Maritimes Cluster Norddeutschland beteiligt sich an EU-Projekt SeaThrive
SeaThrive soll Projekte für alternative Kraftstoffe in der Schifffahrt zur Investitionsreife führen
(IINews) - Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) beteiligt sich am europäischen Projekt SeaThrive (Supporting Maritime Alternative Fuel Projects), das frühe Vorhaben für alternative Kraftstoffe in der Schifffahrt zur Investitionsreife führen soll. Die von Maritime CleanTech koordinierte Initiative ist im April 2026 gestartet, läuft über 30 Monate und wird mit knapp zwei Millionen Euro aus dem EU-Programm Horizon Europe gefördert. Der offizielle Projektauftakt fand am 20. und 21. Mai 2026 in Brüssel statt.
SeaThrive unterstützt Unternehmen und weitere maritime Akteur:innen dabei, Projekte im Bereich alternativer Kraftstoffe gezielt weiterzuentwickeln. Im Fokus stehen insbesondere die frühen Phasen der Projektentwicklung, in denen grundlegende Entscheidungen zu Kraftstoffwahl, Standort und Geschäftsmodell getroffen werden. Viele Vorhaben stehen in dieser Phase vor finanziellen und regulatorischen Herausforderungen.
„Mit SeaThrive schaffen wir für unsere Mitglieder einen echten Mehrwert: Wir verbinden Expertise, Netzwerke und praktische Unterstützung, um Innovationen im Bereich alternativer Kraftstoffe gezielt voranzubringen“, sagt Maria Haas, Projektmanagerin beim Maritimen Cluster Norddeutschland.
„SeaThrive zielt darauf ab, vielversprechende Kraftstoffprojekte aus einer frühen Phase der Unsicherheit hin zu investitionsreifen Entscheidungen zu führen. Dafür verbinden wir bessere Werkzeuge mit praktischer Unterstützung für die Projektentwicklung“, sagt Håvard Tvedte, Interims-CEO von Maritime CleanTech.
Das Projekt bietet praxisnahe Unterstützung durch Workshops, Schulungen, Beratungsleistungen und Matchmaking-Formate. Ziel ist es, Projektideen in finanzierungs- und umsetzungsreife Vorhaben zu überführen. Das Konsortium plant mehr als 15 Workshops in Europa, Online-Schulungen für über 10.000 Teilnehmende sowie die Unterstützung von mehr als 20 Projektvorhaben bei der Vorbereitung möglicher Förderanträge.
Ein weiterer Schwerpunkt von SeaThrive ist die Entwicklung eines Finanzanalyse-Tools für Projekte im Bereich alternativer Kraftstoffe. Dieses soll Unternehmen und Projektpartner:innen dabei unterstützen, Investitionskosten, Betriebskosten und regulatorische Anforderungen besser zu bewerten. Dadurch sollen Risiken, Kosten und wirtschaftliche Potenziale transparenter werden und fundiertere Investitionsentscheidungen ermöglicht werden.
SeaThrive bringt maritime Cluster, Forschungseinrichtungen, Industriepartner:innen und kleine sowie mittlere Unternehmen aus mehreren europäischen Ländern zusammen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit entlang der Innovationskette alternativer Kraftstoffe in Europa zu stärken. Darüber hinaus entsteht mit einem digitalen „Living Lab“ eine Plattform für den langfristigen Austausch und die Zusammenarbeit über die Projektlaufzeit hinaus.
Das Projekt wird vom norwegischen Cluster Maritime CleanTech koordiniert.
Weitere Partner:innen sind:
•Pôle Mer Méditerranée (Frankreich)
•Maritime, Aerospace, Renewable Energies Technology Cluster FVG (Italien)
•National Technical University of Athens (Griechenland)
•Mærsk Mc-Kinney Møller Center for Zero Carbon Shipping (Dänemark)
•Technische Universität Dänemark
•VTT Technical Research Centre of Finland (Finnland)
•Auxios (Norwegen)
•Epsilon International (Malta)
•Lloyd’s Register (Vereinigtes Königreich)
•Maritimes Cluster Norddeutschland (Deutschland)
Über SeaThrive
SeaThrive ist eine Coordination and Support Action im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe. Das Projekt läuft von April 2026 bis September 2028 und unterstützt die Entwicklung investitionsreifer Projekte für alternative Kraftstoffe in der Schifffahrt. Dafür stellt das Konsortium unter anderem Schulungen, Beratungsangebote, Matchmaking-Formate und Finanzanalyse-Instrumente bereit. Ziel istes, durch die Zusammenführung von Industrie, Forschung und maritimen Clustern die Zusammenarbeit zu stärken und ein nachhaltiges Ökosystem für Innovationen im Bereich emissionsarmer und emissionsfreier Kraftstoffe in Europa aufzubauen.
SeaThrive wird im Rahmen des Programms HORIZON EUROPE CL5-2025-04 gefördert.
Projektansprechpartnerin
Maria Haas, Projektmanagerin Internationales
+49 151 25260465, maria.haas(at)maritimes-cluster.de
Maritimes Cluster Norddeutschland e. V.
Wexstraße 7, 20355 Hamburg
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) ist das Netzwerk der maritimen Branche in Norddeutschland. Mitüber 350 Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik fördert das MCN den Austausch, die Zusammenarbeit und Innovation innerhalb der Branche sowie an Schnittstellen zu anderen Industrien. Durch Geschäftsstellen in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist das MCN regional präsent und bietet Akteur:innen vor Ort gezielte Unterstützung–von der Suche nach Innovationspartner:innenüber Informationen zu Förderprogrammen bis hin zur Vermittlung wertvoller Kontakte. Das MCN koordiniert Fachgruppen zu den Themen Maritime Informations- und Kommunikationstechnologien, Maritime Sicherheit, Maritimes Recht, Maritime Wirtschaft Offshore Wind, Personal und Qualifizierung, Schiffseffizienz sowie Unterwasserkommunikation.
Gegründet im Jahr 2011 als länderübergreifendes Cluster der Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, kamen 2014 Bremen und Mecklenburg-Vorpommern hinzu. Seit 2017 agiert das MCN als eingetragener Verein.
Sandra Rudel, Presse- undÖffentlichkeitsarbeit
+49 40 227019 498, sandra.rudel(at)maritimes-cluster.de
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Datum: 28.05.2026 - 12:22 Uhr
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