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Warum Googles Vorverlegung der PQC-Deadline auf 2029 für jedes Unternehmen ein Weckruf sein sollte

ID: 2255099

(ots) - Jiannis Papadakis, Director of Solutions Engineering bei Keyfactor

Vor kurzem hat Google seine Frist, bis wann die Migration zur Post-Quanten-Kryptografie (PQC) im Unternehmen zum Abschluss gebracht sein muss, auf das Jahr 2029 vorverlegt. Ein Paukenschlag. Liegt dieses Datum doch mehrere Jahre vor den Deadlines der offiziellen Richtlinien des NIST (2035) und den Zielvorgaben der NSA (2031). Die Begründung? Unerwartet rasche Fortschritte - sowohl bei der Quantenhardware als auch bei der Fehlerkorrektur - hätten eine Anpassung der Deadline erforderlich gemacht. Maschinen, die unsere heutige Verschlüsselung innerhalb kürzester Zeit durchbrechen können, werden uns allen - so die Experten von Google - deutlich früher als gedacht zur Verfügung stehen.

48 Prozent aller Unternehmen, das zeigen aktuelle Studien, sind hierauf aber immer noch nicht vorbereitet. 91 Prozent besitzen bislang noch nicht einmal eine formelle PQC-Roadmap.

Der beste Lösungsansatz für das Problem der Quantenmigration: die Steigerung der kryptografischen Agilität. Kryptografische Agilität ist die fundamentale Fähigkeit, die eigene IT-Infrastruktur kontinuierlich anpassen zu können; Algorithmen austauschen und Richtlinien aktualisieren zu können - ohne Anwendungen neu schreiben oder Hardware austauschen zu müssen.

Betroffenen Unternehmen werden folgende Maßnahmen dringend empfohlen:

Umfassende Transparenz herstellen: Erstellen Sie ein lückenloses Inventar aller kryptografischen Algorithmen, Zertifikate und Abhängigkeiten.

Risiken ganzheitlich bewerten: Priorisieren Sie nicht rein nach Algorithmus, sondern nach Systemkritikalität und Datenlanglebigkeit.

Kryptoagilität aufbauen: Bauen Sie Ihre Systeme so auf, dass Verschlüsselungsverfahren modular ausgetauscht werden können.

Mut zum Handeln zeigen: Die letzte große Migration von SHA-1 zu SHA-2 dauerte für viele Unternehmen im Schnitt 12 Jahre. Der PQC-Übergang wird sich noch einmal deutlich komplizierter gestalten. Handeln Sie deshalb früh und entschlossen.





Pressekontakt:

Kafka Kommunikation GmbH&Co KG
Simon Gundel
Dr. Torben Gülstorff
keyfactor(at)kafka-kommunikation.de


Original-Contentvon: Keyfactor,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 03.06.2026 - 09:00 Uhr
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