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Interaktive Ausstellung„In/Visible Care“erneut in Hannover

ID: 2247586

Pflege zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit


(PresseBox) - Fünf Fotografien. Echte Stimmen aus der Pflege. Und die Frage, warum eine so wichtige Berufsgruppe so selten zu sehen ist: Die Wanderausstellung „In/Visible Care"soll den Kern der Pflege sichtbar machen und denöffentlichen Diskurs vorantreiben. Nun ist sie zurück in Hannover und noch bis zum 8. Mai am Campus Kleefeld der Hochschule Hannover zu besuchen.

Pflegearbeit findet oftmals hinter geschlossenen Türen statt – in Krankenzimmern, Wohnungen, Pflegeeinrichtungen. Was dort täglich geleistet wird, bleibt der Öffentlichkeit meist verborgen. Genau das will die Ausstellung „In/Visible Care"ins Bewusstsein rücken: Liegt zwischen professioneller Erfahrung und visueller Repräsentation eine Möglichkeit, ein so komplexes Thema wie Pflege zugänglicher zu machen? Wie kann konstruktiv mit Unsichtbarkeit umgegangen werden? Die Wanderausstellung der Fotografin Patricia Kühfuss, die 2023 an der Hochschule Hannover ihren Ursprung hatte, ist nun an ihren Ausgangsort zurückgekehrt.

Pflege sichtbar machen

„Was Pflegefachpersonen täglich leisten, bleibt häufig hinter verschlossenen Türen – auf Stationen, im häuslichen Umfeld oder in Pflegeeinrichtungen. Viele dieser Momente lassen sich weder fotografisch noch filmisch festhalten“, erklärt Prof. Dr. Nina Fleischmann. „Genau daraus ist die Idee für diese Ausstellung entstanden.“ Gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Wittland und Rebecca Hassan hat sie die Kooperation mit Patricia Kühfuss umgesetzt. Nach der ersten Präsentation 2023 in der innovercity im Aufhof Hannover wurde die Ausstellung – gefördert durch die Zukunftsstiftung Mensch und Gesellschaft in der GLS Treuhand sowie die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt – zu einer Wanderausstellung weiterentwickelt. Im Oktober 2025 war sie bereits an der Frankfurt University of Applied Sciences zu sehen.

Persönlich und direkt aus der Praxis

Ausgangspunkt des Projekts ist ein bewusst gewählter Perspektivwechsel: Was passiert, wenn Masterstudierende der Pflege auf großformatige Fotos aus ihrem eigenen Berufsfeld schauen und laut darüber nachdenken? Genau das hat Patricia Kühfuss gemeinsam mit Studierenden aus den Studiengängen Management für Pflege- und Gesundheitsberufe (MMG) der Hochschule Hannover sowie Bildungswissenschaften für Pflege- und Gesundheitsberufe und der TU Dresden ausprobiert. Die durch QR-Codes abrufbaren Tonaufnahmen dieser Reflexionen, persönlich und direkt aus der Praxis, wurden mit den fünf Bildern kombiniert, um so Raum zu schaffen für das, was nicht direkt zu sehen ist. Das Ergebnis ist ein interaktiver Resonanzraum statt klassischer Fotoausstellung: Wer die Ausstellung besucht, soll Pflege hören – und mit anderen Augen sehen.





Sichtbarkeit schafft Wert

Patricia Kühfuss, selbst Alumna des Studiengangs Fotojournalismus an der Hochschule Hannover, fand über persönliche Kontakte zur Pflege zu ihrem Thema, das sie nun bereits seit 2018 begleitet. „In unserer Gesellschaft ist Sichtbarkeit eng mit Wertschätzung verbunden. Gerade weil Pflege schwerabzubilden ist – und auch die Fotografie hier an ihre Grenzen stößt –, wird oft unterschätzt, was dort täglich geleistet wird“, sagt sie. „In/Visible Care“ bewegt sich an der Schnittstelle von Fotografie, Pflegewissenschaft und Pflegedidaktik – und macht deutlich, dass Sichtbarkeit auch ein berufspolitischer Faktor ist.

Die Ausstellung lädt Studierende, Lehrende, Fachpersonen sowie die interessierte Öffentlichkeit dazu ein, gemeinsam über Wahrnehmung und Darstellung von Pflegearbeit zu reflektieren. Sie ist noch bis zum 8. Mai am Campus Kleefeld der Hochschule Hannover im Erdgeschoss von Gebäude E öffentlich zugänglich.

„In/Visible Care“

Ausstellung an der Hochschule Hannover, Fakultät V – Diakonie, Gesundheit und Soziales

24.04.2026– 08.05.2026

Blumhardtstr. 2

30625 Hannover

Gebäude E, Erdgeschoss

Die Hochschule Hannover ist die zweitgrößte Hochschule in der Landeshauptstadt. Sie bietet ein breitgefächertes Studienangebot in den Bereichen Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, Sozialwesen sowie Informatik, Kommunikation und Gestaltung. Studierende lernen mit einer hohen Anwendungs- und Zukunftsorientierung und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Neben Lehre und Forschung agiert die Hochschule als Impulsgeberin und Transferpartnerin für die Wirtschaft und Gesellschaft in Stadt, Region und Land. Die Fakultäten finden sich an den Standorten in Linden, Ahlem, Expo Plaza, Kleefeld und der Südstadt.

Zahlen&Fakten:

•An der HsH studieren rund 9.000 Studierende in fünf Fakultäten.

•Die HsH bietet etwa 70 akkreditierte Studienangebote, darunter zahlreiche duale und berufsbegleitende Studienmodelle.

•Rund 290 Professorinnen und Professoren und rund 1000 Beschäftigte sind an der HsH tätig.

•Zertifikate&Netzwerke: familiengerechte Hochschule, Total E-Quality Prädikat, weltoffene Hochschule, Bündnis Niedersachsen hält zusammen, Gleichstellungsstarke Hochschule Professorinnenprogramm 2030

Weitere Informationen unter www.hs-hannover.de

Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die Hochschule Hannover ist die zweitgrößte Hochschule in der Landeshauptstadt. Sie bietet ein breitgefächertes Studienangebot in den Bereichen Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, Sozialwesen sowie Informatik, Kommunikation und Gestaltung. Studierende lernen mit einer hohen Anwendungs- und Zukunftsorientierung und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Neben Lehre und Forschung agiert die Hochschule als Impulsgeberin und Transferpartnerin für die Wirtschaft und Gesellschaft in Stadt, Region und Land. Die Fakultäten finden sich an den Standorten in Linden, Ahlem, Expo Plaza, Kleefeld und der Südstadt.
Zahlen&Fakten:
•An der HsH studieren rund 9.000 Studierende in fünf Fakultäten.
•Die HsH bietet etwa 70 akkreditierte Studienangebote, darunter zahlreiche duale und berufsbegleitende Studienmodelle.
•Rund 290 Professorinnen und Professoren und rund 1000 Beschäftigte sind an der HsH tätig.
•Zertifikate&Netzwerke: familiengerechte Hochschule, Total E-Quality Prädikat, weltoffene Hochschule, Bündnis Niedersachsen hält zusammen, Gleichstellungsstarke Hochschule Professorinnenprogramm 2030
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Datum: 28.04.2026 - 11:09 Uhr
Sprache: Deutsch
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