Fake News erkennen: Wie Nutzer Nachrichten prüfen können
ARAG Experten informieren, wie man Falschmeldungen entlarvt

(IINews) - Geschichten prägen unser Weltbild. Genau darum geht es auch am Weltgeschichtentag am 20. März. Doch während manche Geschichten Menschen verbinden und Wissen weitergeben, können andere Gerüchte in Umlauf bringen und für Verunsicherung sorgen. Dazu gehören Fake News, also Falschmeldungen, die sich besonders in sozialen Medien schnell verbreiten können. Umso wichtiger ist es, Informationen einzuordnen und Fakten von Fiktion zu unterscheiden. Die ARAG Experten erklären, woran sich Falschmeldungen erkennen lassen und wie Nutzer Inhalte besser prüfen können.
Mit kritischem Blick auf Drama-Meldungen
Gerüchte gab es schon immer. Doch im Zeitalter des Internets treffen so viele Nachrichten in kurzer Zeit auf unsere Augen und Ohren, dass es schwerer fällt, alles genau zu filtern. Laut Statistischem Bundesamt sind im ersten Quartal des vergangenen Jahresmehr als die Hälfte aller Internetnutzerauf Fake News gestoßen - also Informationen, die nach eigener Einschätzung unwahr oder unglaubwürdig waren. Solche Nachrichten zielen darauf ab, die öffentliche Meinung durch Falschmeldungen zu manipulieren. Sie sollen unter anderem Wut und Angst schüren, politisch Stimmung machen, Minderheiten diskriminieren und das Vertrauen in Institutionen schwächen.
Daher raten die ARAG Experten: Jede Information, jedes Bild und Video sollte hinterfragt werden. Es hilft bei der Bewertung, zunächst einmal zu prüfen: Aus welcher Quelle stammt der Inhalt? Ist sie bekannt und vertrauenswürdig? Wie werden die News übermittelt? Werden Emotionen bewusst geschürt, womöglich sogar Panik verbreitet? Je dramatischer die Information, desto mehr Ruhe sollte bewahrt und desto intensiver sollte geprüft werden, bevor diese weiterverbreitet und die Gerüchteküche zusätzlich angeheizt wird.
AuchÜberschriften liefern oft erste Hinweise. Reißerische Formulierungen in Großbuchstaben, viele Ausrufezeichen oder scheinbar sensationelle Enthüllungen sind typische Merkmale unseriöser Beiträge. Ebenso sollte man skeptisch sein, wenn Meldungen zum sofortigen Teilen auffordern oderangeblich"von den Medien verschwiegen"werden.
Im nächsten Schritt empfehlen die ARAG Experten eine tiefergehende Prüfung: Wird die Meldung mindestens auch über eine zweite Quelle veröffentlicht und stimmen die Inhalte überein oder gibt es womöglich entgegengesetzte Darstellungen? Gerade bei aktuellen Nachrichten können die Social-Media-Accounts und Online-Angebote verschiedener Tages- oder Wochenzeitungen sowie unterschiedliche private und öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehsender gut miteinander verglichen werden.
Besonders wichtig ist laut ARAG Experten auch dieÜberprüfung von Accounts und Websites, die einem noch gar nicht geläufig sind: Wer steht im Impressum? Gibt es Ansprechpartner mit Klarnamen oder nur Pseudonyme und anonyme Mailadressen? Wem stehen die Quellen nahe? Sind sie politisch motiviert oder neutral? Verbraucher sollten zudem daraufachten, ob ein Beitrag aktuell ist. Immer wieder werden alte Meldungen oder Bilder von vergangenen Ereignissen neu verbreitet und aus dem Zusammenhang gerissen. Ein Blick auf das Veröffentlichungsdatum und den ursprünglichen Kontext hilft, solche Irreführungen zu entlarven.
Fotos und Videos im Zeitalter von KI
Inzwischen ist es ein Leichtes, mit Künstlicher Intelligenz (KI) falsche Bewegtbilder oder Fotos zu generieren. Beispielsweise werden Prominenten immer wieder falsche Aussagen in den Mund gelegt, Geschehnisse an andere Orte verlegt oder Anschläge gezeigt, die es gar nicht gab. Und selbst wenn kein böser Wille dahintersteckt, kann es passieren, dass KI-generierte Videos und Bilder, die falsche Realitäten zeigen, unbedarft verbreitet werden. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn sogenannte Content Creator (auf Deutsch: Produzenten von Online-Inhalten) in den sozialen Netzwerken KI-Inhalte veröffentlichen, die siezwar als solche kennzeichnen, die jedoch von anderen Nutzern ohne diesen Hinweis weiterverbreitet werden.
Stößt man auf verstörende Bilder und Videos, raten die ARAG Experten zur Rückwärtssuche (zum Beispiel über Google Bilder), um den Urheber zu finden. Dabei klickt man auf das kleine Kamera-Symbol rechts in der Suchleiste. Dann kann ein Bild oder eine Bildadresse hochgeladen werden. Zusätzlich können kleine Details Hinweise auf Fake News liefern: Stimmen Lippenbewegungen nicht mit dem Ton überein, wirken Schatten unnatürlich oder sind Hände und Zähne verzerrt, kann es sich um KI-generierte Inhalte handeln.
Verschiedene Tools zum Faktencheck
Wer Nachrichtenüberprüfen möchte, kann sich im Internet verschiedener Fakefinder bedienen. So liefert das unabhängige RecherchezentrumCorrectivmit seinem Faktencheck Analysen von Meldungen und Videos. Gemeinsam mit einem weltweiten Netzwerküberprüfen die Journalisten die Richtigkeit von Informationen und leisten so einen Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung. Auch verschiedene öffentlich-rechtliche Medien sowie Presseagenturen bieten solche Faktenchecks an, darunter diedpa, dieARDund der Bayerische Rundfunk mit demFaktenfuchs.
Gerade vielen Facebook-Nutzern istMimikamabekannt. Bereits seit vielen Jahrenüberprüft der Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch Meldungen, die vor allem über soziale Medien weitergetragen werden, und ordnet diese richtig ein. Oft werden verständliche Erläuterungen dazugeliefert, wie man die Falschmeldungen hätte entlarven können.
Wer unsicher ist, dem raten die ARAG Experten, zweifelhafte Inhalte grundsätzlich nicht ungeprüft weiterzuleiten, auch nicht im privaten Chat. Denn jede Weitergabe verstärkt die Reichweite von Desinformation. Im Zweifel gilt: Lieber einmal mehr prüfen oder ganz auf das Teilen verzichten.
Sie wollen mehr von den ARAG Experten lesen oder hören?
Dann schauen Sie imARAG newsroomvorbei.
Themen in diesem Fachartikel:
fake
news
falschmeldung
nachrichten
arag
experten
faktencheck
geruechte
geschichten
fiktion
drama
meldung
internetnutzer
bewertung
rueckwaertssuche
quelle
ueberpruefung
irrefuehrung
klarnamen
pseudonym
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Sie ist der weltweit größte Rechtsschutzversicherer. Aktiv in insgesamt 19 Ländern - inklusive den USA und Kanada - nimmt die ARAGüber ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Ihren Kunden in Deutschland bietet die ARAG neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft auch eigene einzigartige, bedarfsorientierte Produkte und Services in den Bereichen Komposit und Gesundheit. Mit mehr als 6.100 Mitarbeitenden erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen vonüber 2,8 Milliarden Euro.
ARAG SE ARAG Platz 1 40472 Düsseldorf
Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Dr. h. c. Paul-Otto Faßbender
Vorstand Dr. Renko Dirksen (Vorsitzender)
Dr. Matthias Maslaton
Wolfgang Mathmann
Dr. Shiva Meyer
Hanno Petersen
Dr. Joerg Schwarze
Sitz und Registergericht Düsseldorf HRB 66846 USt-ID-Nr.: DE 119 355 995
Klaarkiming Kommunikation
Claudia Wenski
Steinberg 4
24229 Dänischenhagen
cw(at)klaarkiming-kommunikation.de
+49 4349 - 22 80 26
www.ARAG.de
Datum: 16.03.2026 - 11:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2238034
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Jennifer Kallweit
Stadt:
Düsseldorf
Telefon: +49 211 963-3115
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Dieser Fachartikel wurde bisher 1 mal aufgerufen.
Der Fachartikel mit dem Titel:
"Fake News erkennen: Wie Nutzer Nachrichten prüfen können"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ARAG SE (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




