Neue Studie: DACH-Dienstleister nutzen KI täglich, verändern ihr Geschäft aber nicht
98 % nutzen KI mindestens wöchentlich. Trotzdem bleiben Preise, Governance und Angebot fastüberall unverändert. Und der deutschsprachige Markt zögert aus anderen Gründen als der Rest der Welt.

(IINews) - Berlin, 10. Juli 2026. Professionelle Dienstleister im deutschsprachigen Raum haben KI schneller zur täglichen Gewohnheit gemacht als der globale Markt. Das Geschäft darum herum haben sie aber nicht verändert. Das ist das zentrale Ergebnis der neuen Studie"Das Paradox der KI-Adoption"von Komplyt Research, für die 61 Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen aus der DACH-Region befragt wurden. Die Ergebnisse sind an die globale Studie von SPI Research aus 2025 angelehnt.
Breit genutzt, flach eingesetzt. 98 % der befragten Unternehmen nutzen KI mindestens wöchentlich, 82 % täglich. Doch nur 57 % setzen sie in mehr als 40 % ihrer Projekte ein, und lediglich 18 % in mehr als 80 %. An der Häufigkeit gemessen wirkt die Einführung abgeschlossen, an der Einsatztiefe gemessen steht sie am Anfang.
Der Nutzen bleibt Zeitersparnis. 69 % nennen Zeitersparnis als einzigen realisierten Nutzen, deutlich mehr als die 58 % im globalen Vergleich. Zugleich rechnen 74 % faktisch unverändert ab. Wer die Arbeit automatisiert, aber weiter nach Zeit abrechnet, verschenkt jeden Effizienzgewinn an den Kunden.
Governance steht auf dem Papier. 66 % haben eine formale KI-Richtlinie, 62 % berichten trotzdem von verbreiteter Schatten-KI, 31 % sogar von sehr häufiger. Zehn Unternehmen haben beides zugleich: eine Richtlinie und eine Belegschaft, die an ihr vorbeiarbeitet.
Der Signatur-Befund: eine umgekehrte Rangfolge. Weltweit bremst Unternehmen laut SPI vor allem die Datenqualität. In DACH ist es umgekehrt: Datenschutz und Sicherheit führen mit 74 %, vor der Datenqualität mit 54 %. Vor dem Hintergrund von DSGVO und EU-KI-Verordnung ist das kein technisches Zögern, sondern eine Frage von Regulierung und Vertrauen, die prägt, wie der ganze Markt KI einkauft, einsetzt und steuert.
_"Die Debatte, ob Firmen KI nutzen, ist vorbei. Die eigentliche Frage ist, ob sie das Geschäft darum herum verändern: Einsatztiefe, Preise, Governance. Bisher tun sie es nicht. Genau in dieser Lücke entscheidet sich, wer aus der Gewohnheit einen Vorteil macht."_
- Tilman Mürle, Komplyt
Was den Einsatz vertiefen würde, benennen die Unternehmen selbst: bessere Datenschutzgarantien der Anbieter (56 %), Tools, die mit den eigenen Daten und Systemen laufen (41 %), und klarere regulatorische Rahmenbedingungen (36 %). Belege dafür, dass KI funktioniert, oder Kundennachfrage stehen ganz unten. Es ist ein lösbares Problem, und es liegt auf der Angebotsseite.
Die vollständige Studie (15 Seiten) ist auf Anfrage verfügbar oder unterhttps://www.kompl.yt/campaigns/adoption-paradox?locale=de.
_Zur Methodik: Eigene Befragung von 61 Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen im DACH-Raum, erhoben vom 26. Mai bis 14. Juni 2026. Selbstselektierte, KI-aktive Stichprobe; die Zahlen zeigen eine Richtung aus einem engagierten Segment, nicht die Verbreitung im Gesamtmarkt._
Themen in diesem Fachartikel:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Komplyt ist die Governance- und Orchestrierungsschicht für professionelle Dienstleister. Im Kern steht ein gesteuerter, unternehmensweiter Wissensgraph, der erfasst, wie ein Unternehmen arbeitet, und die KI-Nutzung innerhalb der Daten-, Richtlinien- und Compliance-Grenzen dieses Unternehmens hält, während die Arbeitüber Menschen, Werkzeuge und Projekte wandert.
Wisbyer Straße 6, 10439 Berlin
Datum: 05.08.2026 - 15:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2265784
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Tilman Mürle
Stadt:
Berlin
Telefon: 015162828582
Kategorie:
Dieser Fachartikel wurde bisher 4 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Neue Studie: DACH-Dienstleister nutzen KI täglich, verändern ihr Geschäft aber nicht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Komplyt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).



