BLADEcontrol®NXT: neue Generation Rotorblatt-Monitoring
Optische Kabel, höhere Präzision und mehr Sicherheit für große Onshore- und Offshore-Windenergieanlagen

(PresseBox) - Mit der zunehmenden Größe moderner Windturbinen wachsen auch die Herausforderungen an deren Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Rotorblätter erreichen inzwischen Längen von über 140 Metern – und damit steigt das Risiko von Materialschäden, Eisansatz und teuren Ausfällen. Weidmüller MonitoringSystems stellt mit BLADEcontrol® NXT erstmals eine neue Generation der Rotorblattüberwachung vor, die Schäden früher erkennt, präziser lokalisiert und den Betrieb von Windparks deutlich effizienter macht.
Rotorblatt-Monitoring wird zur Schlüsseltechnologie
Rotorblätter gelten als die am stärksten beanspruchten Komponenten einer Windkraftanlage. Neben Wind- und Eigenlasten wirken auch Blitzeinschlag und Vereisung permanent auf die Struktur ein. Schäden können nicht nur die Stillstandzeiten und Kosten in die Höhe treiben, sondern auch die Sicherheit gefährden. Mit Condition Monitoring und Structural Health Monitoring sind in der Branche längst zwei etablierte Methoden im Einsatz – BLADEcontrol® NXT bringt diese nun auf ein neues technisches Niveau.
Neue Maßstäbe: optische Energieübertragung und MEMS-Sensorik
Herzstück der Innovation ist die metallfreie Daten- und Energieübertragung per Lichtwellenleiter. Diese sorgt für:
Vollständige elektrische Isolation und verbesserten Blitzschutz
Höhere Flexibilität bei der Sensorplatzierung
Mehr Genauigkeit in der Datenerfassung
An zwei Positionen pro Rotorblatt messen modernste MEMS-Sensoren Bewegungen in allen sechs Freiheitsgraden. Optional erfassen Mikrofone zusätzlich akustische Signale, sodass selbst kleinste Rissbildungen oder Faserschäden erkannt werden können.
Früherkennung spart Millionen
Ein einziger Blattschaden kann schnell mehrere Hunderttausend Euro kosten– hinzu kommen Aufwendungen für Krane, Transport und Stillstandzeiten. Durch die hochauflösende Echtzeit-Datenerfassung und intelligente Algorithmen ermöglicht BLADEcontrol® NXT eine Früherkennung, die das Schadensrisiko massiv reduziert und Wartungsintervalle planbarer macht. Weidmüller beziffert das Einsparpotenzial auf bis zu den Faktor 30 im Vergleich zu herkömmlichen Reparatur- und Ausfallkosten. Konkret bedeutet das: Bei einer Offshore-Anlage der 12-MW-Klasse beläuft sich der Ertragsausfall pro Tag auf ca.18.000 Euro. Im vorliegenden Fall konnte die Stillstandzeit aufgrund der präventiven Schadensdetektion – verglichen mit einem potenziellen Blattverlust – um 50 bis 70 Tage reduziert werden.
Transparente Datenanalyse mit WebVis
Für Betreiber und Serviceteams ist eine transparente Aufbereitung der Messdaten von zentraler Bedeutung. Mit dem Condition Monitoring System BLADEcontrol® werden selbst kleinste strukturelle Veränderungen an Rotorblättern durch hochsensitive Sensorik zuverlässig erfasst – noch bevor sich daraus kritische Schäden oder Ausfälle entwickeln können. Die browserbasierte Plattform WebVis stellt diese Informationen übersichtlich dar, ermöglicht die Echtzeitverfolgung des Rotorblattzustands, erleichtert die Identifikation kritischer Ereignisse und unterstützt fundierte Wartungsentscheidungen – unabhängig von Standort und Endgerät. Damit ergänzt WebVis die Hardware ideal, indem es für Transparenz und schnelle Handlungssicherheit sorgt. Zusätzlich bietet Weidmüller Monitoring Systems einen umfassenden Monitoring-Service an, der auf einer kontinuierlichen, datenbasierten 24-Stunden-Überwachung der Rotorblätter beruht.
Besonders für Offshore-Windparks ein Gewinn
Mit ihrer Größe und den harschen Umgebungsbedingungen stellen Offshore-Anlagen besondere Anforderungen an die Überwachung. Dank der optischen Übertragung und der Möglichkeit, Sensoren tief im Blatt zu positionieren, ist BLADEcontrol® NXT speziell für diesen Einsatz prädestiniert. Bereitsheute sind über 7.000 Weidmüller-Systeme weltweit im Betrieb – mit der neuen Generation sollen vor allem große Turbinen im Bereich von 5 bis 7 MW profitieren.
Zukunftsstrategie: modular und skalierbar
BLADEcontrol® NXT ist Teil einer umfassenden Monitoring-Strategie. Neben der Rotorblattüberwachung entwickelt Weidmüller weitere Systeme wie BOLTcontrol für die Bolzenbruchdetektion oder TwinCap® für die Blattlagerüberwachung. Künftig sollen diese Systeme modular kombinierbar sein –für mehr Transparenz, höhere Sicherheit und reduzierte Investitionskosten.
Fazit: Monitoring neu gedacht
Mit BLADEcontrol® NXT bringt Weidmüller eine Lösung auf den Markt, die weit über klassische Eiserkennung hinausgeht. Durch optische Datenübertragung, erweiterte Sensorik und Echtzeitanalyse wird die Überwachung von Rotorblättern präziser, zuverlässiger und wirtschaftlicher – ein entscheidender Schritt für die Zukunft großer Onshore- und Offshore-Windparks.
Industrial Connectivity: Elektrifizierung, Automatisierung, Digitalisierung, elektrische Verbindungstechnik und erneuerbare Energien– Märkte, in denen Weidmüller zu Hause ist. Das 1850 gegründete Familienunternehmen ist in über 80 Ländern mit Produktionsstätten und Vertriebsgesellschaften vertreten. Als Global Player in der elektrischen Verbindungstechnik erzielte Weidmüller im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von über einer Milliarde Euro mit rund 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit – davon ca. 2.000 am Stammsitz in Detmold, inmitten von Ostwestfalen-Lippe.
Industrial Connectivity: Elektrifizierung, Automatisierung, Digitalisierung, elektrische Verbindungstechnik und erneuerbare Energien–Märkte, in denen Weidmüller zu Hause ist. Das 1850 gegründete Familienunternehmen ist inüber 80 Ländern mit Produktionsstätten und Vertriebsgesellschaften vertreten. Als Global Player in der elektrischen Verbindungstechnik erzielte Weidmüller im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz vonüber einer Milliarde Euro mit rund 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit–davon ca. 2.000 am Stammsitz in Detmold, inmitten von Ostwestfalen-Lippe.
Datum: 24.03.2026 - 08:41 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Marc Landermann
Stadt:
Detmold
Telefon: +49 (5231) 14-292322
Kategorie:
Energie & Umwelt
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