Mehr als ein Spiel: Warum Fußball für Millionen Kinderüber Zukunft entscheidet

(ots) - Wenn heute die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt, fiebern Millionen Menschen weltweit mit. Es geht um Tore, Titel und Emotionen. Für viele Kinder geht es beim Fußball um mehr: Für sie kann er Schutz bieten, bei der Überwindung ihrer Traumata helfen und eine andere Zukunft eröffnen. Save the Children macht vor dem Auftakt des Turniers darauf aufmerksam, dass Sport für Kinder in Krisen- und Konfliktgebieten oft einer der wenigen Orte ist, an dem sie Stabilität und Sicherheit erfahren. In einer Zeit, in der jedes fünfte Kind in Konflikten aufwächst, schaffen von Save the Children unterstützte Fußball-Programme sichere Umgebungen, in denen Kinder heilen können und wo sie unter anderem durch Fußball ein Gefühl von Kindheit zurückzugewinnen.
"Für Kinder, die in Krisen- oder Notsituationen leben, ist es eine Form des Spiels, die ihnen eine Auszeit von der harten Realität ihres Alltags bietet, eine Aktivität und einen Ort, an dem sie wieder Kontakt zu Gleichaltrigen knüpfen können, sowie ein Gefühl der Selbstwirksamkeit", sagt Arlo Kitchingman, leitender Bildungsberater bei Save the Children."Dies hilft ihnen, ihre Erfahrungen zu verarbeiten und wieder Gemeinschaft aufzubauen - wesentliche Faktoren, um Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu finden."
In Regionen, die von Armut, Gewalt oder Vertreibung geprägt sind, kann ein einfacher Fußball den Unterschied zwischen Isolation und Gemeinschaft oder Perspektivlosigkeit und Hoffnung machen. Programme von Save the Children nutzen Fußball gezielt in Kombination mit psychosozialer Unterstützung, um das Wohlbefinden von Kindern weltweit zu stärken. So etwa das"Coaching for Life"-Programm in Zusammenarbeit mit der Arsenal Foundation, das bis heute bereits 6.800 Kinder erreicht hat. Auch in den Schutz- und Spielräumen von Save the Children, unter anderem in Geflüchtetencamps, wird viel Fußball gespielt - zum Beispiel von dem 11-jährigen Ahmad* aus dem Gazastreifen, der heute in Ägypten lebt. 2023 wurde sein Zuhause zerstört, wobei er beide Eltern und zwei Geschwister verlor sowie selbst durch Granatsplitter verletzt wurde. Beim Fußball spielen lächelt er. Die Fußballprogramme von Save the Children beschränken sich jedoch nicht nur auf Krisensituationen. Im Programm"Play to Thrive"in Hongkong wird Fußball an über 30 Grundschulen genutzt, um die emotionale Selbstregulation von Kindern zu stärken. Das ist besonders wichtig, da der hohe Leistungsdruck dort bei etwa einem Viertel der Kinder und Jugendlichen zu psychischen Problemen führt.
Gerade in Zeiten multipler Krisen wächst der Druck auf Kinder weltweit. Sport kann helfen, Kinder zu erreichen und sie zu stärken. Mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft appelliert Save the Children an Politik und Wirtschaft, stärker in die Förderung von Kindern zu investieren - insbesondere in sichere Spiel- undBewegungsräume, die ihre Entwicklung nachhaltig stärken.
*Name zum Schutz geändert
Über Save the Children
Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 120 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit über 100 Jahren.
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