Leder aus EU-Entwaldungsverordnung gestrichen: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Rückschlag für den internationalen Waldschutz

(ots) - Die Europäische Kommission hat mit einem delegierten Rechtsakt Leder aus dem Geltungsbereich der Anpassungsvorschläge zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) gestrichen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert dies als massive Schwächung auf Kosten transparenter und nachhaltiger Lieferketten.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH:
"Die Lederindustrie hat sich mit ihrer aggressiven Lobbyarbeit durchgesetzt: Rindsleder aus illegal gerodeten Gebieten etwa im Amazonas-Regenwald soll weiter für europäische Modeprodukte oder Autositze verarbeitet werden. Das reiht sich ein in eine Serie von Rückschlägen für den internationalen Waldschutz, darunter die mehrmalige Verschiebung des Geltungsbeginns der Verordnung sowie erleichterte Anforderungen an europäische Produzenten und Händler. Die EU-Entwaldungsverordnung ist ein zentrales Instrument des Green Deals und hat bereits vor ihrer offiziellen Anwendung bei Unternehmen und in den Produktionsländern positive Wirkung gezeigt: Lieferketten werden transparenter, Unternehmen investieren in entwaldungsfreie Praktikenund die Bekämpfung von Landraub und Zwangsarbeit. Das darf die EU-Kommission jetzt nicht aufs Spiel setzen. Wir fordern die entschlossene Durchsetzung der EU-Entwaldungsverordnung - ohne weitere Schwächungen und Verzögerungen."
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner(at)duh.de
Tina Lutz, Senior Expert Naturschutz und Biologische Vielfalt
0163 2822403, lutz(at)duh.de
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Datum: 04.05.2026 - 12:46 Uhr
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