InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Psychische Erkrankungen 2024 die Ursache für 18,9 % der Krankenhausbehandlungen von 10- bis 19-Jährigen

ID: 2241830

(ots) -
- Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für stationäre Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen
- Zahl der wegen psychischen Erkrankungen stationär behandelten Kinder und Jugendlichen gegenüber Vorjahr um 3,4 % gestiegen
- Depressionen sindüber alle Altersgruppen hinweg häufigste Diagnose für stationäre Behandlungen aufgrund von psychischen Erkrankungen

Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen waren im Jahr 2024 die häufigste Ursache für stationäre Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen. Gut 116 300 der rund 615 300 Krankenhauspatientinnen und -patienten im Alter von 10 bis 19 Jahren wurden aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungenstationär behandelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltgesundheitstag am 7. April mitteilt, entsprach das knapp einem Fünftel (18,9 %) aller Krankenhausbehandlungen in dieser Altersgruppe. Zum Vergleich: Unter allen Krankenhauspatientinnen und -patienten machte die Diagnose knapp 1,1 Millionen oder 5,9 % der insgesamt gut 17,9 Millionen Behandlungen aus.

Zahl der wegen psychischer Erkrankungen stationär behandelten Kinder und Jugendlichen gegenüber Vorjahr gestiegen

Die Zahl der aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen im Krankenhaus behandelten Kinder und Jugendlichen ist nach Rückgängen in den Jahren 2018 bis 2020 und 2023 zuletzt wieder gestiegen. Während es im Jahr 2023 noch rund 112 500 solcher Fälle unter den 10- bis 19-Jährigen gab, waren es 2024 gut 116 300 - ein Anstieg von 3,4 %. Insgesamt stieg die Zahl der stationären Behandlungen aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen in diesem Zeitraum leicht um 1,3 %.

Im 20-Jahres-Vergleich hat die Zahl der Behandlungen wegen psychischer Erkrankungen in fast allen Altersgruppen zugenommen, am stärksten jedoch bei den 10- bis 19-Jährigen: 2024 waren 36,5 % mehr psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche in stationärer Behandlung als noch 2004 mit gut 85 200 Patientinnen und Patienten. In der Altersgruppe 80plus nahmen die Behandlungsfälle in diesem Zeitraum um 18,8 % zu, bei den60- bis 79-Jährigen waren es 15,7 % mehr. Die 20- bis 39-Jährigen verzeichneten ein leichtes Plus von 2,4 %. Nur bei den 40- bis 59-Jährigen gab es einen Rückgang um 8,6 %. Insgesamt stieg die Zahl der Behandlungsfälle aufgrund der Diagnose von 2004 bis 2024 um 4,0 %.





Die meisten Krankenhausbehandlungen aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen von 10- bis 19-Jährigen gab es im Jahr 2017 mit gut 125 500 Fällen. Über alle Altersgruppen hinweg wurde der bisherige Höchststand 2014 mit rund 1,2 Millionen Fällen erreicht.

Depression häufigste Diagnose bei Kindern und Jugendlichen

Psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche werden am häufigsten wegen Depressionen im Krankenhaus behandelt. Im Jahr 2024 waren gut 33 900 der 10- bis 19-Jährigen wegen sogenannter depressiver Episoden oder wiederkehrender depressiver Störungen stationär in Behandlung. Das entspricht einem Anteil von 29,1 % an allen aufgrund von psychischenErkrankungen und Verhaltensstörungen stationär behandelten Kindern und Jugendlichen. Bei rund 11 700 oder 10,1 % standen Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen im Fokus der Behandlung. Alkoholbedingte Erkrankungen wie etwa Abhängigkeits- und Entzugssyndrome waren mitgut 9 900 Behandlungsfällen die dritthäufigste Diagnose für Kinder und Jugendliche (8,5 %). Wegen Essstörungen wurden gut 7 300 Kinder und Jugendliche stationär behandelt (6,3 %).

Depressionen insgesamt die häufigste Diagnose

Über alle Altersgruppen hinweg wurden Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen ebenfalls am häufigsten wegen Depressionen behandelt. Im Jahr 2024 machten sie mit gut 261 600 Fällen knapp ein Viertel (24,7 %) aus. Auf Alkoholmissbrauch waren weitere21,7 % oder knapp 229 900 Krankenhausaufenthalte zurückzuführen. Schizophrenie war mit rund 80 500 Behandlungsfällen die dritthäufigste Diagnose (7,6 %).

Innerhalb der verschiedenen Altersgruppen sind Depressionen beziehungsweise alkoholbedingte psychische Erkrankungen durchgängig die beiden häufigsten Diagnosen bei stationären Krankenhausbehandlungen aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen. Eine Ausnahme bildet die Altersgruppe 80plus: Hier dominiert eine altersbedingte psychische Erkrankung - die Diagnose Delir (akuter Verwirrtheitszustand), nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt. Im Jahr 2024 machte sie mehr als ein Drittel (36,8 %) der stationären Krankenhausaufenthalte aufgrund von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen in dieser Altersgruppe aus, gefolgt von Depressionen (19,8 %) und Demenz (16,8 %).

Methodische Hinweise:

Bei den Daten aus der Krankenhausstatistik handelt es sich jeweils um die Zahl der stationären Behandlungsfälle. Mehrfachzählungen einer Person sind möglich, falls die Patientin oder der Patient im jeweiligen Berichtsjahr aufgrund der gleichen Hauptdiagnose mehrfach stationär behandelt wurde.

Es gibt verschiedene Ausprägungen und Unterformen einer Depressionserkrankung. Den Auswertungen liegen ICD10-F32"Depressive Episode"und ICD10-F33"Rezidivierende depressive Störung"zugrunde. Als Demenzerkrankung werden ICD10-F01"Vaskuläre Demenz"und ICD10-F03"Nicht näher bezeichnete Demenz"zusammengefasst. Als akute Verwirrtheitszustände, die nicht durch Alkohol ausgelöst wurden, wird die Diagnose ICD10-F05"Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt"bezeichnet.

Weitere Informationen:

Die Daten zu den häufigsten Diagnosen der stationären Krankenhausbehandlungen nach Altersgruppen und weiteren Merkmalen sind auch in der Gesundheitsberichterstattung des Bundes verfügbar.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
Gesundheitsstatistiken
Telefon: +49 611 75 8121
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44


Original-Content von: Statistisches Bundesamt,übermittelt durch news aktuell


Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Koch-Legenden am Hahnenkamm 2026 Mittlerer Bruttojahresverdienst lag 2025 bei 54 066 Euro
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.04.2026 - 08:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2241830
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:

WIESBADEN



Kategorie:

Finanzen



Dieser Fachartikel wurde bisher 6 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Psychische Erkrankungen 2024 die Ursache für 18,9 % der Krankenhausbehandlungen von 10- bis 19-Jährigen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Statistisches Bundesamt (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Mittlerer Bruttojahresverdienst lag 2025 bei 54 066 Euro ...

- Die oberen 10 % der Vollzeitbeschäftigten verdienten 100 719 Euro brutto oder mehr- Die unteren 10 % erzielten 33 828 Euro brutto oder wenigerDer mittlere Bruttojahresverdienst, gemessen am Median, lag 2025 in Deutschland einschließlich Sonderzah ...

Alle Meldungen von Statistisches Bundesamt



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.293
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 105


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.