Coolcation in Kärnten: 10 Orte zum Abkühlen an heißen Tagen

(ots) - Wenn die Temperaturen wie derzeit in die Höhe steigen, wächst das Bedürfnis nach Erfrischung, und das am liebsten mitten in der Natur. Kärnten, das südlichste Bundesland Österreichs, bietet nicht nur Badeseen mit Trinkwasserqualität, sondern auch viele „coole“ Rückzugsorte: in der Höhe, am Wasser, im Berginneren oder tief in der Schlucht. Hier sind zehn Tipps für Ausflüge, die selbst heiße Sommertage angenehm erfrischend machen.
1. Panoramastraßen mit frischer Bergluft
Wer der Hitze im Tal entkommen möchte, fährt in Kärnten einfach bergauf, entlang einer der vielen Panoramastraßen des Landes. Auf der Großglockner Hochalpenstraße eröffnet sich eine eindrucksvolle Hochgebirgslandschaft mit Blick auf den Großglockner, mit 3.798 m der höchste Berg Österreichs. Besondersschön ist die Aussicht von der Kaiser Franz-Josefs-Höhe aus. Die Malta Hochalmstraße führt durch wilde Talschluchten bis zur Kölnbreinsperre – der höchsten Staumauer Österreichs. Ein Highlight ist der Sky Walk, der zu schwindelfreien Ausblicken über das Tal einlädt.Die Nockalmstraße windet sich durch sanfte, runde Bergrücken mitten durch den UNESCO-Biosphärenpark Nockberge. Ebenfalls eine Fahrt wert sind die Gerlitzen Panoramastraße, die Villacher Alpenstraße sowie mehrere Passstraßen, die frische Höhenluft mit eindrucksvollen Weitblickenverbinden.
2. Wandern im Hochgebirge aufüber 2.500 Meter
Je höher man steigt, desto kühler wird die Luft, ein einfacher Effekt mit großer Wirkung an heißen Tagen. Kärntens nördliche Gebirgsformationen bieten ideale Bedingungen für ausgedehnte Wandertouren jenseits der 2.500-Meter-Marke. Am Mölltaler Gletscher führt die Seilbahn hinauf auf 2.235 Meter Seehöhe, von wo aus alpine Touren auf gut markierten Wegen möglich sind. Auch der Ankogel, einer der höchsten Berge der Nationalpark Region Hohen Tauern, bietet eindrucksvolle Höhenwanderungen mit Blick auf vergletscherte Kare und schroffe Grate.
3. Bergseen und wilde Wasser
Wer Abkühlung sucht, findet sie in Kärntens hoch gelegenen Bergseen, oft fernab von Trubel und eingebettet in stille Naturlandschaften. Das Wasser ist glasklar, die Luft frisch und der See oft nur zu Fuß erreichbar. Der Wolayer See im Lesachtal liegt direkt an der Grenze zu Italien, eingerahmt vonmarkanten Felswänden und ist ein lohnendes Ziel für geübte Wandernde mit prächtiger Kulisse inmitten der Karnischen Alpen. Der Zollnersee, auf der gleichnamigen Alm, bietet eine sanftere Variante und ist mit einer Almwanderung gut kombinierbar. Auch der Turracher See in 1.800 m Höheoder der Falkertsee bei Bad Kleinkirchheim versprechen Schritt für Schritt Erfrischung.
4. Schluchten und Klammen– wo das Wasser den Weg weist
Zwischen steilen Felswänden und schattigen Wäldern sorgen Schluchten und Klammen für spürbare Erholung an heißen Tagen und sind oft nur wenige Gehminuten vom Tal entfernt. Die Raggaschlucht bei Flattach ist gut erschlossen und führt über Stege und Stufen durch eine enge Felsschlucht mit rauschendem Wildbach. Die Groppensteinschlucht bei Obervellach kombiniert auf einzigartige Weise wilde Wasserläufe mit hervorragend angelegten Stegen, Brücken und Aussichtsplattformen. Ein besonderes Erlebnis sind die geführten Nachtwanderungen, bei denen sich die Schlucht in ein atmosphärisch beleuchtetes Naturtheater verwandelt. Die Tscheppaschlucht bei Ferlach beeindruckt mit eindrucksvoller Kulisse rund um die Teufelsbrücke und dem Tschaukofall. Eine neu errichtete Plattform – der Tschaukofinger – bietet spektakuläre Ausblicke mitten ins Fallbecken. Auch die Garnitzenklamm im Gailtal und die Barbarossaschlucht bei Mühldorf bieten „coole“ Naturerlebnisse.
5. Wandern entlang des Elements Wasser
Nicht immer muss es eine Schlucht sein: In Kärnten gibt es zahlreiche Wanderwege, die dem Wasser in sanfterem Verlauf folgen. Oft führen sie entlang von Bächen, vorbei an alten Mühlen, durch Auen oder schattige Mischwälder, ideal für Familien. Der Schluchtweg Millstatt bietet eine kurzweilige Rundtour mit kühler Waldpassage. Der Mühlenweg in Radenthein verbindet historische Mühlenstandorte mit Wassererlebnisstationen. Der Wasserweg Liebenfels führt entlang kleiner Wasserläufe durch abwechslungsreiches Gelände. Anschließend lohnt sich hier übrigens eine Einkehr beim Esskulturwirt „Die Zechnerin“ – mit Kärntner Spezialitäten, lauschiger Terrasse und weitem Blick über Mittelkärnten. Ein Naturerlebnis bieten die Tiebelquellen bei Feldkirchen – glasklar und faszinierend in ihrer Form. Weitere empfehlenswerte Wege: die Granatschlucht bei Radenthein oder der Schluchtweg Ossiach am Südufer des Ossiacher Sees.
6. Wo Wasser fällt und Frische aufsteigt
Wasserfälle sorgen nicht nur für beeindruckende Naturmomente, sondern auch für spürbare Abkühlung. Der feine Wassernebel, schattige Waldwege und das konstante Rauschen schaffen ein frisches Mikroklima – fast wie eine natürliche Klimaanlage. Der Fallbach-Wasserfall im Maltatal zählt mit 220 Metern Fallhöhe zu den höchsten in Kärnten. Ein familienfreundlicher Weg mit Wasser Erlebnispark führt direkt zum Fuße des Wasserfalls. Der Jungfernsprung bei Heiligenblut ist Teil des Nationalparks Hohe Tauern und fällt über Felsstufen in eine tiefe Schlucht – gut eingebunden in eine Rundwanderung mit Ausblick auf den Großglockner. Die Finsterbach Wasserfälle in Sattendorf sind schnell und einfach zu erreichen und ideal für eine spontane Erfrischung am Nachmittag. Inmitten eines idyllischen Buchenwaldes am Fuße der Karawanken rauscht der Wildensteiner Wasserfall bei Gallizien in Südkärnten ins Tal. Magisch ist dort die Morgenstimmung, wenn das erste Sonnenlicht das Wasser in allen Farben schimmern lässt.
7. Tropfsteinhöhlen – natürliche Kühle unter der Erde
Für alle, die Abkühlung mit Naturwunder verbinden wollen, bieten Kärntens Tropfsteinhöhlen ideale Bedingungen. Die Obir Tropfsteinhöhlen bei Bad Eisenkappel zählen zu den beeindruckendsten Schauhöhlen Österreichs. Auf einer geführten Tour geht es durch ein weit verzweigtesHöhlensystem mit Tropfsteinformationen, Lichteffekten und unterirdischen Wasserläufen. Die Tropfsteinhöhle Griffen liegt direkt unter der gleichnamigen, historischen Burgruine und ist in rund 20 Minuten vollständig begehbar – ein ideales Ziel für Familien mit Kindern oder alle, die auf kleinem Raum großes Staunen erleben möchten.
8. Mit der Grubenbahn in den Berg
In Terra Mystica in Bad Bleiberg tauchen Besucher:innen in die Welt des historischen Bergbaus ein. Mit der längsten unterirdischen Bergwerksrutsche Europas und einer Fahrt mit der Grubenbahn beginnt eine Erlebnistour durch ein ehemaliges Schaubergwerk. Mehrere Stationen vermitteln Wissenswertes über das Leben und Arbeiten unter Tage– in einer Umgebung mit konstant kühlen Temperaturen um die 8 °C. Ebenfalls eine Reise untertage wert, ist das Schaubergwerk in Knappenberg mit Schaustollen und Bergbaumuseum.
9. Flussabenteuer– aktiv im kühlen Nass
Auf Kärntens Flüssen wie der Möll, Gail und Drau lässt sich die Landschaft sportlich und naturnah vom Wasser aus entdecken. Die Möll, gespeist vom Gletscherschmelzwasser der Hohen Tauern, bietet ideale Bedingungen fürs Rafting – mit ruhigen Abschnitten und spritzigen Passagen. DieGail ist ein Tipp für alle, die sich beim Canyoning auf schmalen Schluchten, natürlichen Wasserrutschen und kleinen Wasserfällen fortbewegen wollen, natürlich immer begleitet von erfahrenen Guides. Auf der Drau, Kärntens größtem Fluss, geht es etwas gemächlicher zu: beim Kajakfahren, Kanupaddeln oder in Kombination mit dem Drauradweg. So wird der Tag am Wasser zur aktiven Auszeit mit Perspektiven, die man sonst selten bekommt.
10. Durch alte Stollen– mit Rad und Kanu tief in den Berg
Wohl absolut einzigartig ist es, alte Bergwerksstollen mit dem Bike oder dem Kanu zu befahren: In Mežica, direkt an der Kärntner Grenze, führen solche geführten Touren tief in das verzweigte Stollensystem eines stillgelegten Bergwerks. Mit Helm und Stirnlampe ausgerüstet, beginnt das Abenteuer: Per Rad durch jahrhundertealte Gänge, vorbei an Abbaukammern und Relikten des Bergbaus. Oder mit dem Kanu über einen unterirdischen See – mitten im Berginneren. Ein Erlebnis, das definitiv in Erinnerung bleibt. Weil es zeigt, wie faszinierend Landschaft auch im Verborgenen sein kann.
Extratipp:
Kärnten
setzt alles auf eine Karte
Kurz gesagt: Kärnten ist vollgepackt mit fantastischen Urlaubserlebnissen für Erwachsene und Kinder, die auch für Abkühlung an heißen Tagen sorgen. Und das zu familienfreundlichen Preisen: Über 100 Kärntner Ausflugsziele gratis und viele Ermäßigungen erhalten Urlauber mit der „Kärnten Card“. Details unter www.kaerntencard.at
Anreise: Kärnten ist bequem mit der Bahn erreichbar, unter anderem mit der Koralmbahn von Wien nach Klagenfurt in rund drei Stunden. Zusätzlich gibt es Flugverbindungen nach Klagenfurt, etwa direkt ab Köln sowie mehrmals täglich über Wien.
Im Medienarchiv finden Sie entsprechende Bilder für diese Kärnten-Geschichte:
https://kaernten.canto.de/b/I0E29
Weiteres Kärnten-Bildmaterial finden Sie hier: http://www.media.kaernten.at
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Datum: 25.06.2026 - 14:22 Uhr
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