Automatisierte Verpackungslinien&Palettierungsanlagen für Pharmaproduktion
Fallstudie zur Rückverfolgbarkeit und Prozesssicherheit von KOCH Robotersysteme

(PresseBox) - In der Pharmaproduktion läuft vieles längst hochautomatisiert – doch ausgerechnet bei der Verpackung endet die Effizienz oft noch an der Linie. Manuelle Schritte, aufwendige Dokumentation und fehleranfällige Abläufe bremsen Prozesse, die eigentlich durchgängig sicher und präzise sein sollten. Dabei entscheidet gerade der letzte Abschnitt darüber, wie sicher und reibungslos ein Produkt den Weg in die Lieferkette findet.
Die Frage lautet daher nicht mehr, ob man Verpackungsprozesse optimiert– sondern wie.
Die Antwort heißt immer häufiger: automatisiert
Anforderungen an moderne Pharma-Verpackungsanlagen: Wie automatisierte Verpackung zur Qualitätssicherung wird
Für produzierende Unternehmen im Pharma- und Medizintechnikbereich gelten besonders hohe Anforderungen: Medizinische Produkte müssen zuverlässig, hygienisch und nachvollziehbar verpackt werden. Täglich verlassen zahlreicheKartonsdie Produktionslinien– jeder einzelne korrekt verschlossen, digital erfasst und einem definierten Versandprozess zugeordnet. Fehlerfrei und ohne Lücken in der Rückverfolgung. Besonders in diesem Umfeld ist Datenkonsistenz essenziell.
Die Zielvorgaben für den Produktionsprozess lassen sich dabei auf drei wesentliche Punkte zusammenfassen:
hohe Taktleistung (bis zu 1.200 Packstücke/Stunde)
absolute Datensicherheit (MES-Integration, Barcode-Scanning)
stabiler Ablauf ohne manuelle Eingriffe als Risikofaktor
Genau vor dieser Aufgabe stand ein Hersteller mikrobiologischer Nährmedien und Laborprodukte. Verpackung,EtikettierungundPalettierungsollten neu strukturiert und für einen durchgängig sicheren, störungsfreien Betrieb ausgelegt werden.
Eine automatisierte Verpackungslinie, die alle Schritte intelligent miteinander verknüpft – mit einem klaren Ziel: ein durchgängiger, präzise abgestimmter Materialfluss bis zur fertigenPalette. Präzision sollte nicht nur im Produkt selbst sichtbar sein, sondern im gesamten Prozess.
So funktioniert der Prozess einer automatisierte Verpackungsanlage: MES-Integration als zentrales Element
Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Anlage so konzipiert, dass jeder Schritt nahtlos ineinandergreift:
Eingangsbereich - Intelligente Karton-Zuführung
Kartonsbis 20 kg werden im Drei-Schicht-Betrieb verarbeitet– bis zu 1.200 Stück pro Stunde. Zwei parallele Aufgabelinien führen dieKartonseffizient in den Förderstrang, flexibel und ohne starre Formatbindung. Das System bewältigt verschiedene Kartongrößen ohne Rüstzeiten.
Barcode- und QR-Code-Scanning - MES-Integration für Rückverfolgbarkeit
Direkt am Einlaufüberprüft ein Barcode- und QR-Code-Scanner jedes Packstück und gleicht die Daten automatisch mit dem MES-System (Manufacturing Execution System) ab. Diese Rückverfolgungsfunktion ist entscheidend für die Pharma-Regulatorik: Jedes Produkt ist von Anfang an eindeutig identifizierbar.
Verwiegung und Datenvalidierung
Im Durchlauf werden dieKartonsverwogen, und alle relevanten Informationen– Gewicht, Lieferscheinnummer und Kartontyp – werden automatisch ans MES übermittelt. Erst wenn die Rückmeldung vollständig ist und eine eindeutige Packstückkennung vorliegt, gibt das System den nächsten Schritt frei. So prüft, bestätigt und sichert der Prozess jeden einzelnenKarton– noch bevor er verschlossen undetikettiertwird. Dies ist das Kernelement der Qualitätssicherung.
Automatisches Verschließen undEtikettierung
DieKartonswerden anschließend automatisch verschlossen undetikettiert. Das Besondere: DieEtikettierungist vollständig in die Datenlogik integriert. Labels werden nur erzeugt, wenn die Identifikation eindeutig ist. Fehlerhafte oder unlesbare Codes werden automatisch ausgeschleust, ohne den Gesamtfluss zu blockieren. Dies ist kritisch für die Hygienestandards und verhindert fehlerhafte Versendungen.
Intelligente Sortierung und Lagenbild-Optimierung
Die Zuführung unterschiedlich sortierterKartonserfolgt intelligent: Ein Sortierbereich stellt sicher, dass die passendenKartonskorrekt zusammengestellt werden. Treffen identischeKartonsnicht gleichzeitig ein, werden sie zwischengelagert und ergänzt, sodass eingleichmäßiges Lagenbildentsteht– unabhängig von der Reihenfolge im Zulauf.
Thomas Theis, Vertriebsleiter bei KOCH, erklärt: „Wir wollten eine Lösung, die flexibel genug ist, um kleine Störungen frühzeitig abzufangen. Fehlerhafte Barcodes werden automatisch ausgeschleust, der Roboter greift nur, wenn alles bereit ist – so werden Unterbrechungen reduziert und die Verfügbarkeit maximiert."
Palettierroboter für 24/7-Betrieb
Bevor dieKartonsdie Anlage verlassen,übernimmt einKUKA-Palettierroboter vom Typ KUKA KR 140 R3200-2PA. Er greift zweiKartonsgleichzeitig undpalettiertsie nach einem definierten Muster auf Europaletten, CP1- oder Kunststoffpaletten.Leerpalettenwerden automatisch bereitgestellt, vollePalettenentnommen. Sicherheitslichtvorhänge und Schutztunnel sorgen dabei für einen sicheren 24/7-Betrieb ohne manuelle Eingriffe.
Transparenter Materialfluss und Fehlerbehandlung
Für den Produktionsalltag bedeutet das: ein durchgängiger, transparenter Materialfluss vom ersten Scan bis zur fertigenPalette, bei dem Rückverfolgbarkeit, Prozesssicherheit und Hygienestandards jederzeit gewährleistet sind. Bediener erkennen Statusmeldungen, Auftragsdaten und Prozesszustände auf einen Blick. Eingriffe sind klar geführt und Störungen eindeutig zuordenbar. Automatisierung ist hier keine Blackbox –sondern vollständig nachvollziehbar und regulatorisch dokumentierbar.
Implementierung einer maßgeschneiderten Automatisierung: Engineering-Prozess und Projektablauf bei KOCH Robotersysteme
Die Grundlage dafür, dass die Anlage im Produktionsalltag zuverlässig läuft, lieferte KOCH Robotersysteme: Sie übernahmen die komplette Entwicklung der maßgeschneiderten Automatisierungslösung.
Ingenieurleistung: Von der Planung zur Realität
KOCH lieferte das individuelleEngineeringund koordinierte sämtliche Gewerke:
Layouts wurden simuliert und optimiert
Materialflüsse analysiert und getaktet
Taktzeiten berechnet (1.200 Stück/Stunde)
Schnittstellen früh definiert und dokumentiert
Mechanik, Fördertechnik und Robotik wurden passgenau integriert
Parallel entstand die Steuerungsarchitektur inklusive SPS-Programmierung, Robotersteuerung und Visualisierung. Alle Prozessschritte sind für Bediener und Instandhaltung jederzeit nachvollziehbar – ein wesentlicher Aspekt für Pharma-Compliance.
Thomas Theis betont:„Eine solche Anlage funktioniert nur, wenn Technik, Software und Prozessverständnis zusammenspielen – und wenn man den Produktionsalltag und das Produkt genau kennt."
Montage, Inbetriebnahme und Schulung
Montage und Inbetriebnahme erfolgten praxisnah: Schritt für Schritt installiert und getestet, um den laufenden Betrieb nicht zu stören. Parallel führte KOCH praxisorientierteSchulungenfür Bediener und Instandhaltungspersonal durch:
Wartungsabläufe am realen System trainiert
Formatwechsel erlernt
Störungsbehebung praktiziert
Denn eine Anlage ist nur so gut wie das Team, das sie täglich nutzt.
Partnerschaftliche Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Die enge Zusammenarbeit zwischen Kunde und KOCH machte den entscheidenden Unterschied:
Produktionsverantwortliche waren von Anfang an in Entscheidungen eingebunden
Abstimmungen liefen schneller
Die Inbetriebnahme wurde verkürzt
Die Basis für einen langfristig stabilen Betrieb geschaffen
Auch danach blieb die Betreuung bestehen:Feinjustierungen und Optimierungenwurden gemeinsam umgesetzt. So entstand eine Anlage, die alle Anforderungen erfüllt, Herausforderungen zuverlässig meistert und den Produktionsprozess deutlich effizienter, stabiler und nachvollziehbarer gestaltet – vom ersten Scan bis zur fertigenPalette, mit ruhigem Materialfluss, klar definierten Sicherheitsbereichen und hygienegerechter Integration in die bestehende Produktionsumgebung.
Erfolgsbeispiel im Einsatz: Folgeprojekt für Petrischalen-Verpackung
Auf Basis der erfolgreichen ersten automatisierten Verpackungslinie entschied sich der Hersteller bereits für ein Folgeprojekt. Marek Alemanno, Projektleiter bei KOCH, erklärt: „Die erste Linie hat gezeigt, dass unsere Zusammenarbeit funktioniert – das Vertrauen war da, als wir über die nächste Anlage gesprochen haben."
Zweites Projekt: Automatisierte Petrischalen-Verpackung und Palettierung
Im Fokus des Folgeprojekts steht die Verpackung undPalettierungvon Petrischalen-Gebinden: Die in Folie konfektionierten Einheiten werden einzelnübernommen, über eine Dreheinheit korrekt ausgerichtet und anschließend zu Fünfergruppen vorgruppiert. Zwei spezialisierte Verpackungsroboter vom TypKUKAKR 10 R1440 setzen diese Einheiten automatisch in bereitgestellte Faltkartons ein.
Anschließend übernimmt einKUKAKR 50 R2500-Palettierroboter diePalettierungnach definiertem Muster– bei bis zu 240 Gebinden pro Stunde und maximal vier verschiedenen Ladungsträgern.
Weiterentwicklung statt Einzelkomponenten
Das Besondere: Nicht die einzelne Komponente, sondern die Weiterentwicklung des Gesamtkonzepts zählt. Erfahrungen aus der ersten Anlage flossen direkt inEngineering, Layout und Schnittstellenplanung ein, wodurch Kommunikation, Simulation und Inbetriebnahme noch gezielter umgesetzt werden konnten.
Dass der Hersteller direkt erneut auf KOCH setzte, zeigt: Vertrauen entsteht durch messbare Ergebnisse im Produktionsalltag– nicht durch Prospekte oder Versprechungen.
Automatisierung als strategischer Schritt in der Medizintechnik-Produktion
Beide Projekte zeigen deutlich: In der Medizintechnik ist Verpackung längst Teil der Produktionsstrategie – nicht nur ein logistischer Nachschritt. Rückverfolgbarkeit, Hygienestandards und Prozesssicherheit müssen ebenso konsequent gewährleistet sein wie Taktzeit und Verfügbarkeit.
Übertragbarkeit auf weitere Pharma-Produkte
Was hier für mikrobiologische Nährmedien und Petrischalen umgesetzt wurde, lässt sich auf viele weitere Pharma- und Medizintechnik-Produkte übertragen:
Laborchemikalien und Reagenzien
Sterile Verpackungen für OP-Besteck
Pharmazeutische Kleinmengen-Abfüllung
Verpackung von Implantaten und Medizingeräten
Entscheidend ist das Zusammenspiel von Prozess, Datenfluss und regulatorischem Umfeld.
Nutzen automatisierter Verpackungsanlagen für Pharma
Automatisierung steigert nicht nur die Effizienz, sondern stärkt auch:
Qualität und Fehlerquote-Reduktion
Rückverfolgbarkeit und Compliance-Sicherheit
Mitarbeitersicherheit (weniger manuelle Handgriffe)
Regulatorische Dokumentation
Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit
Engineeringals Erfolgsfaktor
Der Schlüssel liegt imEngineering: Individuelle Automatisierungslösungen müssen sich nahtlos in bestehende Produktionsumgebungen integrieren lassen. KOCH Robotersysteme setzt dabei auf maßgeschneiderte Automationskonzepte, abgestimmt auf Produkt, Umfeld und regulatorische Anforderungen – nicht auf Standardlösungen von der Stange.
Am Ende geht es nicht nur darum, dass die Ware das Werk verlässt – sondern dass sie richtig, sicher und zuverlässig ausgeliefert wird
KOCH Robotersysteme ist ein hoch spezialisiertes Roboter-Systemhaus und entwickelt effiziente und nachhaltige Automatisierungslösungen für das Abfüllen, Depalettieren, Palettieren, Kommissionieren und Verpacken aller Fabrikbereiche.
Mit einem Fokus auf fortschrittliche Technologien und kundenspezifische Anpassungen hat sich KOCH Robotersysteme als erfahrener Partner für maßgeschneiderte Anlagenkonzepte etabliert. Wir planen und realisieren flexible Robotersysteme als integrierbare Einzelsysteme oder schlüsselfertige Gesamtanlagen.
KOCH Robotersysteme ist ein hoch spezialisiertes Roboter-Systemhaus und entwickelt effiziente und nachhaltige Automatisierungslösungen für das Abfüllen, Depalettieren, Palettieren, Kommissionieren und Verpacken aller Fabrikbereiche.
Mit einem Fokus auf fortschrittliche Technologien und kundenspezifische Anpassungen hat sich KOCH Robotersysteme als erfahrener Partner für maßgeschneiderte Anlagenkonzepte etabliert. Wir planen und realisieren flexible Robotersysteme als integrierbare Einzelsysteme oder schlüsselfertige Gesamtanlagen.
Datum: 20.05.2026 - 15:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2252422
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Ansprechpartner: Marie-Theres Kohl
Stadt:
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Telefon: +4926899451154
Kategorie:
Industrietechnik
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"Automatisierte Verpackungslinien&Palettierungsanlagen für Pharmaproduktion"
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