KfW Research: Gartenbesitzer in Deutschland setzen sich vermehrt für Erhalt der Artenvielfalt ein

(ots) -
- Veröffentlichung exklusiver Zahlen anlässlich des"Tag des Gartens"am 14. Juni
- 93 Prozent aller Privathaushalte, die einen Garten besitzen, verzichten auf Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngern
- 82 Prozent platzieren Nisthilfen oder Futterstellen in ihrem Garten
- 60 Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen einen Garten
Die Menschen in Deutschland bemühen sich verstärkt um den Erhalt der Artenvielfalt in ihren Gärten. 93 Prozent aller Privathaushalte, die einen Garten besitzen, verzichten laut eigenen Angaben auf den Einsatz von Pestiziden und synthetischen Düngern. 79 Prozent der Haushalte suchen bewusst Pflanzen aus, die Nahrung für heimische Vögel liefern. Außerdem vermeiden 81 Prozent der Haushalte gebietsfremde Pflanzenarten, die invasiv werden könnten. 82 Prozent platzieren Nisthilfen oder Futterstellen in ihren Gärten. Fast jeder zweite Haushalt mit Garten (47 Prozent) setzt alle vier genannten Maßnahmendes naturnahen Gärtnerns um.
Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Privathaushalten im Rahmen des KfW-Energiewendebarometers, die KfW Research anlässlich des"Tag des Gartens"am 14. Juni veröffentlicht hat.
"Es stimmt positiv, dass so viele Bürgerinnen und Bürger sich um artenreiche Gärten bemühen. Das kann ein wichtiges Puzzlestück für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland sein", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der KfW."Biodiversität ist ein harter ökonomischer Faktor. Denn nur eine intakte Natur stellt dauerhaft Trinkwasser, Nahrung, Medizin und fruchtbare Böden bereit und bietet Schutz vor Hitze und Überschwemmung. Etwa zwei Drittel der EU-Wertschöpfung sind abhängig von diesen Ökosystemleistungen, undihr Verlust birgt ernste Wachstums- und Inflationsrisiken."
Laut der KfW-Befragung besitzen 60 Prozent der 41 Millionen Haushalte in Deutschland einen Garten, inklusive Klein- und Schrebergärten. Dabei sind Gärten deutlich häufiger auf dem Land als in den Städten vorhanden: In Kommunen bis 5.000 Einwohnerinnen und Einwohner besitzen 77 Prozent der Haushalte einen Garten, in Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern immerhin noch 41 Prozent. Nach KfW-Hochrechnung gibt es in Deutschland etwa 17,2 Millionen Gärten mit einer Fläche von circa 7000 km2. Das sind knapp zwei Prozent der Fläche Deutschlands oder fast die Fläche der Stadt Hamburg.
Im Jahr 2015 hatte die EU-Kommission erhoben, wie viele Haushalte in Deutschland mit Garten und/oder Balkon/Terrasse sich dort für den Erhalt der Artenvielfalt engagieren. KfW Research hat 2026 ebenfalls zusätzlich zu Gartenbesitzern auch Balkon/Terrassenbesitzer befragt, um eine Vergleichsbasis zu schaffen. So verzichteten vor elf Jahren 78 Prozent der Haushalte mit Garten und/oder Balkon/Terrasse auf Pestizide oder synthetische Dünger, inzwischen sind das 89 Prozent. 51 Prozent suchten bewusst Nahrungspflanzen für Tiere aus, heute sind es 66 Prozent. Im Jahr 2015 nutzten 41 Prozent gezielt keine invasiven Pflanzenarten, 2026 waren es bereits 74 Prozent. Der Trend ist somit in allen Bereichen klar positiv.
Die Kurzstudie können Sie hier finden: Volkswirtschaft Kompakt | KfW (https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Volkswirtschaft-Kompakt/)
Die repräsentative Erhebung zum Thema"Garten"wurde im Rahmen des KfW-Energiewendebarometers durchgeführt. Sie fand vom 10.12.2025 bis 1.4.2026 statt und umfasst 1.860 der 4.370 insgesamt im KfW-Energiewendebarometer befragten Haushalte. Das KfW-Energiewendebarometer ist eine seit 2018 jährlich erscheinende Studie auf Basis einer haushaltsrepräsentativen Zufallsstichprobe von in Deutschland ansässigen privaten Haushalten. Hauptziel der Befragung ist es, herauszufinden, in welchem Umfang energiewenderelevante Technologien in den unterschiedlichen Haushalten zum Einsatz kommen. Weitere Informationen zur Struktur und Erhebung des KfW-Energiewendebarometers sind verfügbar unter: www.kfw.de/energiewendebarometer.
Die KfW setzt sich weltweit für den Erhalt der Biodiversität ein. Mehr zum Thema finden Sie hier: Wie die KfW die Biodiversität weltweit fördert | KfW (https://www.kfw.de/Internationale-Finanzierung/Briefing-Biodiv/) und bioSFer Committed to Nature: Strategisch für die Biodiversität | KfW (https://www.kfw.de/nachhaltigkeit/%C3%9Cber-die-KfW/Nachhaltigkeit/Nachhaltige-Finanzierungen/bioSFer/)
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Datum: 13.06.2026 - 10:00 Uhr
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