Im Interview: Joko Winterscheidt ist neuer LEGO®Markenbotschafter

(ots) - Er ist einer der bekanntesten Entertainer Deutschlands: Joko Winterscheidt - TV-Moderator, Unternehmer und kreativer Kopf hinter mehreren Fernsehformaten.
Kürzlich gewährte er auf Instagram einen seltenen Einblick in sein Privatleben und verriet, wie er abseits der Kameras Entspannung findet: am Wohnzimmertisch mit LEGO Sets. Die Leidenschaft für die dänische Marke begleitet ihn seit seiner Kindheit - und verbindet sich heute mit seinem ausgeprägten Sinn für Ästhetik und Design.
Mit einem Post gab der Entertainer seine neue Rolle als LEGO® Markenbotschafter für Deutschland, Österreich und die Schweiz bekannt. Joko passt mit seiner"Einfach-mal-machen"-Einstellung perfekt zur kreativen DNA der LEGO Marke und räumt dabei mit so manchem Klischee auf. Schließlich bedeutet Erwachsenwerden nicht, mit dem Spielen aufzuhören - sondern es in seinem eigenen Stil weiterzuführen.
Zum Auftakt der Zusammenarbeit spricht Joko in einem Interviewüber seine berufliche Perspektive, seine persönlichen Wünsche und was LEGO Bauen für ihn bedeutet.
Warum Joko Winterscheidt neuer LEGO® Markenbotschafter ist
Er zählt zu den bekanntesten Entertainern Deutschlands. Jetzt übernimmt Joko Winterscheidt eine neue Rolle: Er wird LEGO® Markenbotschafter für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Hier erzählt er, wie er abseits der Kameras runterkommt. Denn Erwachsenwerden bedeutet für ihn nicht, mit dem Spielen aufzuhören.
Joko, du bist Unternehmer, Moderator - und seit neuestem auch LEGO® Markenbotschafter. Ganz schön viel los bei dir. Woher nimmst du die Energie?
Joko: Ich werde besser darin, mir zwischendurch auch mal Ruhe zu gönnen. Mein Beruf besteht darin, permanent Output zu generieren - raus, raus, raus mit allem, was in mir steckt, um die Menschen zu unterhalten. Damit das funktioniert, muss ich zwischendurch auftanken. Früher hätte ich das wahrscheinlich nicht so sehr gebraucht, aber mit dem Älterwerdenist das anders geworden. Ich fahre dann raus, ins Grüne, in den Wald oder in die Berge. Einfach spazieren gehen, ohne ständig jemanden zu treffen. Und die Partnerschaft mit LEGO spielt mir dabei auch in die Karten. Seit ich ein Kind bin, finde ich beim LEGO Bauen Ruhe und Konzentration. Dieses Fokussieren auf die Steine, das leise Klicken, wenn sie ineinandergreifen - das ist für mich die perfekte Entschleunigung.
Die LEGO Marke begleitet dich seit deiner Kindheit. Warum ist das so?
Joko: Nur wenige Dinge sind nie aus meinem Leben verschwunden. LEGO gehört dazu. Wenn ich ein Set an Kinder von Freundinnen und Freunden verschenke, ist ganz klar, wer es am Ende aufbaut: Ich, fast jedes Mal. Im Vergleich zu einem Puzzle fasziniert mich beim LEGO Bauen die Dreidimensionalität und die totale Freiheit. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich früher mit meinem Cousin in riesigen Plastikkisten gewühlt habe - dieses typische Geräusch, das Suchen nach dem einen Stein, bis meine Finger ganz taub wurden. Diese Begeisterung hat nie aufgehört. Vor ein paar Jahren habe ich mir den LEGO Technic Ferrari F40 schenken lassen, angefangen zu bauen und war sofort wieder voll drin. Seitdem baue ich alles, was groß ist und lange dauert - von Architecture bis Technic. Es bringt mich total runter, es ist wie ein Puzzle mit Anleitung. Dass ich heute mit LEGO zusammenarbeite, fühlt sich überhaupt nicht wie Arbeit an.
Der Fußballer Thomas Müller baut LEGO Sets, um vor dem Schlafengehen runterzukommen. Welche Rolle spielt das Bauen heute in deinem Alltag?
Joko: Für mich fängt die Faszination schon beim Stöbern nach seltenen Sets an. Die dann bei mir Zuhause wie kleine Schätze herumstehen, als gespeicherte Vorfreude! Wenn dann der perfekte Moment zum LEGO Bauen kommt, passiert, was für mich das allerschönste daran ist: Du fängst mit einem einzigen Stein an - und am Ende steht da dieses absolute Objekt der Begierde. Dabei ist völlig egal, ob die Altersempfehlung passt oder nicht, I don t care. Ob klein und niedlich oder ein riesiges Auto - vollkommen wurscht, es macht einfach wahnsinnig Bock. Und wenn der Alltag dazwischen grätscht, bleibt das Set halt mal zwei Wochen stehen. LEGO Bauen ist meine persönliche Auszeit ohne Regeln und ohne Terminkalender. I love it.
Wenn du auf die nächsten Jahre blickst: Was sind deine Wünsche und Ziele?
Joko: Das klingt jetzt vielleicht nach Klischee - aber ich wünsche mir Gesundheit. Ich gehe auf die 50 zu und merke, dass Wehwehchen kommen, von denen ich dachte, sie würden mich nie erwischen. Schulterprobleme, irgendwas mit den Beinen ... Ich hoffe, ich bleibe lange gesund, fit und beweglich!
Und beruflich gesehen?
Joko: Da habe ich tatsächlich keine großen Träume. Ich möchte einfach Zufriedenheit im Hier und Jetzt finden. In den letzten 20 Jahren ist so viel passiert und ich habe mich - von MTV bis heute - immer weiterentwickelt. Große Gedanken über die Zukunft habe ich mir dabei nie gemacht, sondern bin immer offen von einer Aufgabe zur nächsten gegangen.
Was hast du sonst noch mit demÄlterwerden über das Leben gelernt?
Joko: Eine Freundschaft kann auch bestehen, wenn man zwar nicht jeden Tag telefoniert, aber bedingungslos füreinander da ist, wenn man gebraucht wird. Ich habe leider oft nicht die Zeit, für meine Freundinnen und Freunde so da zu sein, wie ich es mir wünsche. Aber ich merke mehr und mehr, wie sehr man die gemeinsame Zeit genießen muss. Unabhängig von Freundschaft gilt: Wenn man einander zuhört und füreinander da ist, macht man schon sehr, sehr viel richtig. Und wenn man dann nicht unbedingt noch Rechtsaußen bedient, ist man wahrscheinlich einer von den Guten.
Was macht dich persönlich glücklich?
Joko: Mich macht es sehr glücklich, wenn es anderen Leuten gut geht. Ich kann viel mehr aus dem Glück anderer schöpfen, als aus meinem eigenen. Wenn ich anderen Ratschläge geben kann, die ihnen helfen, macht mich das glücklicher, als mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Außerdem glaube ich, dass es darauf ankommt, die kleinen, besonderen Momente im Alltag zu erkennen. Wenn ich zehn Cent auf dem Boden finde, freue ich mich, hebe sie auf und behalte sie.
Den Blick fürs Detail hast du auch bei deinem Äußeren: Du giltst als einer der stylischsten Moderatoren im deutschen Fernsehen. Wie hast du deinen Stil gefunden?
Joko: Das Wichtigste ist, glaube ich, ganz einfach: Man sollte sich so anziehen, wie man möchte. Wenn es anderen gefällt, schön. Wenn nicht, ist das genauso gut. Am Ende ist das nichts, worauf man sich etwas einbilden sollte. Es gibt Tage, da bin ich sehr zufrieden damit, was ich mir zusammengestellt habe. Und dann gibt es Tage, an denen ich hoffe, dass mich bloß keiner sieht.
Wo findest du Inspiration?
Joko: Ich bin ein großer Fan von Architektur - und ich finde, aus gutem Design lässt sich eine Menge lernen. Trends kommen und gehen, davon halte ich mich lieber fern. Was mich wirklich fasziniert, ist das Zeitlose: Dinge von Frank Lloyd Wright, Richard Neutra oder dem Design-Duo Eames, die vor 60 Jahren atemberaubend waren und heute noch sind. Wenn etwas so lange standhält - ästhetisch wie inhaltlich - dann ist das echte Inspiration.
Achtest du auf die architektonischen Details um dich herum?
Joko: Nicht gezielt - aber Architektur ist ja ständig präsent. Ich laufe durch eine Stadt und urteile instinktiv, welche Gebäude ich schön finde oder nicht. Wenn ich dann einen Schritt weitergehe und mich frage, was genau mir daran gefällt, fallen mir die Details auf. Manchmal ist der Mix aus Alt und Neu, wenn etwa auf einem Gründerzeitbau ein modernes Dachgeschoss aufgesetzt wurde. So eine Symbiose kann wunderschön sein, aber auch das Gegenteil. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr spricht es mich auch emotional an. Der Kanzlerbungalow in Bonn zum Beispiel - ein unfassbar schönes Gebäude, so classy,dass ich es mir heute noch bauen würde. Das ist für mich gutes Design: Es altert nicht.
Gutes Design altert nicht. Was bietet dir die LEGO Marke vor diesem Hintergrund?
Joko: Die Sets sind ein großes Versprechen. Schon das Öffnen des Kartons - das Unboxing, würde man heute sagen - hat etwas Meditatives. Ich weiß: Jetzt kommen die Teile raus, die Anleitung kommt hierhin, und dann fängt es an. Am Anfang ist es ein Karton. Am Ende steht idealerweise genau das da, was auf der Vorderseite abgebildet war. Und ja: Danach stellt man es sich als zeitloses Design-Objekt in die Wohnung.
Um etwas entstehen zu lassen - von der eigenen LEGO Kreation bis zur TV-Show - braucht es eine Idee. Woher nimmst du deine Kreativität?
Joko: Gute Frage - und ehrlich gesagt keine, die ich sicher beantworten kann. Jemand hat mir mal gesagt:"Kreativität ist wie ein Muskel, den man trainieren muss."Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt. Aber ich glaube, manchmal hat man einfach eine gute Idee, findet sie selbst gut - und kann andere damit anstecken."Wer stiehlt mir die Show?"war so eine Idee: So etwas gab es vorher nicht, und es hat funktioniert. Aber nur weil man einmal als blindes Huhn ein Korn findet, heißt das ja nicht, dass das immer so ist.
Wie erkennst du denn, ob eine Idee wirklich das Potenzial für einen Volltreffer hat?
Joko: Ich höre auf mein Bauchgefühl. Wenn das gut ist, lasse ich mich durch andere Meinungen nicht beirren. Natürlich ist nicht jede dieser Ideen dann auch wirklich ein Volltreffer. Ich schätze, einer von hundert Versuchen sitzt. Den sehen die Leute, die restlichen 99 nicht - aber die gibt es natürlich auch.
Das klingt jetzt sehr bescheiden ...
Joko: ... ist aber die Realität. Gute Ideen entstehen selten im Alleingang. Erst in der Zusammenarbeit zeigt sich, was funktioniert. Daraus entsteht Neues. Kreativität für sich alleine zu beanspruchen, finde ich schwierig. Ich liebe es, wenn alle in einem Raum sitzen, andocken können und plötzlich die Lautstärke hochgeht. Kreativität ist Teamplay.
Machst du dir manchmal Sorgen, irgendwann keine guten Ideen mehr zu haben - und dass der Erfolg nachlässt?
Joko: Mein großes Glück als Typ im Fernsehen ist: Ich habe kein Nummer-eins-Album geschrieben, bei dem ich in zwei Jahren das nächste abliefern und mich daran messen lassen muss. Wenn eine TV-Sendung einmal gut funktioniert, läuft sie meistens über einen längeren Zeitraum stabil. Natürlich gibt es irgendwann Abnutzungserscheinungen, und man muss Dinge erneuern, aber in meinem Metier ist es leichter, einen Erfolg aufrechtzuerhalten, als als Musiker den nächsten Superhit schreiben zu müssen.
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