moVe-it startet Patientenrekrutierung / Innovationsfondsprojekt der Mobil Krankenkasse geht in die Versorgungsphaseüber

(ots) - Das Versorgungsprojekt moVe-it zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Spastik nach Schlaganfall ist in die nächste Phase gestartet. Seit dem 1. April 2026 läuft die aktive Patientenrekrutierung. Nach dem Projektbeginn im Oktober 2025 und dem erfolgreichen Aufbau aller Strukturen werden nun erstmals Patientinnen und Patienten in die neue, strukturierte Versorgung eingeschrieben. Die Mobil Krankenkasse verantwortet das Projekt als Konsortialführer; die mkk - meine krankenkasse sowie der BKK Landesverband Bayern sind als Konsortialpartner beteiligt.
"Viele Menschen mit Spastik nach einem Schlaganfall erhalten heute keine durchgängig abgestimmte Versorgung. Genau das macht moVe-it: Wir vernetzen stationäre Versorgung, Rehabilitation, ambulante Behandlung und digitale Unterstützung, um die Versorgung gezielt zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern", sagt Sandra Lo Bianco, Projektleitung bei der Mobil Krankenkasse.
Insgesamt sollen 520 Patientinnen und Patienten in 20 regionalen Clustern in das Projekt aufgenommen werden, jeweils zur Hälfte in die Interventions- und die Kontrollgruppe. Die Rekrutierungsphase ist auf zwölf Monate angelegt. Daran schließt sich eine achtmonatige Interventionsphase mit strukturierter Betreuung an. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt auf Basis ihres Wohnortes in einem cluster-randomisiertenVerfahren. So wird eine wohnortnahe Versorgung sichergestellt und gleichzeitig eine belastbare wissenschaftliche Auswertung ermöglicht.
"moVe-it verfolgt einen innovativen Ansatz und will bestehende Versorgungsstrukturen besser miteinander verzahnen. Nur wenn neue Versorgungsansätze den Praxistest bestehen, haben sie die Chance, in die Regelversorgung für alle Patientinnen und Patienten aufgenommen zu werden", sagt Kira Fischer, Referentin Versorgung und Verträge bei der mkk - meine krankenkasse.
"moVe-it zeigt, wie innovative Versorgungsansätze unter realen Bedingungen umgesetzt werden können. Gerade bei komplexen Krankheitsbildern wie Spastik nach Schlaganfall ist entscheidend, dass die Versorgung im Alltag verlässlich funktioniert und die unterschiedlichen Akteure gut zusammenarbeiten. Projekte wie dieses leisten einen wichtigen Beitrag, um Versorgung strukturiert weiterzuentwickeln", sagt Dr. Ralf Langejürgen, Vorstand des BKK Landesverbandes Bayern, der als Konsortialpartner im Projekt stellvertretend für mehr als 30 teilnehmende Betriebskrankenkassen agiert. Das Projekt wird insgesamt von einem breiten Konsortium aus Versorgungseinrichtungen, wissenschaftlichen Partnern und Verbänden getragen.
Strukturierte Versorgung mit breitem Netzwerk
Die Rekrutierung erfolgtüber ein sektorenübergreifendes Netzwerk aus sechs Studienzentren, insbesondere im Akut- und Rehabilitationsbereich, sowie niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten, Fachärztinnen und Fachärzten - vor allem aus der Neurologie - und niedergelassenen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Die vorgesehenen Einrichtungen sind aktiv eingebunden; weitere interessierte Versorger aus den entsprechenden Regionen können sich am Projekt beteiligen. moVe-it fokussiert sich auf die Bundesländer Berlin und Brandenburg sowie Bayern.
Mit Studieneinschluss erhalten Patientinnen und Patienten der Interventionsgruppe eine strukturierte und koordinierte Versorgung, dieüber die bestehende Regelversorgung hinausgeht. Dazu zählen eine eng abgestimmte, interdisziplinäre Betreuung, regelmäßige Fallkonferenzen unter Koordination des moVe-it-medical-Managers sowie eine digitale Begleitung über eine App. Ziel ist es, den Gesundheitszustand der Teilnehmenden messbar zu verbessern und gleichzeitig neue Ansätze für eine besser abgestimmte Versorgung zu erproben. Patientinnen und Patienten der Kontrollgruppe erhalten weiterhin die Regelversorgung.
Evaluation und nächste Schritte
Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden wissenschaftlich ausgewertet und bilden die Grundlage für die weitere gesundheitspolitische Bewertung. Ein Abschlussbericht ist für Ende September 2028 vorgesehen; auf dieser Basis prüft der Gemeinsame Bundesausschuss eine mögliche Überführung in die Regelversorgung. Weitere Informationen zu Teilnahmevoraussetzungen und Ablauf finden interessierte Leistungserbringende sowie betroffene Patientinnen und Patienten unter mobil-krankenkasse.de/move-it
Die Projektpartner imÜberblick
Konsortialpartner im Projekt moVe-it sind: Bayerische TelemedAllianz GmbH, Berufsverband Deutscher Neurologen e. V., BKK Landesverband Bayern, Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten - IFK e. V., Charité - Universitätsmedizin Berlin, inav - privates Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH, Medical Park Berlin Humboldtmühle, mkk - meine Krankenkasse, Schön Klinik Bad Aibling SE&Co. KG, Universitätsklinikum Augsburg/Therapiezentrum Burgau, Universitätsklinikum Regensburg/medbo Bezirksklinikum Regensburg. Daneben unterstützen zahlreiche weitere Kooperationspartner wie Ärzteverbände, Stiftungen, Kliniken und weitere gesetzliche Krankenkassen das Projekt.
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Datum: 07.05.2026 - 09:00 Uhr
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