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Die Finanzierungslücke ist Realität: Thure von Uexküll-Klinik beteiligt sich am BWKG-Aktionstag

ID: 2256494

Die Thure von Uexküll-Klinik beteiligt sich am Aktionstag der baden-württembergischen Krankenhäuser gegen die geplanten Sparmaßnahmen im Rahmen des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes


(IINews) - Die Schwarzwaldklinik war Fiktion. Die Finanzierungslücke ist Realität: Thure von Uexküll-Klinik beteiligt sich am BWKG-Aktionstag gegen das Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Glottertal, 12.06.2026:
Die Thure von Uexküll-Klinik beteiligt sich am landesweiten Aktionstag der baden württembergischen
Krankenhäuser gegen die von der Bundesregierung geplanten
Sparmaßnahmen im Rahmen des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Mitarbeitende,
Klinikleitung und Betriebsrat haben gemeinsam vor dem Haupteingang der Klinik auf die
Auswirkungen der geplanten Regelungen aufmerksam gemacht.

Symbolisch wurde der Haupteingang geschlossen. Vor dem Gebäude versammelten sich
Beschäftigte mit Schildern wie"Reale Versorgung","Keine Schauspieler"und"Reale Defizite".
Im Mittelpunkt stand ein großes Banner mit der Aufschrift:

"Die Schwarzwaldklinik war Fiktion. Die Finanzierungslücke ist Realität."

Mit der Aktion soll verdeutlicht werden, dass Gesundheitseinrichtungen bereits heute unter
erheblichem wirtschaftlichem Druck stehen."Unsere Türen müssen für Patientinnen und
Patienten offenbleiben", betont Kevin Walterschen, Geschäftsführer des gemeinnützigen
Trägers Kur + Reha GmbH."Wenn die Politik jedoch undifferenziert an der Finanzierung spart,
während gleichzeitig die Anforderungen ohne die notwendige Flexibilität steigen, wird das
zwangsläufig Folgen für die Gesundheitsversorgung haben."Besonders kritisch bewertet die
Klinik dabei die geplante Begrenzung der Vergütungsentwicklung, während Personal-, Energie und
Sachkosten kontinuierlich steigen.

Die Klinikleiterin Vicky Pfirsig ergänzt, dass die Thure von Uexküll-Klinik dabei nicht in Abrede
stellt, dass angesichts der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung
wirtschaftliche Maßnahmen und Strukturreformen erforderlich sind. Aus Sicht der Klinik
müssen diese jedoch zielgerichtet erfolgen und tatsächliche Effizienzpotenziale erschließen.




Dazu gehören insbesondere der Abbau bürokratischer Vorgaben, eine Reduzierung von
Dokumentationspflichten sowie mehr Flexibilität bei regulatorischen Anforderungen. Ebenso
sollten alle versorgungsnotwendigen Krankenhäuser unabhängig von ihrem Planungsstatus
gleichberechtigt Zugang zu Fördermitteln oder der Investitionsförderung nach dem
Krankenhausfinanzierungsgesetz erhalten. Digitale Prozesse, moderne Infrastruktur und
innovative Versorgungsmodelle können langfristig dazu beitragen, Ressourcen effizienter
einzusetzen und Kosten zu senken. Voraussetzung hierfür sind jedoch entsprechende
Investitionsmöglichkeiten.

Die Thure von Uexküll-Klinik ist ein zugelassenes psychosomatisches Vertragskrankenhaus, das
gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten behandelt und seit vielen Jahren einen
wichtigen Beitrag zur psychosomatischen Versorgung in Baden-Württemberg leistet.
Gleichzeitig erhält die Einrichtung - anders als Plankrankenhäuser - keine regulären
Investitionsmittel nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz und finanziert notwendige
Investitionen weitgehend aus eigener Kraft.

Den größten Kostenblock nehmen in der psychosomatischen Fachklinik die
Personalaufwendungen ein. Gleichzeitig gelten im therapeutischen Bereich verbindliche
Personalvorgaben, die nicht beliebig reduziert werden können. Bei einer Unterschreitung
drohen Sanktionen."Für eine qualitativ hochwertige psychosomatische Behandlung sind
ausreichend Zeit, qualifiziertes Personal und stabile therapeutische Beziehungen unerlässlich",
betont die Vorsitzende des Betriebsrats, Dorothee Gertsen."Gerade in der Psychosomatik
lassen sich Einsparungen nicht einfach durch Personalabbau erreichen, ohne die
Versorgungsqualität zu gefährden."

Die Sorge der Klinik wird auch durch aktuelle Entwicklungen im Versorgungsgeschehen gestützt.
Der Bedarf an psychiatrischen und psychosomatischen Leistungen steigt seit Jahren.
Gleichzeitig drohen durch das Beitragssatzstabilisierungsgesetz Kürzungen im ambulanten
psychotherapeutischen Bereich, welche ebenfalls auf die Versorgungsstruktur wirken. Längere
Wartezeiten auf Therapieplätze können dazu führen, dass Erkrankungen chronifizieren und
schwerere Verläufe entwickeln. Dies erhöht nicht nur den Bedarf an stationären Behandlungen,
sondern führt auch zu längeren Arbeitsunfähigkeitszeiten, mehr Krankengeldzahlungen und
einer höheren Wahrscheinlichkeit von Frühverrentungen. Kurzfristige Einsparungen können so
langfristig zu deutlich höheren Kosten für das Gesundheits- und Sozialsystem führen.

Die baden-württembergischen Krankenhäuser fordern eine verlässliche und auskömmliche
Finanzierung, die vollständige Refinanzierung tariflicher Kostensteigerungen sowie einen
konsequenten Abbau bürokratischer Belastungen. Nur so können die notwendigen
Strukturreformen gelingen, Kosten nachhaltig gesenkt und gleichzeitig eine hochwertige
Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden.

Mit ihrer Beteiligung am Aktionstag möchte die Thure von Uexküll-Klinik gemeinsam mit den
Krankenhäusern im Land ein deutliches Signal senden: Kurzfristige Einsparungen dürfen nicht
zulasten der Versorgungsstrukturen gehen, die Patientinnen und Patienten heute und in
Zukunft benötigen. Wer das Gesundheitswesen nachhaltig stärken und finanzierbar halten will,
muss Reformen aktiv gestalten, statt die vorhandenen Mittel in einem bereits angespannten
System weiter zu reduzieren.



Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die Thure von Uexküll-Klinik ist eine Fachklinik für Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie mit einer Abteilung für stationäre Akutversorgung (25 Betten), einer Tagesklinik
(12 Behandlungsplätze), einer Abteilung für Rehabilitation (25 Betten) sowie einer
Psychosomatischen Institutsambulanz.


Die Klinik arbeitet nach einem psychodynamisch ausgerichteten Konzept unter Integration verhaltenstherapeutischer, systemischer, achtsamkeitsbasierter und störungsspezifischer Elemente im multiprofessionellen Team, mit Behandlungsdauern im akutstationären Bereich von 45 Tagen, im teilstationären Setting von 21 Tagen sowie im Rehabilitationsbereich von 35 Tagen. Das Arbeitsklima ist fürsorglich kollegial und auf bestmögliche Patientinnen- und Patientenbehandlung konzentriert. Dieüberschaubare Größe ermöglicht eine persönliche Arbeitsatmosphäreüber alle Ebenen hinweg sowie bei Bedarf eine abteilungsübergreifende Weiterbildungsrotation.



Leseranfragen:

Eggstraße 8, 79117 Freiburg i. Br.



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Bereitgestellt von Benutzer: Connektar
Datum: 10.06.2026 - 16:10 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Vicky Pfirsig
Stadt:

Freiburg im Breisgau (Freiburg, Germany)


Telefon: 07684 / 90 69 100

Kategorie:

Gesundheit & Medizin



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"Die Finanzierungslücke ist Realität: Thure von Uexküll-Klinik beteiligt sich am BWKG-Aktionstag"
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