Integrated Planning Studie: 95 Prozent halten Planung für entscheidend, aber nur 8 Prozent planen richtig

(ots) - Planung ist für Unternehmen aller Branchen zu einer strategischen Priorität geworden. Getrieben wird diese Entwicklung durch zunehmend dynamische Märkte mit andauernden kurzfristigen Störungen der Geschäftstätigkeiten und Lieferketten, die wesentlich mehr Transparenz und schnellere Anpassungsfähigkeit erfordern. Dennoch fällt es den meisten Organisationen weiterhin schwer, die zunehmende Bedeutung der Planung in eine wirklich integrierte Umsetzung zu überführen.
Eine neue Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint zeigt eine wachsende Kluft zwischen Anspruch und Realität. Während 95 Prozent der Befragten Planung als essenziell für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit betrachten, geben lediglich 8 Prozent an, über einen vollständig integrierten Planungsprozess zu verfügen, der Vertrieb, Operations und Finanzen in einem einheitlichen Framework verbindet. In der Praxis planen die meisten Unternehmen weiterhin in Silos - mit negativen Auswirkungen auf Transparenz, Agilität und die Qualität von Entscheidungen.
"Vor dem Hintergrund andauernder kurzfristiger Störungen der Geschäftstätigkeiten und Lieferketten fragen Marktführer nicht mehr, wie sie sich vor Disruption schützen können, sondern wie sie sich schneller anpassen können, als sie entsteht. Planung hat sich hierbei fest auf der strategischen Agenda von Unternehmen verankert, doch die Umsetzung hält mit dieser Entwicklung nicht Schritt", erklärt Christian Opitz, Partner bei BearingPoint."Viele Organisationen erkennen, dass integrierte Planung entscheidend ist, um in volatilen Zeiten erfolgreich zu navigieren. Dennoch bleiben ihre Prozesse, Systeme und Entscheidungsstrukturen fragmentiert. Diese Lücke zu schließen erfordert mehr als nur schrittweise Verbesserungen. Es braucht eine durchgängige End-to-End-Integration, stärkere bereichsübergreifende Zusammenarbeit sowie moderne Planungslösungen, die schnellere und fundiertere Entscheidungen ermöglichen."
Strategische Bedeutung trifft auf strukturelle und technologische Fragmentierung
Die Studie von BearingPoint zeigt, dass Planung längst nicht mehr als reine Backoffice-Funktion betrachtet wird. Sie wird zunehmend als Treiber für Effizienz, Risikomanagement und langfristige Wertschöpfung gesehen. Dennoch verhindern fragmentierte Prozesse, schwache bereichsübergreifende Zusammenarbeit und uneinheitliche Governance weiterhin, dass Unternehmen dieses Potenzial vollständig ausschöpfen. Rund 70 Prozent der Unternehmen verlassen sich nach wie vor auf informelle Abstimmungen oder voneinander getrennte Prozesse, anstatt auf eine strukturierte, integrierte Geschäftsplanung.
Auch der technologische Reifegrad verstärkt diese Herausforderungen. Veraltete und fragmentierte IT-Landschaften bleiben ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zu exzellenter Planung. Nur 14 Prozent der befragten Unternehmen geben an, über eine weitgehend oder vollständig integrierte Tool-Landschaft zu verfügen, während nahezu die Hälfte weiterhin stark von Tabellenkalkulationen oder manuellen Lösungen abhängig ist. Eine unzureichende Systemintegration führt zu Dateninkonsistenzen, manuellen Umgehungslösungen und eingeschränkter Skalierbarkeit, insbesondere in volatilen Marktumfeldern.
Best Practices hinken hinterher, aber die Investitionsdynamik nimmt zu
Trotz der Verfügbarkeit bewährter Planungsmethoden wie Rolling Forecasts, Szenarioplanung sowie kapazitätsgebundener und -ungebundener Planung bleibt deren Verbreitung begrenzt. Weniger als ein Drittel der Befragten nutzt Rolling Forecasts, und mehr als die Hälfte integriert operative und finanziellePlanungsergebnisse nicht miteinander. Entsprechend sehen 56 Prozent der Unternehmen erheblichen Verbesserungsbedarf bei ihren Planungsergebnissen, und nur 8 Prozent sind vollständig zufrieden mit ihrem aktuellen Planungsansatz.
Gleichzeitig beginnen Unternehmen jedoch zu reagieren: Zwei Drittel der Befragten planen, innerhalb der nächsten fünf Jahre Investitionen in neue oder modernisierte Planungslösungen, wobei das Interesse an KI-gestützter Prognosetechnologie, Advanced Analytics und cloudbasierten Planungssystemen deutlich wächst. Diese Investitionen zeigen klar, dass integrierte, technologiebasierte Planung als entscheidend angesehen wird, um in einem zunehmend komplexen und unsicheren Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.
"Die Schließung von Integrationslücken, die konsequente Verankerung von Best Practices und Investitionen in moderne Planungsplattformen ermöglichen es Unternehmen, sich von einer reaktiven und fragmentierten Planung hin zu einem resilienten, integrierten Planungsmodell zu entwickeln, das strategischenMehrwert sowie auch signifikante finanzielle Vorteile liefert. Denn wir sehen immer mehr, dass eine optimierte Planung bei Geschäftstransformationen einen der Bereiche mit dem größten Wertbeitrag darstellt", resümiert Dr. Frank Tiefenbeck, Partner bei BearingPoint.
Über die Studie
Die Studie basiert auf einer Befragung von 193 Führungskräften und Senior Professionals aus sieben europäischen Ländern und acht Branchen, darunter Automobilindustrie, Industrieprodukte, Konsumgüter, Life Sciences, Einzelhandel, Banken, Chemie und Versicherungen. Die Teilnehmenden vertreten zentrale Unternehmensfunktionen wie Finanzen, Operations, Supply Chain und Einkauf.
Die vollständige Studie steht auf der BearingPoint-Website zum Download bereit: https://ots.de/NzlAMP
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Datum: 11.03.2026 - 07:15 Uhr
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