Duale Berufsausbildung 2025: Top-Beruf bei Männern erneut Kfz-Mechatroniker, bei Frauen medizinische Fachangestellte

(ots) -
- Ausbildung zum Fachinformatiker nur noch auf Platz 4 der Top-Ausbildungsberufe bei den Männern (2024: Platz 2)
- Insgesamt 2,8 % weniger Neuverträge für duale Berufsausbildungen als im Vorjahr
- 18 % mehr Neuverträge von ausländischen Auszubildenden
Im Jahr 2025 haben 461 900 Menschen eine duale Berufsausbildung begonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen weiter mitteilt, lag bei Männern die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker auf Platz 1 der häufigsten Ausbildungsberufe mit 8 % der Neuverträge (22 300 Personen). Bei den weiblichen Auszubildenden findet sich dieser Beruf auf Platz 27; etwa 1 500 Frauen begannen 2025 eine Ausbildung zur Kraftfahrzeugmechatronikerin. Frauen wählten hingegen am häufigsten die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten (10 % oder 16 100 Personen), am zweithäufigsten die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement (9 % oder 14 900). Auf Platz 3 lag die Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten mit 8 % oder 13 400 Auszubildenden.
Auf Platz 2 und 3 bei den Männern lagen die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 13 900 beziehungsweise 5 % der Neuverträge, dicht gefolgt von der Ausbildung zum Elektroniker mit 13 800 (5 %) Neuverträgen. Bei Männern findet sich der bei Frauen beliebteste Ausbildungsberuf zum beziehungsweise zur medizinischen Fachangestellten nicht unter den 50 häufigsten Berufen. Die Reihenfolge der drei häufigsten Ausbildungsberufe blieb bei den Frauen unverändert gegenüber dem Vorjahr. Auffällig bei den Männern ist, dass die Ausbildung zum Fachinformatiker2025 nur noch auf Platz 4 liegt (-2 300 Verträge; 2024: Platz 2). Dadurch stieg die Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik auf Platz 2 (+100 Verträge).
Insgesamt 2,8 % weniger Neuverträge als im Vorjahr - Anstieg bei den ausländischen Auszubildenden
Insgesamt ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 2,8 % oder 13 100 gesunken. Bereits im Jahr 2024 war die Zahl um 1,0 % zurückgegangen. Auffällig ist, dass die Zahl der deutschen Auszubildenden um 6 % oder 25 600 sank, während die der Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit um 18 % oder 12 400 Personen stieg. Insgesamt befanden sich zum 31. Dezember 2025 deutschlandweit 1 211 800 Personen in einer dualen Berufsausbildung. Das waren 6 100 Personen beziehungsweise 0,5 % weniger als 2024.
Zum 31. Dezember 2025 befanden sich die meisten Auszubildenden in einer Ausbildung im Bereich Industrie und Handel (676 600 oder 56 %), gefolgt vom Handwerk mit 345 700 (29 %). Darauf folgten die freien Berufe mit 112 900 oder 9 % der Auszubildenden sowie deröffentliche Dienst mit 42 100 (3 %), Landwirtschaft mit 31 400 (2,6 %) und der Bereich Hauswirtschaft mit 0,3 % oder 3 200 Auszubildenden.
Erneuter Anstieg bei Neuverträgen von Auszubildenden mit ukrainischer Staatsangehörigkeit
Die Zahl ausländischer Personen, die eine duale Berufsausbildung begannen, lag 2025 um 18 % höher als 2024. Wie schon im Vorjahr lässt sich hierbei ein Anstieg bei Personen mit ukrainischer (+64 % auf 9 500), und vietnamesischer (+36 % auf 9 600) Staatsangehörigkeit feststellen. Zuwächse gab es auch bei Personen mit türkischer oder afghanischer Staatsangehörigkeit mit +48 % beziehungsweise +47 %.
Auch langfristig zeigt sich ein deutlicher Anstieg bei den Neuverträgen von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Insgesamt hat sich hier die Zahl der Neuverträge in zehn Jahren mehr als verdoppelt. 2015 wurden knapp 38 800 Neuverträge von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gemeldet, im Jahr 2025 waren es 82 400. Eher selten finden sichPersonen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in den Bereichen öffentlicher Dienst, Landwirtschaft oder Hauswirtschaft. Anteilig an allen ausländischen Auszubildenden mit Neuvertrag umfassen diese drei Bereiche nur 1,5 % (1 200) der Auszubildenden, unter den deutschen Auszubildenden etwa 7 %(27 000). Ein deutlich größerer Anteil der ausländischen Auszubildenden findet sich im Bereich der freien Berufe mit 17 % (14 300), bei den deutschen Auszubildenden liegt der Anteil bei 8 % (30 500).
Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit wählen häufiger medizinische Berufe
Die Berufswahl von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit unterscheidet sich teilweise von denen mit deutscher Staatsangehörigkeit. Während bei den Männern bei beiden Gruppen der Kfz-Mechatroniker an erster Stelle lag, wählten Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit mit Abstand am häufigsten medizinische Ausbildungsberufe (zahnmedizinische Fachangestellte: 23 %, medizinische Fachangestellte: 11 %). Erst als dritthäufigste Wahl findet sich die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement (6 %), die bei den deutschen Frauen mit 10 % auf Platz 1 lag. Der Beruf der medizinischen Fachangestellten lag bei ihnen wiederum auf Platz 2 mit 9 %, der der Verkäuferin auf Platz 3 mit 6 %.
Methodische Hinweise:
Die Angaben entstammen der amtlichen Datenerhebung auf Grundlage des§ 88 Berufsbildungsgesetzes (BBiG) und beinhalten Daten zu Ausbildungsberufen nach dem BBiG oder der Handwerksordnung (HwO). Nicht in der Statistik erfasst sind unter anderem Berufsausbildungen an Berufsfachschulen und Schulen des Gesundheitswesens sowie Ausbildungen zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann, da diese nicht zu den dualen Berufsausbildungen nach BBiG/HwO zählen. Die Statistik kann keine Aussage dazu treffen, inwieweit sich im Jahr 2025 die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze veränderte oder wie viele offene Stellen unbesetzt blieben.
Weitere Informationen:
Ergebnisse zur Ausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann bietet die Pressemitteilung Nr. 231 vom 2. Juli 2026.
Weitere Ergebnisse zur Berufsbildungsstatistik bietet die Themenseite"Berufliche Bildung"im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Einen Gesamtüberblick über die Bildungssituation in Deutschland von der Schule über die Berufsbildung bis zur Hochschule bietet die Themenseite"Bildungsindikatoren"im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Weiterführende Informationen und vertiefende Analysen zum Ausbildungsgeschehen insgesamt stellt das Bundesinstitut für Berufsbildung zur Verfügung.
Daten und Fakten rund um das Thema Fachkräfte bündelt das Statistische Bundesamt auf einer eigenen Sonderseite (www.destatis.de/fachkraefte). Das Datenangebot umfasst die Bereiche Demografie, Erwerbstätigkeit, Bildung und Zuwanderung. Es reicht von Vorausberechnungen zur künftigen Zahl von Erwerbspersonen über Analysen zum Arbeitskräfteangebot bis hin zu Daten zu Arbeitsmigration und Ausbildungsmarkt - und wird sukzessive erweitert.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Berufsbildungsstatistik
Telefon: +49 611 75 3737
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Original-Contentvon: Statistisches Bundesamt,übermittelt durch news aktuell
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.08.2026 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2265833
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
WIESBADEN
Kategorie:
Bildung & Beruf
Dieser Fachartikel wurde bisher 1 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Duale Berufsausbildung 2025: Top-Beruf bei Männern erneut Kfz-Mechatroniker, bei Frauen medizinische Fachangestellte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Statistisches Bundesamt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




