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Welthungerhilfe stellt Jahresbericht 2025 vor / Erfolgreiche Ansätze bei derÜberwindung von Hunger dürfen nicht durch Kürzungen gefährdet werden

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(ots) - Die Welt steht vor einer doppelten Herausforderung: Während Kriege, wie etwa im Sudan oder Nahen Osten, Klimakrise und wirtschaftliche Unsicherheiten den Hunger weiter antreiben, gehen die Mittel für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit weltweit zurück. Die Zahl der Hungernden bleibt mit 673 Millionen Menschen auf einem hohen Niveau. Der Jahresbericht 2025 der Welthungerhilfe zeigt, dass nachhaltige Veränderungen möglich sind, wenn Menschen vor Ort gestärkt, lokale Strukturen aufgebaut und langfristig in nachhaltige Ernährungssysteme investiert wird. Gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort unterstützte die Welthungerhilfe 19,1 Millionen Menschen in 37 Ländern. Vor diesem Hintergrund warnt sie davor, diese Erfolge durch die Kürzungen im Bundeshaushalt aufs Spiel zu setzen.

"Die Rahmenbedingungen werden weltweit immer schwieriger und die Bundesregierung setzt mit den weiteren Kürzungen das falsche Signal. Überlebenswichtige Investitionen in Ernährungssicherheit und Krisenprävention gehen weiter zurück. Die Welt braucht deshalb mehr Solidarität. Internationale Zusammenarbeit ist eine Investition in Frieden, Stabilität und gemeinsame Sicherheit. In einer Welt voller Krisen dürfen erfolgreiche Ansätze nicht zurückgefahren werden. Wer heute in die Überwindung von Hunger und Armut investiert, verhindert die Krisen von morgen", betont Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe.

Der Bericht zeigt, wie viel Menschen erreichen können, wenn sie die richtigen Chancen und verlässliche Partner an ihrer Seite haben."Wir erleben, wie viel Wissen, Kreativität und Eigeninitiative in den Gemeinden vorhanden sind", sagt Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe."Unsere Aufgabe ist es, die Menschen dabei zu unterstützen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Genau dort entstehen Lösungen, mit denen Hunger dauerhaft überwunden werden kann. Dazu gehören auch neue Wege: Wir investieren in Innovationen für nachhaltige Ernährungssysteme und bauen internationale Partnerschaften mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik aus, um erfolgreiche Lösungen schneller zu verbreiten."





In den vergangenen Jahren wurden landwirtschaftliche Apps und digitale Marktplätze für Agrarprodukte für kleinbäuerliche Familien entwickelt. Gleichzeitig engagiert sich die Welthungerhilfe seit 2017 in sozialen Unternehmen, die die Ernährungslage in ländlichen Regionen verbessern, Arbeitsplätze schaffen und auch Rendite erwirtschaften. Programme sind besonders erfolgreich, wenn Landwirtschaft, Ernährung, Wasser, Bildungund wirtschaftliche Entwicklung eng miteinander verzahnt sind. Gemeinsam mit 327 Partnerorganisationen vor Ort entwickelt die Welthungerhilfe Lösungen, die Menschen dauerhaft neue Perspektiven eröffnen und Gemeinden widerstandsfähiger machen.

Im Jahr 2025 konnte die Welthungerhilfe 348,3 Millionen Euro für die Projektarbeit zur Überwindung von Hunger und Armut einsetzen. Spenderinnen und Spender haben der Welthungerhilfe 101,5 Millionen Euro anvertraut. 293 Millionen Euro wurden aus Mitteln öffentlicher Geber eingesetzt. Der Anteil aus deutschen Bundesmitteln machte davon erneut einen wichtigen Teil aus, der größte Einzelgeber war das Welternährungsprogramm mit 75 Millionen Euro, gefolgt vom Auswärtigen Amt mit 68,2 Millionen Euro und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit 60,6 Millionen Euro. Die höchsten Projektförderungengingen an den Südsudan, Sudan und die Ukraine.

Weitere Informationen auch unter www.welthungerhilfe.de/presse

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 13.424 Auslandsprojekte in rund 72 Ländern und Gebieten mit 5,76 Milliarden Eurogefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Pressekontakt:

Herausgeber:
Deutsche Welthungerhilfe e.V.

Ansprechpartnerinnen:
Simone Pott
Pressesprecherin
Telefon 0228-2288-132
Mobil 0172-2525962
simone.pott(at)welthungerhilfe.de

Assistenz: Isabell Kaluza
Telefon 030-288749-34
presse(at)welthungerhilfe.de

www.welthungerhilfe.de


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