microsoft und Nvidia bringen den KI-PC: Was für Unternehmen künftig direkt auf Ihrem Computer läuft und was weiter in der Cloud bleibt

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(ots) - Microsoft und Nvidia treiben den nächsten Schritt im KI-Markt voran: Künstliche Intelligenz soll nicht mehr nur in großen Rechenzentren laufen, sondern direkt auf dem eigenen PC. Möglich machen das leistungsstarke GPUs und neue lokale KI-Schnittstellen in Windows. Damit können künftig viele Aufgaben im Unternehmenschneller, günstiger und datensparsamer direkt auf dem Gerät erledigt werden.

Der KI-PC ersetzt nicht die Cloud– er verschiebt nur die Grenze. Alles, was schnell, sensibel oder alltäglich ist, wandert auf das Gerät. Alles, was groß, teuer und extrem rechenintensiv ist, bleibt im Rechenzentrum. Nachfolgend erfahren Sie, welche Anwendungen künftig lokal auf dem PC laufen, wo Unternehmen weiterleistungsstarke Cloud- oder Serverlösungen brauchen und wie sich dadurch der Büroalltag verändern wird.

Der KI-PC folgt einem bekannten Hardware-Zyklus

Die Entwicklung reiht sich in einen bekannten Zyklus der PC-Branche ein. Neue Prozessorgenerationen erscheinen zunächst als besonders leistungsstarke High-End-Varianten. Im darauffolgenden Jahr folgen energieeffizientere Versionen derselben Architektur, die sich für den Einsatz in Notebooks und anderen kompakten Geräten eignen.

Bereits mit der Nvidia DGX Spark wurde deutlich, wohin sich der Markt entwickelt. Erstmals konnten Sprachmodelle mit einem Speicherbedarf von rund 128 GB auf vergleichsweise kompakter Hardware lokal ausgeführt werden. Mit den neuen KI-PCs integrieren Microsoft, Nvidia und auch Apple entsprechende KI-Beschleuniger direkt in ihre Geräte. Dadurch wird diese Rechenleistung erstmals für den Massenmarkt verfügbar.

Lokale KI eröffnet neue Automatisierungsmöglichkeiten

Die neue Hardware ermöglicht es, aktuelle Sprachmodelle mittlerer Größe direkt auf dem Arbeitsplatzrechner auszuführen. Damit lassen sich zahlreiche Aufgaben automatisieren, ohne dass Unternehmensdaten die eigene IT-Infrastruktur verlassen müssen.





Dazu gehören beispielsweise das Verarbeiten von E-Mails, das Auslesen und Strukturieren von Excel-Dateien oder die automatische Übertragung von unstrukturierten Informationen zwischen verschiedenen Anwendungen. Ebenso können KI-Systeme Daten bereinigen und deren fachlichen Zusammenhang besser verstehen. Viele dieser Anwendungsfälle waren bislang nur über Cloud-Dienste wirtschaftlich umsetzbar.

Auch in regulierten Branchen eröffnen sich neue Möglichkeiten. In der Versicherungsbranche könnten Policen oder Anfragen lokal analysiert werden, ohne personenbezogene Daten an externe Cloud-Dienste zu übertragen. Im Gesundheitswesen könnten Arztpraxen ihre bestehende Praxissoftware künftig um lokale KI-Funktionen erweitern und beispielsweise Arztberichte oder Gutachten datenschutzkonform erstellen. Anwendungen, die heute aufgrund technischer und rechtlicher Anforderungen nur mit erheblichem Aufwand möglich sind, könnten dadurch deutlich einfacher werden.

Ein weiterer Vorteil liegt in den Betriebskosten. Da die KI direkt auf dem Endgerät ausgeführt wird, entfallen für viele Standardanwendungen laufende Gebühren für Cloud-Abfragen.

Standardsoftware statt individueller KI-Projekte

Von dieser Entwicklung könnten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen profitieren. Bislang erfordern lokale KI-Lösungen häufig spezialisierte Hardware, umfangreiche IT-Infrastruktur und entsprechendes Fachwissen. Künftig könnten viele Funktionen als Bestandteil bestehender Softwarelösungen verfügbar werden.

Damit zeichnet sich einähnlicher Wandel ab wie einst bei Office-Anwendungen. Softwarehersteller können ihre Produkte gezielt für standardisierte KI-Hardware entwickeln und neue Funktionen direkt integrieren. Unternehmen müssten dann keine individuellen KI-Projekte mehr aufsetzen oder komplexe Cloud-Anbindungenentwickeln. Stattdessen greifen Anwendungen über standardisierte Schnittstellen auf den lokalen KI-Prozessor zu.

Für Beschäftigte verändert sich dadurch vor allem die Art, wie KI genutzt wird. Intelligente Funktionen werden zunehmend Bestandteil der gewohnten Anwendungen und laufen direkt auf dem Arbeitsplatzrechner. KI unterstützt dann beispielsweise bei der E-Mail-Bearbeitung, der Dokumentenerstellung oder der Datenverarbeitung, ohne dass dafür separate Cloud-Dienste genutzt werden müssen.

Gleichzeitig sinkt der Aufwand für Unternehmen. Viele KI-Funktionen müssen künftig nicht mehr als eigenständige Infrastruktur aufgebaut und von spezialisierten IT-Teams betrieben werden. Stattdessen lassen sie sich als Bestandteil bestehender Softwarelösungen bereitstellen. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen könnten dadurch deutlich einfacher Zugang zu KI-gestützten Automatisierungen erhalten.

Dadurch dürfte sich auch ein Teil der Wertschöpfung wieder von den großen Cloud-Anbietern hin zu etablierten Softwareherstellern verlagern. Anbieter von Branchenlösungen können KI-Funktionen direkt in ihre bestehenden Produkte integrieren und gleichzeitig Datenschutzanforderungen leichter erfüllen.

Die Cloud bleibt unverzichtbar

Trotz dieser Entwicklung wird die Cloud nichtüberflüssig. Das Training neuer Sprachmodelle erfordert weiterhin enorme Rechenkapazitäten und wird auch künftig in großen Rechenzentren stattfinden. Dort entstehen die Modelle, bevor sie auf Endgeräte ausgeliefert werden können.

Verändern dürfte sich jedoch vor allem der sogenannte Inference-Prozess, also das Ausführen bereits trainierter Modelle. Diese Berechnungen könnten künftig deutlich häufiger direkt auf dem KI-PC erfolgen. Dadurch sinkt der Bedarf, alltägliche KI-Anfragen dauerhaft über Cloud-Infrastrukturen abzuwickeln, während sich Rechenzentren stärker auf das Entwickeln und Trainieren neuer Modelle konzentrieren.

Mit jeder neuen Chip-Generation werden zudem leistungsfähigere und gleichzeitig effizientere Systeme erwartet. Parallel entwickeln sich auch Open-Source-Modelle kontinuierlich weiter. Dadurch könnten lokale KI-Anwendungen in den kommenden Jahren für einen immer größeren Teil der Büroarbeit zur Standardausstattung werden.

Über Dr. Alexander Nichau:

Dr. Alexander Nichau ist Geschäftsführer der niologic GmbH und Experte für Künstliche Intelligenz. Seit 2015 unterstützt er Unternehmen bei der Integration von KI in bestehende Systemlandschaften und Aufbau eigener KI-Teams. Niologic zählt weltweit zu einem illustren Kreis von Google Cloud Specialized Partner for AI, also den Spezialberatungen, die von Google AI als Partner zertifiziert sind. Weitere Informationen unter: www.niologic.de.

Pressekontakt:

niologic GmbH
Vertreten durch: Dr. Alexander Nichau
E-Mail: info(at)niologic.de
Website: https://niologic.de/mission.html

Ruben Schäfer
E-Mail: redaktion(at)dcfverlag.de


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Datum: 06.08.2026 - 08:00 Uhr
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