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Considerate Pouchers begrüßt Debatteüber Jugendschutz - fordert jedoch Regulierung statt Verbot

ID: 2257058

(ots) - Initiative kritisiert rechtliche Grauzone für Nikotinbeutel und plädiert stattdessen für Zulassung kontrollierter Produkte zum Handel und Verbot des Verkaufs an Minderjährige.

Die Verbraucherinitiative Considerate Pouchers begrüßt die aktuelle Debatte der Gesundheitsministerkonferenz über den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Nikotinprodukten. Anlass ist ein Vorstoß des Landes Hessen, das sich für strengere Regelungen bei E-Zigaretten und tabakfreien Nikotinbeuteln einsetzt.

Aus Sicht von Considerate Pouchers ist das Ziel richtig: Jugendliche und Verbraucher müssen vor unkontrollierten Produkten geschützt werden. Eine Regulierung wäre jedoch aus Sicht der Initiative besser, um dieses Ziel zu erreichen, als ein Verbot. Derzeit besteht bei Nikotinbeuteln eine rechtliche Grauzone: Der Verkauf ist verboten, weil sie als nikotinhaltiges Lebensmittelgelten. Der Konsum ist aber erlaubt.

"Kinder und Jugendliche müssen wirksam vor Nikotinprodukten geschützt werden. Da sind sich alle einig. Die entscheidende Frage ist jedoch, mit welchen Instrumenten dieses Ziel am besten erreicht werden kann", erklärt Juan Rafael Taborcía, Global Spokesperson von Considerate Pouchers.

Die aktuelle Situation in Deutschland schaffe keine Kontrolle, sondern Unsicherheit, so Taborcía weiter. Marktaufsicht, Alterskontrollen und Verbraucherschutz fänden nicht statt. Auch das hessische Gesundheitsministerium weise auf Vollzugsprobleme wegen der rechtlichen Einordnung von Nikotin Pouches als Lebensmittelzutat hin.

"Wenn Politik und Behörden selbst feststellen, dass die bestehende Rechtslage die Marktüberwachung erschwert, sollte die Antwort nicht ein pauschales Verbot sein, sondern eine sachgerechte Regulierung. Nur ein regulierter Markt ermöglicht verbindliche Alterskontrollen, Qualitätsstandards, Inhaltsstoffvorgaben und eine wirksame Kontrolle durch die Behörden", erklärt Taborcía.

Nach Auffassung der Verbraucherinitiative würde ein Verbot die Nachfrage nach Nikotin Pouches nicht beseitigen. Vielmehr bestünde die Gefahr, dass sich der Markt weiter in unkontrollierte Vertriebswege verlagere. Dies würde weder den Jugendschutz stärken noch die Sicherheit erwachsener Konsumentinnen und Konsumenten verbessern.





Considerate Pouchers fordert deshalb die Aufnahme tabakfreier Nikotin Pouches in einen klaren gesetzlichen Regulierungsrahmen mit:


- einer verbindlichen Altersgrenze von 18 Jahren,
- klaren Inhaltsstoff- und Nikotingrenzen,
- Qualitäts- und Kennzeichnungsstandards,
- kontrollierten Vertriebswegen,
- wirksamer Marktaufsicht und
- einer transparenten Besteuerung.

"Andere europäische Länder zeigen bereits, dass Regulierung und Jugendschutz keine Gegensätze sind. Österreich hat erst kürzlich einen umfassenden Rechtsrahmen eingeführt. Dort werden Altersgrenzen, Produktstandards und staatliche Kontrolle miteinander verbunden. Ein solcher Ansatz bietet mehrSchutz als eine Grauzone", erklärt Taborcía.

Die Initiative appelliert daher an Bund und Länder, die laufende Debatte zu nutzen, um zeitnah eine rechtssichere Regelung für Nikotin Pouches in Deutschland zu schaffen.

"Wer Kinder und Jugendliche schützen will, muss regulieren, kontrollieren und die Marktordnung durchsetzen. Jugend- und Verbraucherschutz werden nicht durch Grauzonen und Verbote gestärkt, sondern durch Transparenz, Standards und eine wirksame Aufsicht", so Taborcía.

Über Considerate Pouchers

Considerate Pouchers ist eine internationale Verbraucherinitiative, die sich für eine evidenzbasierte Regulierung tabakfreier Nikotinbeutel einsetzt. Ziel ist ein rechtssicherer Rahmen, der Jugendschutz, Verbraucherschutz, Qualitätsstandards und kontrollierte Vertriebswege miteinander verbindet.

Pressekontakt:

Juan Rafael Taborcía
Global Spokesperson, Considerate Pouchers
juan(at)consideratepouchers.org


Original-Contentvon: Considerate Pouchers,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 15.06.2026 - 10:00 Uhr
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Kategorie:

Gesundheit & Medizin



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