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Gnadentaler Unternehmertisch mit Brigadegeneral Hans-Dieter Müller:"Die Bundeswehr ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“

ID: 2238419

„Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben, Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“Friedrich Schiller


(IINews) - „Sich verteidigen können, um sich nicht verteidigen zu müssen“ – dieses sicherheitspolitische Prinzip der Bundeswehr betonte Hans-Dieter Müller, Brigadegeneral des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen, der obersten territorialen Kommandobehörde der Bundeswehr im BundeslandNRW und erste Ansprechstelle der Landesregierung Nordrhein-Westfalen in der zivil-militärischen Zusammenarbeit, beim Gnadentaler Unternehmertisch in Neuss. Dort sprach er mit WDR-Moderator Uwe Schulz vor rund 150 Gästen über die veränderte Sicherheitslage in Deutschland und NRW. Es gingunter anderem um die Frage, was die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine und im Nahen Osten für die Menschen in der Region bedeuten. Dabei bezeichnete er die Lage als bedrohlich, aber skizzierte auch Lösungsansätze.

„Wir reden über Abschreckung. Dafür müssen wir Stärke aufbauen“, sagte Hans-Dieter Müller. Das Ziel sei es, die Bundeswehr bis 2035 neu aufzustellen – nicht nur personell. In den kommenden Jahren sollen neue Panzer, Kampfjets und Kriegsschiffe angeschafft und die Sollstärke des Heeres auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten angehoben werden. Derzeit dienten in den Streitkräften 186.000 aktive Soldatinnen und Soldaten.

Der Zustand von Brücken, Eisenbahn, Schiene sei desaströs. Was abgeschafft worden ist, müsse mühsam wieder aufgebaut werden, erklärte der General. „Aber es tut sich eine ganze Menge – wir gehen die Themen an.“

Es gehe dabei aber nicht nur um Kriegstüchtigkeit, sondern auch um die Ertüchtigung der Zivilgesellschaft für den Notfall. In Zeiten hybrider Kriegsführung müssten die Bürger für alltägliche potenzielle Bedrohungen sensibilisiert werden. Cyberkriminalität, Sabotageakte und Drohnenangriffe auf Flughäfen nähmen zu und seien kein Zufall. Ziel solcher Aktivitäten sei es, Vertrauen zu erschüttern und die Bevölkerung zu verunsichern. Umso wichtiger sei es, vorbereitet zu sein – nicht aus Angst, sondern aus Verantwortung.





Auch die Versorgung der Bevölkerung im Krisenfall wurde er angesprochen, Stichwort „Krisenalarmplanung“. Seit der Hochwasserkatastrophe gebe es einen Krisenstab und die Bundeswehr sei in der Mitte der Gesellschaft angekommen, erklärte der General.

Ein wichtiges Anliegen Müllers ist das Thema „Resilienz“. Die müsse in der gesamten Gesellschaft gestärkt werden, so der General. „Ich will, dass Sie heute positiv gestimmt nach Hause gehen“, sagte er. Vorbereitung bedeute nicht Panik, sondern Handlungsfähigkeit.

Im Anschluss an das Interview hatte das Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen. Höchst diskussionsfreudig zeigten sich die eingeladenen Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Norf, Neuss, und des Gymnasium Remigianum, Borken – alle zwischen 16 und 18 Jahren, wobei die 18-Jährigen bereits den Fragebogen der Bundeswehr erhalten haben. Einer der Schüler fragte:„Was können wir von den ukrainischen Soldaten lernen?“ „Wie sieht es mit Frauen im Wehrdienst aus?“, fragte die sechzehnjährige Yula Ehning, Schülersprecherin des Gymnasium Remigianum. Hans-Dieter Müller erklärte, dass die Bundeswehr derzeit eine Frauenquote von 14 Prozent habe und betonte: „Die Frauen sind nach meiner Erfahrung den Männern ebenbürtig.“

Ein weiterer Schüler fand: „Wir haben die Freiheit, die müssen wir auch verteidigen.“ Die Schüler waren größtenteils der Meinung, dass die Bundeswehr notwendig sei, aber der Wehrdienst freiwillig bleiben solle. Das würde vorerst so bleiben, meinte der General und zeigte sich zuversichtlich, dass sich genug junge Leute zum Bund melden würden.

Die Bilanz der Schüler fiel höchst positiv aus: Sie freuten sich, ihre Perspektiven vertreten zu können und empfanden es als Privileg, ihre Fragen und Meinungen direkt an einen General adressieren zu dürfen. Gastgeberin Jutta Zülow lobte das große Engagement der Schüler, die ihre Ansichten zu diesem für sie schwierigen Thema sachkundig in die Diskussionsrunde einbrachten.


Gnadentaler Unternehmertisch

Seit mehr als zwei Dekadenüberzeugt das Format (GUT) mit seinem Konzept: einem längeren Einzel-Interview eines hochkarätigen Gesprächspartners aus Politik, Wissenschaft oder Unternehmertum und anschließendem lebhaften Austausch mit dem Publikum unter der kundigen Leitung eines Moderators. Interviewt wurden u.a. der heutige Bundeskanzler Friedrich Merz, der damalige Außenminister Sigmar Gabriel, NRW-Innenminister Herbert Reul, der ehemalige Minister Peter Altmaier, Prof. Dr. Michael Hüther, der heutige Vizekanzler Lars Klingbeil und Unternehmerin Christiane Underberg. Insgesamt gab es bisher mehr als vierzig Veranstaltungen.

Die Zülow AG ist ein Dienstleistungsunternehmen der Elektrobranche und seit seiner Gründung 1971 ein eigentümergeführtes Familienunternehmen am Standort Neuss. Heute sind rund 350 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

Seit 1996 ist der Stammsitz auf Gut Gnadental in Neuss, wo das Unternehmen in historischer Umgebung Raum geschaffen hat, um Kommunikation in einer sich digitalisierenden Welt– zu der es mit seinen Dienstleistungen in der Daten- und Netzwerktechnik ebenfalls seinen Beitrag leistet – auch „analog“ die Begegnung von Menschen zu ermöglichen.

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Bereitgestellt von Benutzer: JoergSchwarz
Datum: 17.03.2026 - 14:18 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Jörg Schwarz
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Düsseldorf



Kategorie:

Politik & Gesellschaft


Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 17.03.2026

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