InternetIntelligenz 2.0 - Weiß: "Hausnummern" für europäisches Rentenalter nicht hilfreich

InternetIntelligenz 2.0

kostenlos Pressemitteilungen einstellen | veröffentlichen | verteilen

Pressemitteilungen

 

Weiß: "Hausnummern" für europäisches Rentenalter nicht hilfreich

ID: 224118


(ots) - EU-Grünbuch will Bewusstsein um den Zusammenhang
von demografischer Entwicklung und längerem Arbeiten fördern Zur
heutigen Vorlage des "Grünbuchs für angemessenes, nachhaltiges und
sicheres europäisches Pensionssystem" durch die EU-Kommission erklärt
der rentenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter
Weiß MdB:

Es ist zu begrüßen, dass die Europäische Kommission ein
Bewusstsein aller Europäer für die Folgen der demografischen
Entwicklung auf die Lebensarbeitszeit fördern und eine breite Debatte
über ein Gleichgewicht zwischen Angemessenheit und Nachhaltigkeit der
Renten anstoßen will. Die Entwicklung hin zu einer älter werdenden
Gesellschaft ist in allen Mitgliedsstaaten gegeben. Die Annahme ist
also gerechtfertigt, dass die Tendenz europaweit zu längerem Arbeiten
geht.

Wenig hilfreich in der Diskussion und in der Sache nicht haltbar
ist hingegen die Nennung konkreter "Hausnummern" wie etwa einer Rente
ab 70 im Jahr 2060 im Grünbuch. Zu sehr unterscheiden sich in den
Mitgliedsstaaten die jeweiligen Rentensysteme oder die Entwicklung
der Geburtenzahlen und des durchschnittlichen Lebensalters, um
europaweit über einheitliche Zahlen diskutieren zu können. Anders
als suggeriert, sind die konkreten Entscheidungen in der
Verantwortung der Mitgliedsstaaten auf Basis der jeweiligen
Besonderheiten zu treffen.

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen sich darauf
verlassen können, dass sich Anpassungen des Rentenalters allein an
konkret belegbaren Notwendigkeiten bemessen. Die Bundesregierung
überprüft deshalb auch regelmäßig, ob die Annahmen, die zur
schrittweisen Anhebung des Renteneintrittsalters in Deutschland
geführt haben, weiter Bestand haben. Sie wird in diesem Herbst einen
entsprechenden Bericht vorlegen. Diese vertrauensbildende Praxis




könnte sich auch für andere EU-Mitgliedsstaaten eignen und im mit der
Vorlage des Grünbuchs angestrebten Diskussionsprozess eine Rolle
spielen.

Mit ihrer Absicht, das Augenmerk auf den Aufbau zusätzlicher
Säulen der Alterssicherung zu richten, bestätigt die EU-Kommission
die Zielrichtung der deutschen Rentenpolitik. Es ist jedoch darauf zu
achten, dass es in diesem Zusammenhang nicht zu einem Wiederaufleben
der ausgestanden geglaubten Diskussion um weitreichende und
bürokratische Portabilitätsregelungen in der betrieblichen
Altersversorgung kommt. Betriebsrenten sind freiwillige Leistungen
der Unternehmen, deren Einstellung drohen würde, wenn sie mit
unverhältnismäßigem bürokratischen Aufwand befrachtet würden.

Aufgrund der Erfahrungen aus der Finanzkrise betont die
Kommission, dass auch in der kapitalgedeckten Altersvorsorge
Sicherheit unverzichtbar ist. Sie benennt im Grünbuch die in
Deutschland bereits maßgeblichen Kriterien "Sicherheit", "lebenslange
Leistung" und "Schutz vor anderweitiger Verwendung". Damit dürfte
auch dem Umstand Rechnung getragen worden sein, dass die private
Vorsorge in deutlich geringerem Maße von der Krise betroffen war als
in anderen Mitgliedsstaaten.

Abzulehnen sind zur Diskussion gestellte Ansätze, die eine
Vermischung von Sozialversicherungs- und Grundsicherungssystemen zur
Folge hätten. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass das Grünbuch
sich auf einen konsultativen Charakter beschränkt und mit diesem
nicht eine Verschiebung der Kompetenzen auf dem Gebiet des
Sozialschutzes vorbereitet wird.



Pressekontakt:
CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle(at)cducsu.de

Weitere Infos zu diesem Fachartikel:

Themen in diesem Fachartikel:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:



Leseranfragen:



PresseKontakt / Agentur:



drucken  als PDF  an Freund senden  Kirsch: Mehr soziale Absicherung durch verbesserte Einsatzversorgung Mortler: Chancen des Gesundheitstourismus in Deutschland stärker nutzen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.07.2010 - 15:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 224118
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner:
Stadt:

Berlin


Telefon:

Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Anmerkungen:


Dieser Fachartikel wurde bisher 156 mal aufgerufen.


Der Fachartikel mit dem Titel:
"Weiß: "Hausnummern" für europäisches Rentenalter nicht hilfreich"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

CDU/CSU - Bundestagsfraktion (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Krings: Iran-Krieg: Migrationskrise wie 2015 verhindern ...

Europa darf nicht zum Ziel für iranische Mullah-Anhänger werdenDer Krieg im Iran führt bereits zu vermehrten Grenzübertritten von Iranern ins Nachbarland Türkei. Hierzu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gà ...

Alle Meldungen von CDU/CSU - Bundestagsfraktion



 

Wer ist Online

Alle Mitglieder: 50.292
Registriert Heute: 1
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 78


Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.