Der Papst wagt sich auf Neuland

(ots) - Mit seiner ersten Enzyklika wagt Papst Leo XIV. einen Schritt, den viele Kirchenleute vor ihm gemieden haben: Er geht mitten hinein in eine brandaktuelle und scheinbar weltliche Debatte. Er schreibt nicht abgehobenüber ferne Moralthemen, sondern über das, was unsere Arbeitswelt, unsere Demokratien und sogar unsere Vorstellung vom Menschen gerade umpflügt: künstliche Intelligenz, Datenmacht und digitale Ausbeutung. Der Papst schlägt einen Ton an, der politischer ist, als es vielen Theologen, Politikern und Wirtschaftsbossen lieb sein dürfte. Und doch bleibt Leo XIV. dort vage, wo er konkret werden müsste. Statt klare Grenzen zu formulieren, vertraut er zu sehr darauf, dass Politik und Industrie seine Mahnungen ernst nehmen.
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Datum: 25.05.2026 - 16:08 Uhr
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