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710.000 Tonnen Einweg-Verpackungen und 409.000 Tonnen CO2 jährlich einsparen: Deutsche Umwelthilfe fordert Mehrwegquote für vorverpackte Lebensmittel im Supermarkt

ID: 2238521

(ots) -
- Studie von DUH und Mehrwegverband Deutschland zu vorverpackten Lebensmitteln im Supermarkt: Jährlich fallen 18 Milliarden Einweg-Verpackungen an
- Umstieg auf Mehrweg könnte bis zu 710.000 Tonnen Verpackungsabfall, 409.000 Tonnen CO2 und 143.000 Tonnen Rohstoffe allein bei Wein, Obst- und Gemüsekonserven, Öl und Essig einsparen
- DUH fordert verbindliche Mehrwegquoten für vorverpackte Lebensmittel im Verpackungsgesetz

Vorverpackte Lebensmittel verursachen jedes Jahr enorme Mengen Verpackungsmüll: Allein in den Kategorien Babybeikost, Brotaufstriche, Kaffee und Kakao, Molkereiprodukte, Obst- und Gemüsekonserven, Speiseessig, Speiseöl und Wein fallen jährlich 18 Milliarden Einweg-Verpackungen an, die 1,3 Millionen Tonnen Verpackungsmüll verursachen. Das zeigt eine neue Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Mehrwegverbands Deutschland (MWV). Das entspricht einem Volumen von fast sieben Fußballstadien. Ein Umstieg auf Mehrweg allein bei Wein, Obst- und Gemüsekonserven, Öl und Essig könnte710.000 Tonnen Abfall, 409.000 Tonnen CO2 sowie 143.000 Tonnen Rohstoffe wie Quarzsand und Stahl einsparen.

Damit sich Mehrwegsysteme durchsetzen, fordert die DUH verbindliche Mehrwegquoten für vorverpackte Lebensmittel im Verpackungsgesetz. Der Mehrwegverband empfiehlt gemanagte Mehrweg-Poolsysteme, die mehrere Abfüller und Händler nutzen, sowie eine gut sichtbare Platzierung der Mehrwegprodukte im Handel.

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH:"Mehrweg reduziert Müll, schützt das Klima und verringert unsere Abhängigkeit von Rohstoffen. Deutschland muss bis 2030 rund eine Million Tonnen Verpackungsmüll einsparen. Ein vollständiger Umstieg auf Mehrweg bei Wein, Obst- und Gemüsekonserven, Speiseöl und Essig kann das bereits zu 70 Prozent abdecken. Derzeit haben die Menschen im Supermarkt jedoch oft gar nicht die Möglichkeit, sich für Mehrwegprodukte zu entscheiden. Ab 2030 gelten verbindliche Mehrwegquoten für Getränkeverpackungen im Handel. Diese Regelung muss auf vorverpackte Lebensmittel ausgeweitet werden. Bundesumweltminister Carsten Schneider hat die Chance dazu im neuen Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz verstreichen lassen. Wir fordern alle Abgeordneten im Bundestag auf, verbindliche Mehrwegquoten durchzusetzen."





Auf Grundlage von qualitativen Interviews haben DUH und MWV zudem konkrete Handlungsempfehlungen für Produzenten, Abfüller, Handel und Mehrwegsysteme entwickelt. Mehrweg-Anbieter wünschen sich demnach vor allem mehr Offenheit des Handels für neue Mehrwegprodukte. Beispielsweise könnten Eigenmarken des Handels gezielt für Mehrwegangebote genutzt werden.

Mathias Gerspacher, Geschäftsführer des MWV:"Deutschland kann in Europa zum Vorreiter für Mehrwegsysteme bei vorverpackten Lebensmitteln werden. Die Systeme existieren bereits, doch sie bleiben bisher eine Nische. Mehrwegquoten liegen heute nur im niedrigen einstelligen Bereich - laut GVM bei Wein und Molkereiprodukten etwa bei vier Prozent, bei Obst- und Gemüsekonserven sogar unter 0,1 Prozent. Wir empfehlen offene und gemanagte Mehrweg-Poolsysteme, die mehrere Abfüller und Händler gemeinsam nutzen. Ebenso wichtig ist eine klare Kennzeichnung und gut sichtbare Platzierung der Mehrwegprodukte im Supermarkt sowie eine einfache Rückgabe über bestehende Leergutautomaten. So wird Mehrweg für Handel und Kundschaft praktikabel. Damit der Umstieg gelingt, muss zudem Mehrweg im Handel stärker strategisch verankert werden - etwa als fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie."

Hintergrund:

Die Studie ist Teil des gemeinsamen Projektes von DUH und MWV"LEH auf dem Mehrweg - Stärkung von Mehrwegverpackungen für vorverpackte Lebensmittel im Handel". Das Projekt wird im Rahmen der Verbändeförderung des Umweltbundesamtes (UBA) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit durchgeführt.

Link:

Kompendium zu Mehrwegpotenzialen bei vorverpackten Lebensmitteln: https://l.duh.de/p260318

Pressekontakt:

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin DUH
0170 7686923, metz(at)duh.de

Mathias Gerspacher, Geschäftsführer Mehrwegverband Deutschland e.V.
0179 7313453, mathias.gerspacher(at)mehrwegverband.de

DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse(at)duh.de

www.duh.de


Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V.,übermittelt durch news aktuell


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Datum: 18.03.2026 - 07:00 Uhr
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