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Die Sparkommission der Regierung legt die Axt an gute ambulante Medizin in Deutschland

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(ots) - Der erste Aufschlag der Regierungskommission für Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen zeigt, dass die Beteiligten, wie schon von der Zusammensetzung der Kommission her zu befürchten war, an der falschen Stelle sparen wollen.

"Die Mitglieder dieser Kommission haben sämtlich keine echten Kenntnisse zur Beurteilung der ambulanten medizinischen Versorgungsrealität in Deutschland"kritisiert Wieland Dietrich, Vorsitzender der FreienÄrzteschaft heute in Essen.

"Die Vorschläge zur ambulanten Versorgung zeigen in aller Deutlichkeit die Ahnungslosigkeit von der Praxis und erinnern in ihren Folgen an das Heizungsgesetz der Ampelregierung", kritisiert Dietrich.

"Das Medizinsystem in Deutschland unterscheidet sich massiv von vielen anderen Ländern. Wir haben ein ausdifferenziertes Haus- und Facharztsystem, mit Arztpraxen in allen Fachgebieten, die es in anderen Ländern nur in den Kliniken gibt. Dort müssen sich die Menschen mit einer zugewiesenen Hausarztpraxis begnügen, in der sie häufig nur eine Krankenschwester zu Gesicht bekommen. Wir haben bisher eine freie Arztwahl, eine freie Facharztwahl und im internationalen Vergleich die kürzesten Wartezeiten auf Facharzttermine mit 4 Wochen im Durchschnitt"ergänzt Dietrich.

"Mit nur 16 % der Gesamtausgaben werden hier 97 % aller Krankheitsfälle im ambulanten System von Allgemeinärzten und allen anderen Fachärzten behandelt"so Dietrich weiter. Die Kostensteigerungen dafür sind seit Jahren unterdurchschnittlich, ganz im Gegensatz zu den explodierenden Kosten für Arzneimittel, Kliniken und die versicherungsfremden Leistungen, die mit 60 Milliarden Euro deutlich über den Kosten der gesamten ambulanten Medizin liegen".

Wenn die Politik der Sparkommission folgt und den Haus- und Fachärzten im bereits unterfinanzierten System massiv Mittel entziehen würde, so wie vorgeschlagen, dann wäre klar, was passieren würde: Die Anzahl der durchgeführten Leistungen sinkt, Millionen Termine fallen weg, und Wartezeiten nehmen zu. Die im Privatsektor angebotenen Leistungen auchfür Kassenpatienten steigen drastisch an. Schon die Gebührenabsenkung für die Psychotherapeuten sei an Kaltschnäuzigkeit nicht zu überbieten - während Mitarbeiter der Krankenkassen ihrerseits 7,5% Gehaltssteigerung forderten, kritisiert der FÄ-Vorsitzende.





"Die Regierenden werden sich dafür rechtfertigen müssen, wenn sie Leistungen für die Bürger reduzieren, aber das Gegenteil behaupten, und zudem die freie Arztwahl abschaffen. Das ist ein Konjunkturprogramm für Populisten und Extremisten", führt Dietrich abschließend aus.

Über die Freie Ärzteschaft e.V.

Die FreieÄrzteschaft e. V. (FÄ) ist ein Verband, der den Arztberuf als freien Beruf verteidigt. Er wurde 2004 gegründet und vertritt vorwiegend niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie verschiedene Ärztenetze. Vorsitzender des Bundesverbandes ist Wieland Dietrich, Dermatologe in Essen. Ziel der FÄ ist eine unabhängige Medizin, bei der Patient und Arzt im Mittelpunkt stehen und die ärztliche Schweigepflicht gewahrt bleibt.

Pressekontakt:

V .i. S. d. P.: Wieland Dietrich, FreieÄrzteschaft e.V.,
Vorsitzender, Gervinusstraße 10, 45144 Essen, Tel.: 0201 68586090,
E-Mail: mail(at)freie-aerzteschaft.de, www.freie-aerzteschaft.de


Original-Content von: FreieÄrzteschaft e.V., übermittelt durch news aktuell


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Datum: 31.03.2026 - 09:46 Uhr
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Gesundheit & Medizin



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