Gegen Rechts

(ots) - In Deutschland hat sich eine erschreckend junge Neonaziszene herausgebildet, die gewaltbereit auftritt. Oft sind die Beteiligten kaum 14 Jahre alt. In manchen Stadtteilen etwa von Berlin sind die Gruppen stark und schüchtern ihre Umgebung ein. Es ist wichtig, dass die Sicherheitsbehörden mit der Razzia ein klares Zeichen setzen, um diesem Treiben ein Ende zu. Aber das kann nur ein Teil des Kampfs gegen diese neue Rechte sein. Die Jugendlichen brauchen sinnstiftende Angebote, die sie rausholen aus dem Kreislauf von Hass und Gewalt. Das ist, lange vor der Verfolgung durch Polizei und Staatsanwaltschaft, eine schwierige Aufgabe für Eltern, Schulen und Ausbildungsbetriebe. Sie alle benötigen Unterstützung durch zivilgesellschaftliche Netzwerke. Hier zeigt sich auch, wie bedeutsam die Netzwerke sind, die etwa im Rahmen des Bundesprogramms"Demokratie leben"aufgebaut wurden - und die nun teilweise abgewickelt werden sollen. Das wäre ein fataler Fehler der Politik.
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