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Geldwäscheprävention bei Krypto und virtuellen Währungen: Aktuelle Anforderungen und Praxisfragen

ID: 2257317

Die Geldwäscheprävention bei Krypto-Assets gewinnt für Finanzinstitute, Compliance-Verantwortliche und Aufsichtsbehörden zunehmend an Bedeutung. Mit der fortschreitenden Regulierung digitaler Vermögenswerte, neuen europäischen Vorgaben sowie der wachsenden Verbreitung dezentraler Finanzanwendungen entstehen komplexe Anforderungen an Risikoanalyse,Überwachungssysteme und Compliance-Prozesse. Das Intensiv-Seminar„Vertiefung: Geldwäscheprävention bei Krypto und virtuellen Währungen“beleuchtet aktuelle regulatorische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Praxis der Geldwäscheprävention im Finanzsektor.


(IINews) - Neue regulatorische Anforderungen für Krypto-Assets

Die Regulierung von Krypto-Assets befindet sich europaweit in einer Phase tiefgreifender Weiterentwicklung. Mit der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR), den neuen Vorgaben aus AMLR und AMLD6 sowie der fortschreitenden Umsetzung internationaler Standards entstehen neue Anforderungen für Unternehmen, die mit virtuellen Vermögenswerten arbeiten. Gleichzeitig werfen dezentrale Finanzanwendungen (DeFi), dezentrale autonome Organisationen (DAOs), Staking-Modelle und andere innovative Geschäftsmodelle weiterhin regulatorische Auslegungsfragen auf.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Abgrenzung zwischen Virtual Asset Service Providern (VASP) und Crypto-Asset Service Providern (CASP), den Anforderungen an Governance-Strukturen sowie den Erfahrungen aus ersten Zulassungsverfahren und Umsetzungsprojekten. Für Institute wird es zunehmend wichtiger, regulatorische Entwicklungen frühzeitig in ihre Compliance- und Risikomanagementprozesse zu integrieren.

Komplexe Risiken im Bereich Geldwäsche und Sanktionen

Mit der zunehmenden Nutzung virtueller Vermögenswerte verändern sich auch die Methoden der Geldwäsche und Sanktionsumgehung. Grenzüberschreitende Transaktionen, Self-Hosted Wallets, Privacy Coins sowie Cross-Chain-Transaktionen erschweren die Nachvollziehbarkeit von Zahlungsströmen. Hinzu kommen neue Risiken durch Mixing-Dienste, Layering-Strukturen und dezentrale Protokolle.

Aktuelle geopolitische Entwicklungen erhöhen zusätzlich die Anforderungen an die Compliance-Funktion. Insbesondere Umgehungsmodelle mit Bezug zu sanktionierten Staaten sowie indirekte Verbindungen zu sanktionierten Wallets erfordern eine vertiefte Analyse und geeignete Kontrollmaßnahmen. Die Umsetzung der Travel Rule stellt Unternehmen dabei vor operative, technische und dokumentarische Herausforderungen.

Blockchain-Forensik und Risikoanalyse in der Praxis

Ein wesentlicher Bestandteil moderner Geldwäscheprävention bei Krypto-Assets ist die Analyse von Blockchain-Daten. On-Chain-Forensik und Blockchain Analytics ermöglichen die Nachverfolgung von Transaktionsströmen und die Identifikation potenziell auffälliger Aktivitäten. Methoden wie Flow-Tracking, Clusterbildung, Adressattribution und Follow-the-Money-Analysen gewinnen daher für Compliance-Abteilungen und Ermittlungsprozesse an Bedeutung.





Darüber hinaus müssen Unternehmen komplexe Wallet-Netzwerke, DAO-Strukturen sowie Risiken aus DeFi-Anwendungen, Cross-Chain-Bridges und Layer-2-Lösungen bewerten können. Die Entwicklung risikoorientierter Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen setzt ein fundiertes Verständnis der zugrunde liegenden Technologien und Geschäftsmodelle voraus.

Inhalte des Seminars

Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:

- Aktuelle regulatorische Entwicklungen zu MiCAR, AMLR und AMLD6
- VASP- und CASP-Regulierung sowie Governance-Anforderungen
- Umsetzung der Travel Rule in komplexen Anwendungsfällen
- Risikoanalyse bei virtuellen Vermögenswerten und Kryptotransaktionen
- Sanktionen und aktuelle Typologien der Sanktionsumgehung
- Blockchain-Forensik, Flow-Tracking und Blockchain Analytics
- Analyse von DeFi-Strukturen, DAOs und Cross-Chain-Transaktionen
- Verdachtsmeldungen und interne Untersuchungen im Krypto-Umfeld
- Erfahrungen aus Sonderprüfungen, Revisionen und Remediation-Projekten
- Praxisbeispiele zu Ransomware, Betrugsmodellen und KI-gestützten Manipulationsmethoden

Für welche Zielgruppen das Thema relevant ist

Die Anforderungen an die Geldwäscheprävention bei Krypto-Assets betreffen zahlreiche Funktionen innerhalb von Finanzinstituten und anderen regulierten Unternehmen. Besonders relevant ist das Thema für Geldwäschebeauftragte, Mitarbeitende aus den Bereichen Geldwäscheprävention, Compliance, Revision, Rechtsabteilung und Beauftragtenwesen. Darüber hinaus richtet sich die Veranstaltung an alle Fachkräfte, die sich mit regulatorischen Fragestellungen rund um virtuelle Vermögenswerte und digitale Finanzdienstleistungen beschäftigen.

Referenten

Jan-Eric Dippel ist Managing Director und verantwortet Beratungsprojekte in den Bereichen Regulierung, Geldwäscheprävention, Compliance und digitale Technologien. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf Blockchain-Technologien, Krypto-Verwahrung und regulatorischen Fragestellungen im Finanzsektor.

Johann-Alexander Klöpper ist Manager im Bereich Regulatory&Compliance bei der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Seine Tätigkeitsschwerpunkte umfassen Anti-Money-Laundering, Kapitalmarkt-Compliance sowie regulatorische Fragestellungen rund um Digital Assets, Blockchain-Technologien und digitale Finanzmärkte.

Das Intensiv-Seminar„Vertiefung: Geldwäscheprävention bei Krypto und virtuellen Währungen“ findet am 29. September 2026 als Online-Veranstaltung statt.


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Datum: 16.06.2026 - 14:48 Uhr
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Kategorie:

Banken und Versicherungen


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Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 16.06.2026

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