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4,8 Millionen Photovoltaikanlagen zum Jahresende 2025 installiert

ID: 2237301

(ots) -
- Neuer Höchstwert: Zahl binnen eines Jahres um 17,6 % gestiegen
- Wert der importierten Photovoltaikanlagen 2025 gegenüber Vorjahr um 7,8 % zurückgegangen, Exporte um 30,1 %
- Produktion von Solarmodulen in den ersten drei Quartalen 2025 um 60,6 % gegenüber Vorjahreszeitraum gesunken

Nach wie vor setzen immer mehr Unternehmen und private Haushalte in Deutschland auf die Energie der Sonne zur Stromerzeugung. Zum Jahresende 2025 waren auf Dächern und Grundstücken hierzulande knapp 4,8 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 106 200 Megawatt installiert, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit nahm die Zahl der Anlagen gegenüber dem Vorjahr um 17,6 % zu, die installierte Leistung stieg im selben Zeitraum um 11,8 %. Zum Jahresende 2024 hatte es gut 4,0 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 95 000 Megawatt gegeben.

Der Anstieg hat sich zuletzt etwas abgeschwächt: Zum Jahresende 2024 waren 27,7 % mehr Anlagen installiert als zum Jahresende 2023. Ende 2023 hatte der Zuwachs an Photovoltaikanlagen gegenüber dem Vorjahr 27,3 % betragen. Erfasst werden alle Photovoltaikanlagen, die in die Netze der öffentlichen Versorgung einspeisen und über einen Stromzähler verfügen, der die eingespeisten Strommengen misst. Kleinere Anlagen, wie etwa die sogenannten Balkonkraftwerke, fallen daher in der Regel nicht darunter.

China wichtigster Lieferant von Photovoltaikanlagen für den deutschen Markt

Die Importe von Photovoltaikanlagen sind im Jahr 2025 zurückgegangen: Der Wert der eingeführten Solarzellen und Solarmodule sank gegenüber 2024 um 7,8 % auf 1,8 Milliarden Euro. Deutlicher ging der Wert der exportierten Photovoltaikanlagen in diesem Zeitraum zurück: von 513 Millionen Euro auf 358 Millionen Euro - ein Rückgang von knapp einem Drittel (30,1 %).

China ist aus deutscher Sicht mit Abstand das wichtigste Herkunftsland für Photovoltaikanlagen: 88,0 % der nach Deutschland eingeführten Photovoltaikanlagen kamen 2025 aus der Volksrepublik. Danach folgten mit großem Abstand die Niederlande (5,2 %).





Der Importwert von Photovoltaikanlagen war 2025 nahezu fünfmal so hoch wie der Exportwert dieser Waren aus Deutschland. Die Exporte gingen zu einem großen Teil in europäische Staaten. Die wichtigsten Abnehmer waren 2025 Italien (15,9 %), Österreich (14,8 %), und die Schweiz (7,2 %).

Produktion von Solarmodulen mit deutlichem Rückgang

Die Produktion von Solarmodulen für Photovoltaikanlagen ist in Deutschland in den ersten drei Quartalen 2025 deutlich gesunken: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging die Anzahl der produzierten Solarmodule um 60,6 % auf 509 200 Stück zurück. Bereits im Jahr 2024 war die Produktion von Solarmodulen hierzulande deutlich zurückgegangen. 2024 wurden gut 1,5 Millionen Solarmodule zum Absatz produziert. Damit hatte sich die Produktion gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert (-56,2 %). 2023 waren knapp 3,5 Millionen solcher Module hergestellt worden.

Solarstrom war 2023 eine Einnahmequelle für 4,9 % der privaten Haushalte

Private Haushalte erzeugen Solarstrom nicht nur für den Eigenbedarf - sie speisen ihn auch ins Netz ein. Im Jahr 2023 hatten 4,9 % der privaten Haushalte (rund 2,0 Millionen) in Deutschland Einnahmen aus dem Verkauf von Solarstrom. Der Anteil hat in den vergangenen Jahren zugenommen: 2018 waren es 2,9 % (1,2 Millionen Haushalte).

Die Einnahmen dieser privaten Haushalte aus dem Stromverkauf lagen 2023 bei durchschnittlich 153 Euro im Monat und sind somit im Vergleich zu 2018 mit monatlich 243 Euro um 37 % gesunken. Eine mögliche Ursache für diesen Rückgang dürfte die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sinkende Einspeisevergütung für neuinstallierte Photovoltaikanlagen sein.

Methodische Hinweise:

Gegenstand der Außenhandelsstatistik ist der grenzüberschreitende Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Ausgewertet wurden unter dem Sammelbegriff Photovoltaikanlagen die Warennummern WA85017100, WA85017200, WA85018000 und WA85414300 des Warenverzeichnisses für die Außenhandelsstatistik.

Die Daten der zum Absatz bestimmten Produktion von Solarmodulen beziehen sich auf die GP-Positionen Solarmodule (GP19-261122403). Der Berichtskreis umfasst Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten des Produzierenden Gewerbes. Weiterführende Informationen finden sich im Qualitätsbericht"Produktionserhebungen".

Die Ergebnisse zu den Einnahmen der privaten Haushalte aus dem Verkauf von Solarstrom stammen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS).

Weitere Informationen:

Weitere Ergebnisse und lange Zeitreihen zur Monatserhebungüber die Stromein- und -ausspeisung bei Netzbetreibern können in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabelle stromeinspeisende Anlagen (43312-0001) abgerufen werden.

Detaillierte Daten zu der Produktion von Solarmodulen und Solarkollektoren können unter den Meldenummern GP19-261122403 und GP19-275214007 des Güterverzeichnisses für Produktionsstatistiken über die Tabelle 42131-0004 in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Daten zum Krieg im Nahen Osten und den Folgen bietet die Sonderseite www.destatis.de/nahost. Sie enthält unter anderem Informationen zur Energieversorgung und Entwicklung der Energiepreise, zum Flug- und Seeverkehr sowie zum Außenhandel mit der Region.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

Weitere Auskünfte:
Pressestelle
Telefon: +49 611 75 3444
www.destatis.de/kontakt

Pressekontakt:

Statistisches Bundesamt
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