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+++ Achtung Sperrfrist (Print, Radio und Online): 18.00 Uhr +++ARD-DeutschlandTREND: Zwei Drittel fühlen sich zu hoch belastet durch Steuern und Abgaben

ID: 2242033

(ots) - +++ Achtung Sperrfrist (Print, Radio und Online): 18.00 Uhr +++

Nachrichtenagenturen: Keine Sendesperrfrist, bitte mit Sperrfristvermerk veröffentlichen

ARD-DeutschlandTREND: Zwei Drittel fühlen sich zu hoch belastet durch Steuern und Abgaben

Zwei Drittel (66 Prozent) der Deutschen fühlen sich durch Steuern und Sozialabgaben zu hoch belastet. Das hat eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1.316 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTREND von Montag bis Dienstag dieser Woche ergeben. Für 28 Prozent ist die Belastung angemessen, für ein Prozent zuniedrig und 3 Prozent gaben an, keine Steuern oder Sozialabgaben zu zahlen.

Befragte im erwerbsfähigen Alter fühlen sich stärker belastet. Unter den 18 bis 34-Jährigen halten 72 Prozent die Belastung für zu hoch, 19 für angemessen und 2 Prozent für zu niedrig. Bei derjenigen, die 65 Jahre und älter sind, halten 56 Prozent ihre Belastung für zu hoch, 38 für angemessen und 2 Prozent für zu niedrig.

Unter den Partei-Anhängern fühlen sich die AfD-Anhänger am stärksten belastet: 87 Prozent halten persönlich Steuern und Sozialabgaben für zu hoch, 8 für angemessen und 0 Prozent für zu niedrig. Einzig die Grünen-Anhänger halten mehrheitlich die eigene Belastung für angemessen (63 Prozent), 35 Prozent dieser Partei-Anhänger hält sie für zu hoch und 2 Prozent für zu niedrig.

Gegenwärtig gibt es verschiedene Vorschläge für Änderungen in der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Steuerpolitik. Eine mögliche Absenkung der Einkommenssteuer für geringe und mittlere Einkommensgruppen bei gleichzeitiger Anhebung der Einkommenssteuer für hohe Einkommen geht für 76 Prozent in die richtige und für 18 Prozent in die falsche Richtung. Eine beschleunigte Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, damit Asylbewerber schneller in Arbeit kommen, hielten 74 Prozent für richtig, 19 Prozent für falsch. Eine stärkere Besteuerung von gesundheitsschädlichenStoffen wie Alkohol, Tabak oder Softdrinks bewerten 72 Prozent als richtig, 24 Prozent sehen das anders.





Bei derÜberlegung, Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Beschäftigte länger befristet anzustellen als bisher ist das Meinungsbild gespalten: 48 Prozent meinen, das geht in die richtige Richtung, 44 Prozent meinen, das geht in die falsche Richtung.

Mehrheitlich kritisch wird der Vorschlag zur Abschaffung bestehender Steuervorteile für künftige Ehepaare, also das sogenannte Ehegatten-Splitting, gesehen: 32 Prozent fänden das richtig, 54 Prozent falsch. Eine mögliche Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung für Ehepartner in der gesetzlichen Krankenversicherung geht für 26 Prozent in die richtige und für64 Prozent in die falsche Richtung. Die Vergütungen für niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser zu begrenzen, geht für 23 Prozent in die richtige und für 63 Prozent in die falsche Richtung. Mehr Zuzahlungen für Medikamente und Behandlungen fänden 20 Prozent richtig und 76 Prozent falsch. Die stärkste Ablehnung erfährt eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer: 6 Prozent fänden das richtig, 91 Prozent falsch.

Das Vertrauen in die Regierung Maßnahmen einzuleiten, ist dabei gering. Ein Fünftel (20 Prozent) hat Vertrauen, dass die Regierung die notwendigen Maßnahmen einleitet, um die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland zukunftssicher zu machen. 74 Prozent haben darin kein Vertrauen.

Ein gutes Viertel (26 Prozent) hat Vertrauen, dass die Regierung die notwendigen Maßnahmen einleitet, um die Wirtschaft in Deutschland wieder voranzubringen. 70 Prozent haben dieses Vertrauen nicht.

Befragungsdaten


- Grundgesamtheit: Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland
- Fallzahl: 1.316 Befragte
- Erhebungszeitraum: 30. bis 31. März 2026
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2* bis 3** Prozentpunkte

* bei einem Anteilswert von 10% ** bei einem Anteilswert von 50%

Die Fragen im Wortlaut:


- Wenn Sie an Ihre persönliche Belastung durch Steuern und Sozialabgaben denken: Halten Sie diese für zu hoch, für angemessen oder für zu niedrig?
- Gegenwärtig gibt es verschiedene Vorschläge für Änderungen in der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Steuerpolitik. Geben Sie bitte jeweils an, ob diese Maßnahmen aus Ihrer Sicht in die richtige oder falsche Richtung gehen.
- Abschaffung bestehender Steuervorteile für künftige Ehepaare, also das sogenannte Ehegatten-Splitting (ähnlich Februar 2026)
- Absenkung der Einkommenssteuer für geringe und mittlere Einkommensgruppen, dafür Anhebung der Einkommenssteuer für hohe Einkommen
- Unternehmen die Möglichkeit geben, Beschäftigte länger befristet anzustellen als bisher
- Beschleunigte Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, damit Asylbewerber schneller in Arbeit kommen
- Erhöhung der Mehrwertsteuer
- Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung für Ehepartner in der gesetzlichen Krankenversicherung
- Mehr Zuzahlungen für Medikamente und Behandlungen
- Vergütungen für niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser begrenzen
- Stärkere Besteuerung von gesundheitsschädlichen Stoffen wie Alkohol, Tabak oder Softdrinks
- Haben Sie eher Vertrauen oder eher kein Vertrauen, dass die Bundesregierung die notwendigen Maßnahmen einleitet…?
- um die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland zukunftssicher zu machen
- um die Wirtschaft in Deutschland wieder voranzubringen

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Pressekontakt:

WDR Kommunikation
Tel. 0221 220 7100
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Datum: 01.04.2026 - 18:00 Uhr
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