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Lächeln gegen die Depression:"FaReWell"-Studie belegt Wirksamkeit von physiotherapeutischem Gesichtstraining

ID: 2258699

(ots) -
- Asklepios Chefarzt Prof. Axel Wollmer:"Einfache, selbstständig durchführbare Ergänzung zu klassischen Therapieverfahren"

Kann ein gezieltes Training der Gesichtsmuskulatur helfen, die Symptome einer Depression spürbar zu lindern? Eine neue, im renommierten Fachjournal Frontiers in Psychiatry (https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpsyt.2026.1798454) veröffentlichte Studie liefert dafür vielversprechende Belege. Das neu entwickelte physiotherapeutische Programm namens"FaReWell Depression"setzt auf die sogenannte Facial-Feedback-Hypothese: Unsere Mimik drückt Gefühle nicht nur aus, sondern meldet diese auch an das Gehirn zurück. Als Erstautor zeichnet Prof. Dr. med. M. Axel Wollmer, Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie an der Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll (https://www.asklepios.com/hamburg/nord/psychiatrie-ochsenzoll/experten/psychiatrie-und-psychotherapie-ochsenzoll/stationaere-behandlungen/psychische-erkrankungen-im-alter/) in Hamburg, für die wissenschaftliche Publikation verantwortlich. Die klinische Studie mit Patientinnen und Patienten wurde bei seinem Kooperationspartner Dr. med. Joe Hättenschwiler, Chefarztam Zentrum für Angst- und Depressionsbehandlung Zürich (ZADZ (https://www.zadz.ch)), durchgeführt.

An der randomisierten Studie nahmen 49 Patientinnen und Patienten mit einer leichten bis mittelschweren Depression teil. Nach sechs Wochen zeigte die Trainingsgruppe eine signifikante Verringerung der Depressionsschwere - gemessen auf der standardisierten Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale (MADRS) - im Vergleich zur Kontrollgruppe, die tägliche Ruheübungen absolvierte."Das Gesichtstraining bietet damit eine einfache, selbstständig durchführbare Ergänzung zu klassischen Therapieverfahren", sagt Prof. Dr. Axel Wollmer, Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie an der Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll in Hamburg."Die Studie ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mitDr. Hättenschwiler und seinem Fachteam am ZADZ, wo die praktische Umsetzung der Studie stattgefunden hat", betont Prof. Wollmer.





Das"FaReWell"-Prinzip: Muskeln entspannen, Stimmung aufhellen

Während frühere Studien bereits zeigten, dass Botox-Injektionen (https://www.mdpi.com/2072-6651/14/6/383) in die Zornesfalte die Rückmeldung negativer Emotionen an das Gehirn blockieren können, nutzt das Programm"FaReWell Depression"diesen Ansatz rein mechanisch und deshalb auch ohne Nebenwirkungen.

Das tägliche, 15-minütige Training kombiniert zwei Module:


1. Massage-Modul: Gezielte Entspannung von Muskeln, die mit negativen Emotionen verknüpft sind (z. B. im Bereich der Augenbrauen und um den Mund).
2. Krafttraining-Modul: Stärkung und Aktivierung von Muskeln, die für das Lächeln und positive Emotionen zuständig sind (z. B. die Jochbeinmuskeln in den Wangen).



Nach der erfolgreichen ersten Studie soll das innovative Programm nun weiterentwickelt und an einer größeren Zahl von Patientinnen und Patienten erprobt werden.

Gut für Hamburg

Asklepios betreibt in Hamburg sieben Kliniken, davon vier Krankenhäuser der Maximalversorgung. Dazu kommen vielfältige ambulante fachärztliche und therapeutische Angebote in den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), psychiatrischen und psychosomatischen Institutsambulanzen sowie Therapiezentren. Patient:innen profitieren bei Krankheitsbildern von der interdisziplinären Behandlung innerhalb der Asklepios Kliniken und der standortübergreifenden Zusammenarbeit der Kliniken und Einrichtungen in Altona, Barmbek, Harburg, Nord, St. Georg, Rissen und Wandsbek. Bereits seit mehr als 20 Jahren (https://gutfuerhamburg.asklepios.com/chronik/live/asklepios_chronik_20_jahre_akhh_2024/index.html) ist Asklepios ein verlässlicher Partner im Hamburger Gesundheitswesen und versorgt rund die Hälfte aller Krankenhauspatient:innen in der Hansestadt. Die intensive Zusammenarbeit von Spezialist:innen aus 28 medizinischen Disziplinen in standortübergreifenden Fachgruppen und interdisziplinären Netzwerken sichert eine besonders hohe Behandlungsqualität. Gemeinsam sorgen die unterschiedlich spezialisierten Expert:innen im Team für eine flächendeckende Spitzenmedizin für alle.

Über das Zentrum für Angst- und Depressionsbehandlung Zürich (ZADZ)

Das ZADZ ist ein schweizweit angesehenes ambulantes Psychiatriezentrum, das sich seitüber 18 Jahren für eine hochstehende ambulante Patientenversorgung einsetzt und als Weiterbildungsstätte viele Fachärzt:innen und Fachpsycholog:innen ausbildet. Sie führt jährlich ca. 45 000 Konsultationen durch und betreut über 3000 Patienten mit Diagnosen aus dem gesamten Spektrum der Psychiatrie. Das multidisziplinäre Team bestehend aus knapp 50 Psychiater:innen, Psycholog:innen und zahlreichen Komplementärtherapeuten, die sämtliche psychiatrische Erkrankungen abklären und behandeln.

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