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DR Kongo: Mehr als 180 Kinder an Ebola gestorben - Tausende benötigen psychologische Betreuung

ID: 2263638

(ots) - Beim aktuellen Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind bislang mindestens 189 Kinder gestorben. Das sind mehr als 20 Prozent der bestätigten Todesfälle. Tausende weitere leben in Angst und benötigen psychologische Betreuung, nachdem sie Angehörige verloren haben. Für Kinder, die bereits durch die Kämpfe im Ostkongo vertrieben wurden, hat der Ausbruch eine zweite Krise ausgelöst.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben sich 476 Kinder nachweislich mit der Krankheit infiziert. Es wird vermutet, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist. Kinder in betroffenen Gemeinden tragen eine enorme emotionale Last. Ohne angemessene Unterstützung kann dies dauerhafte Folgen für ihre kognitive Entwicklung, ihr emotionales Wohlbefinden sowie ihre langfristige körperliche und psychische Gesundheit haben.

Mitarbeitende von Save the Children in Ituri, dem Epizentrum des Ausbruchs, berichten, dass die Krankheit das Verhalten einiger Kinder verändert habe. Viele meiden nun engen Kontakt und halten Abstand zu anderen. Die Kinderrechtsorganisation bietet in über 18 Schutz- und Spielräumen sichere Orte, in denen Kinder durch Spiele, Kunst, Entspannungsübungen und angeleitete Gespräche dabei unterstützt werden, schwierige Erlebnisse zu verarbeiten, Resilienz aufzubauen und wieder Kontakt zu Gleichaltrigen zu knüpfen. Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle sowie verstärkte Hygiene- und Abstandsregeln werden in den mobilen und stationären Schutz- und Spielräumen beachtet. Mehr als 4.000 Kinder erhalten hier bislang psychologische und psychosoziale Betreuung von Save the Children.

"Viele Kinder haben Gewalt erlebt und aufgrund des Ebola-Ausbruchs Angehörige verloren oder wiederholte Vertreibungen durchlebt", sagt Dr. Babou Rukengeza, Leiter der Ebola-Nothilfe von Save the Children in der DR Kongo."Unsere Schutz- und Spielräume bieten ihnen ein sicheres Umfeld, in dem sie sich ausdrücken, ihr Selbstvertrauen zurückbekommen und einfach wieder Kinder sein können. Kinder zeigen eine natürliche Fähigkeit, Belastungen gut zu verarbeiten, dennoch ist eine sozial-emotionale und einfühlsame Betreuung durch eine feste Bezugsperson entscheidend."





Es wird erwartet, dass weitere Kinder vorübergehend außerhalb ihrer Familien betreut werden müssen, nachdem sie aufgrund erkrankter oder verstorbener Familienmitglieder von ihren Bezugspersonen getrennt wurden. Viele Familien machen sich auch Sorgen, ob ihre Kinder im September in die Schule zurückkehren können, da immer wieder neue Ebola-Fälle auftreten.

Angesichts der anhaltenden Ausbreitung fordert Save the Children die internationale Gemeinschaft auf, die Mittel für Kinderschutz sowie für medizinische, psychologische und psychosoziale Unterstützung bedarfsgerecht aufzustocken.

Save the Children arbeitet seit 1994 in der Demokratischen Republik Kongo und kooperiert mit 13 lokalen Organisationen sowie internationalen Partnern und staatlichen Stellen, um Kindern und ihren Familien lebensrettende Hilfe in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung, Kinderschutz sowie Wasser-, Sanitär- und Hygienedienste bereitzustellen.

Über Save the Children

Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit über 100 Jahren.

Pressekontakt:

Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle
Tel.: +49 (0)30 - 27 59 59 79 - 226
Mail: presse(at)savethechildren.de


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Datum: 22.07.2026 - 16:03 Uhr
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Kategorie:

Gesundheit & Medizin



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