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"nd.DerTag": Er hat Schröder gesagt - Kommentar zu Putins Vorschlag, den Altkanzler als Verhandlungsführer in Friedensgesprächen mit Russland zu benennen

ID: 2250504

(ots) - Mit nur einem Satz hat Wladimir Putin Deutschland und die Europäische Union in helle Aufregung versetzt und ihren wunden Punkt offengelegt: Er würde Altkanzler Gerhard Schröder als Verhandlungspartner für direkte Gespräche zwischen Europäern und Russland über ein Ende des Ukraine-Krieges bevorzugen, ließ Russlands Präsident die anwesenden Journalisten im Kreml wissen.

Die Ablehnung folgte prompt, und das parteiübergreifend. Von Provokation, Scheinangebot oder Täuschungsmanöver ist in der Regierung die Rede. Lediglich das BSW und Teile der SPD zeigen sich offen und wollen jede Möglichkeit nutzen, die sich bietet. Etwas anderes bleibt nach 1538 Tagen Ukraine-Krieg auch nicht übrig.

Neben derüberlebenswichtigen Unterstützung für die Ukraine hat Europa in den vergangenen vier Jahren vor allem durch diplomatische Abwesenheit geglänzt. Mit glühendem Fanatismus befasste man sich in Brüssel und Berlin lieber mit neuen Sanktionen und dem Versuch, russische Staatsgelder zu entwenden. Das Verhandeln überließ man anderen, der Türkei, arabischen Staaten und den USA. Und tanzte doch mal jemand aus der Reihe oder zog nicht mit, wurde er als Russland-Freund gebrandmarkt. Mit Diplomatie hat das wenig zu tun.

Wie schon beim US-Friedensplan im November 2025 wurden die Europäer überrumpelt und haben sich das selbst zuzuschreiben."Die Europäer kriegen es mal wieder nicht gebacken", fasste Ex-Diplomat Wolfgang Ischinger damals die Unfähigkeit der EU zusammen. Jetzt, ein halbes Jahr später, sind diese Worte noch ebenso aktuell. Spätestens mit der zunehmenden Entfremdung von Washington und dem Iran-Krieg war klar, dass die EU mehr Verantwortung übernehmen muss. Dazu gehört auch, sich abseits von Waffenlieferungen für ein Ende des Krieges in der Ukraine einzusetzen. Für die Verantwortlichen in Brüssel und Berlin war dies jedoch keine Option.

Man mag von Gerhard Schröder und seiner Beziehung zu Wladimir Putin halten, was man will. Zumindest ist er jemand, der sich in den vergangenen Jahren nicht durch russophobe Rhetorik hervorgetan hat. Und auch als Gegner oder gar Feind der Ukraine ist er bislang nicht in Erscheinung getreten.





Schröder nach Moskau zu schicken, ist kein Gesichtsverlust. Im Gegenteil ist das Risiko gering. Was soll schon passieren? Schafft es der Altkanzler nicht, einen Draht zu Putin aufzubauen, bleibt alles auf dem Stand von jetzt. Schlimmer werden kann es auf keinen Fall.

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