Leipfinger-Bader prägt Wohn- und Forschungsprojekt in Schweinfurt

(ots) - Unter dem Projektnamen"Paul&Rosa"(https://paulundrosa.de/) entstehen in Schweinfurt zwei Mehrfamilienhäuser, die als Reallabor und langfristiges Forschungsprojekt konzipiert sind. Ziel ist es, über viele Jahre hinweg fundierte Daten und Erkenntnisse zum nachhaltigen, klimafreundlichen und kreislauffähigen Bauen zu gewinnen. Die Riedel Bau AG (https://www.riedelbau.de/) realisiert das Wohnbau-Forschungsprojekt gemeinsam mit dem ASAP Institut für nachhaltige und klimagerechte Architektur (https://asap-inka.de/). Errichtet wurden die Gebäude mit werkseitig verputzten Ziegelfertigteilen von Leipfinger-Bader, die dank ihres hohen Vorfertigungsgrades einen besonders schnellen und feuchtefreien Baufortschritt ermöglichen. Ergänzend kommen keramische Estrichziegel, Lehmziegel, Mauerziegel und Ziegelfertigteile zum Einsatz - Baustoffe, die das Cradle-to-Cradle-Prinzip konsequent unterstützen.
Leipfinger-Bader Ziegelfertigteile (https://leipfinger-bader.de/modulbausysteme/ziegelfertigteile/)
Forschung für nachhaltiges Bauen
Das Projekt widmet sich grundlegenden Fragen:
Wie lässt sich heute bereits nahezu emissionsfrei bauen?
Welche Materialien eignen sich für klimafreundliche Architektur?
Welche Auswirkungen hat dies auf die Wohn- und Lebensqualität?
Ziel ist es, langfristig Datenüber Bauprozesse, nachhaltige Werkstoffe, Energiegewinnung und Energieeinsparung zu sammeln. Auch das Nutzerverhalten spielt eine entscheidende Rolle: Es wird analysiert, wie Bewohnerinnen und Bewohner heizen, lüften und ihren Wohnraum nutzen - und wie sich dies auf Energieeffizienz und CO2-Emissionen auswirkt.
Mensch im Mittelpunkt
Beide Gebäude kompensieren mehr Treibhausgasemissionen, als sie verursachen - sie gelten damit als klimapositiv. In den kommenden Jahren werden Daten zum Energieverbrauch, zur Materialentwicklung, zum Wohnkomfort sowie zu Lüftungs- und Heizgewohnheiten erhoben und wissenschaftlich ausgewertet. Da beideHäuser vergleichbare Grundrisse und Wohnungsgrößen aufweisen, lassen sich subjektive Behaglichkeitsempfindungen und objektive Nutzungsdaten unmittelbar miteinander vergleichen. So rückt der Mensch als Bewohner und Nutzer bewusst in den Fokus des Forschungsprojekts - ein zentraler Baustein für zukünftige Wohn- und Nachhaltigkeitskonzepte.
Hoher Vorfertigungsgrad steigert Effizienz
Herzstück des Gebäudes"Rosa"ist der mit sortenreinen Nadelholzfasern gefüllte Mauerziegel Silvacor W07 (https://leipfinger-bader.de/ziegelsteine/silvacor/unipor-w07-silvacor/) in 42,5 Zentimetern Wandstärke. Das Planziegelmauerwerk erreicht einen U-Wert von 0,16 W/m²K und trägt entscheidend zum NH-40-Standard (QNG) bei. Die Mauerziegel werden im Werk zu verputzten Ziegelfertigteilen vorgefertigt, was den Bauprozess erheblich beschleunigt und Feuchtigkeit im Rohbau reduziert.
Durch den Wegfall von Baustellenzuschnitten und die exakte Vorplanung lassen sich Materialmengen präzise bestimmen und Transportwege minimieren - ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Lehmziegel für den Schallschutz
Lehm ist ein Naturprodukt, das in Form moderner, industrialisierter Baustoffe den Cradle-to-Cradle-Ansatz ideal unterstützt. Da dieses Prinzip zu den Leitgedanken des Schweinfurter Projekts zählt, entschieden sich die Verantwortlichen bewusst für Lehmziegel von Leipfinger-Bader (https://leipfinger-bader.de/lehmbausysteme/lehmziegel/). Die im Projekt eingesetzten Lehmziegel bestehen aus Baulehm, natürlicher Gesteinskörnung, Ziegelmehl und Pflanzenfasern. Sie werden nicht gebrannt, sondern energieeffizient gepresst und luftgetrocknet - ein Verfahren, das das Cradle-to-Cradle-Prinzip konsequent fördert.
Dank ihrer ausgeprägten Feuchtigkeitsregulation schaffen die Lehmziegel ein ausgeglichenes, gesundes Raumklima und sichern in Kombination mit der Holztrennwand den erforderlichen Flankenschutz sowie die erhöhten Schallschutzanforderungen im Wohnungsbau. Auch beim späteren Rückbau überzeugen sie: Die Lehmziegel sind vollständig recycelbar und damit ein wichtiger Baustein kreislauffähiger Architektur.
Keramischer Trockenestrich als nachhaltige Ergänzung
Der im Projekt eingesetzte Estrichziegel von Leipfinger-Bader (https://leipfinger-bader.de/boden-und-heizsysteme/) besteht ebenfalls aus dem Naturmaterial Ton. Als keramischer Trockenestrich verfügt er über eine geringe Aufbauhöhe von nur 18 Millimetern und überzeugt durch hohe Belastbarkeit sowie eine Wärmeleitfähigkeit von 1,30 W/mK. Der Estrichziegel lässt sich einfach und schnell verlegen und ist bereits nach wenigen Tagen vollständig begehbar.
Im Gebäude"Rosa"ergänzt er ideal die Sole-Wasser-Wärmepumpe sowie die Photovoltaik-Thermie-Anlage, die sowohl Solarstrom als auch Solarwärme erzeugt. Im Gebäude"Paul"wurden dagegen bewusst Massivholzdielen verwendet - ein geplanter Materialkontrast, der dem Forschungsprojekt wertvolle zusätzliche Vergleichsdaten liefert.
Ein Projekt mit Vorbildcharakter
"Dieses spannende Projekt ist für uns quasi wie ein Musterhaus", erklärt Thomas Bader, Geschäftsführer von Leipfinger-Bader (https://www.linkedin.com/in/thomas-bader/)."Der Ansatz von Riedel Bau und ASAP entspricht unserer Baustoff-Philosophie perfekt. Besonders interessieren uns die langfristigen Daten - gerade im Vergleich zum benachbarten Holzhaus. Wie regulieren Mauerziegel und Lehm den sommerlichen Hitzeschutz? Wie beeinflusst der Estrichziegel die Heizeffizienz und das Wohlbefinden? Die Antworten werden entscheidend für das Bauen der Zukunft sein."
Bautafel:
- Bauvorhaben: Wohn- und Forschungsprojekt"Paul&Rosa", Mehrfamilienhäuser mit sechs Wohneinheiten, Schweinfurt
- Bauträger und Bauunternehmen: Riedel Bau AG, Schweinfurt
- Architektur: ASAP Institut für nachhaltige und klimagerechte Architektur GmbH (ASAP INKA GmbH), Würzburg
- Fertigteile verputzt/Lehmziegel/Estrichziegel: Leipfinger-Bader, Vatersdorf
- Bauzeit: 05/2024 bis 09/2025
Pressekontakt:
Caterina Bader
CMO
Leipfinger-Bader GmbH
Tel.: 08762 / 733 153
E-Mail: caterina.bader(at)leipfinger-bader.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/caterina-bader-773b2122a/
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Datum: 28.04.2026 - 10:05 Uhr
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